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5 Jahre IBKA-Landesverband Niedersachsen-Bremen

Ein kleines Jubiläum im Mai 2015

Ingeborg Wirries

Die Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung hatte einen besonderen Programmpunkt zu bieten: Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) hat hier in Niedersachsen-Bremen einen Landesverband, der inzwischen seit fünf Jahren besteht – ein kleines Jubiläum!

Anders gesagt: Die Konfessionslosen und Atheisten in Niedersachsen und Bremen haben seit fünf Jahren beim IBKA einen Anknüpfungspunkt, einen Ansprechpartner.

Aus diesem Anlass hat der Vorstand seine Mitglieder am 9. Mai diesmal nach Lehrte eingeladen.

Sommerfest 2015 des IBKA NRW

Samstag, 6. Juni 2015
15:00 Uhr - 22:00 Uhr
Bootshaus des Kanuvereins FS 1898
An den Bootshäusern 3
44147 Dortmund

Zum achten Mal in Folge lädt der IBKA in NRW zu seinem Sommerfest ein. Neben zwei spannenden Referaten gibt es Gelegenheit zur Unterhaltung wie zum Stöbern am Info- und Büchertisch. Alle Interessierten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Wie immer werden die Betreiber des Bootshauses – gegen Anmeldung bei Jörg Schnückel – für ein reichhaltiges Buffet vom Grill sorgen.

Anmeldungen - auch zum Buffet - bitte an: joerg.schnueckel@ibka.org

"Give Peace A Chance"

Tagungsbericht vom ersten Tag der International Atheist Convention, 22. Mai 2015

von Carlos Zydorek und Jan Hedrich
René Hartmann

René Hartmann

Die internationale atheistische Tagung unter dem Motto "Give Peace a Chance" wurde eröffnet von René Hartmann, dem 1. Vorsitzenden des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Hartmann trug zunächst ein Grußwort von Landessprecher Ralf Michalowsky der Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen vor. Dieser kritisierte die Privilegierung der Religionsgemeinschaften und ihren unverhältnismäßig großen politischen Einfluss angesichts einer kontinuierlich schwindenden Rolle von Religion in der Gesellschaft. Michalowsky plädierte in seinem Grußwort für eine geschlossene Bewegung von Menschen, die die Religionen auf politischer Ebene in die Schranken weisen und wünschte der Tagung viel Erfolg.

Greg Graffin erhält IBKA-Preis "Sapio"

Pressemitteilung vom 20. Mai 2015

(Overath) Alle zwei Jahre verleiht der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) seinen Preis "Sapio" an Personen oder Organisationen die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung sowie Förderung des vernunftgeleiteten Denkens verdient gemacht haben.

"Im Rahmen eines Festaktes wird am Samstag, 23. Mai 2015 der Evolutionsforscher und Sänger der Punk-Band "Bad Religion" Greg Graffin mit dem "Sapio" ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im Kölner Comedia-Theater statt", sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA.

Die Preisverleihung wird umrahmt von der International Atheist Convention "Give Peace A Chance - Säkularisierung und globale Konflikte" vom 22. Mai bis zum 24. Mai mit über 15 Referenten aus acht Staaten. Sie diskutieren, dass tatsächlicher Friede nur in säkularen Staatsordnungen mit säkularen Regierungen möglich ist.

Weitere Information zur Verleihung des IBKA-Preises an Greg Graffin sowie zur International Atheist Convention gibt es auf der Website des IBKA (www.ibka.org)

Religionsfreie Zone im Kino des Kölner Filmhaus

Ein ausführlicher Bericht über die bisher erfolgreichste "Religionsfreie Zone" des IBKA NRW findet sich beim Humanistischen Pressedienst.

IBKA Youtube-Channel

Der IBKA Youtube-Channel ist erfolgreich angelaufen. Die neuesten Videos finden sich nun hier.

Zuletzt wurden die Aufnahmen der Convention 2012 "Die Atheistische Perspektive: national, regional, global" veröffentlicht. Hier der Trailer zur 2012er Convention, mit vielem Dank an Ricarda Hinz, die die Aufnahmen möglich machte!

Säkularisierung und Frieden

Ein Gastbeitrag von Werner Hager

Der britische Religionskritiker George Jacob Holyoake prägte 1851 den Begriff "secularism", um den es hier ausdrücklich nicht geht.

Vielmehr geht es um ein logisches Prinzip: Die Grenzziehung zwischen dem zum Klerus gehörenden "Klerikalen" und dem weltlichen "Säkularen". Meine These ist, dass erst die Möglichkeit, diese Unterscheidung überhaupt zu denken, die Möglichkeit eines gedeihlichen und auch (religions-)kriegsfreien Miteinanders schafft.

Die Autonomie der Politik, ihre Eigengesetzlichkeit, kann auch erst gedacht werden, wenn sie zumindest als nicht identisch zu Moral und damit historisch zu zuerst religiösen Moralvorstellungen gedacht werden kann. Eine Kritik der Politik und damit von Macht und Herrschaft - auch materiell durch die Monopolisierung der Gewaltanwendung - kann so rational erfolgen. Irrationale Kritik der Politik ruft meist den Common Sense an, verarbeitet intellektuell seine Widersprüche nicht und lebt diese dann gewalttätig aus.

Atheisten: Kopftuch-Urteil kein Grund zum Jubeln

Pressemitteilung vom 24. März 2015

(Overath) Der internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten warnt vor negativen Konsequenzen des BVerfG-Beschlusses zum islamischen Kopftuch und bekräftigt sein Eintreten für eine weltanschaulich neutrale Schule.

"Die individuelle Freiheit, die Kleidung gemäß religiösen Vorschriften zu wählen, wurde durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. "Säkular orientierte Migranten aus islamisch geprägten Ländern haben aber Grund dazu, sich durch das Urteil im Stich gelassen zu fühlen. Sie könnten sich in Zukunft einem wachsendem Druck ausgesetzt sehen, sich einem religiös geprägten Umfeld anzupassen.

Datenschutzverletzung zugunsten der Kirchen

Pressemitteilung vom 6. März 2015

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und die Fédération Nationale de la Libre Pensée haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin das Ende der derzeit gängigen Praxis gefordert, Daten nicht-religiöser Menschen an die Kirchen weiterzuleiten. Dies stelle ein Verletzung der Weltanschauungsfreiheit sowie der informationellen Selbstbestimmung dar. "Die Rasterfahndung kirchlicher Behörden muss umgehend beendet werden", sagte Carsten Frerk, der im IBKA das Projekt "Kirchen als politische Akteure" leitet.

Claude Singer von der Libre Pensé betonte, in Frankreich sei aufgrund des Gesetzes von 1905 zur Trennung von Kirchen und Staat kein Kirchenaustritt möglich. Die Kirche sei wie ein Fußballverein, und wem es nicht mehr gefalle, der zahle halt einfach keinen Beitrag mehr. Die Libre Pensée kämpfe schon seit langem für das Recht, sich auf Wunsch aus den Taufregistern löschen zu lassen.

Grenzenlose Kirchensteuer-Abzocke in Berlin

Wenn es darum geht, Menschen, die mit der Kirche nichts mehr zu tun haben wollen, doch noch irgendwie das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist die Kirchensteuerstelle Berlin sehr erfindungsreich. Bekannt sind Fälle, in denen neu Zugezogene aufgefordert wurden, ihren teilweise Jahrzehnte zurückliegenden Kirchenaustritt nachzuweisen. Wenn sie die Austrittsbescheinigung nicht mehr vorweisen konnten, wurden sie zur erneut zur Kasse gebeten und mussten zum zweiten Mal austreten.

Eine unangenehme Überraschung erleben auch Menschen aus Ländern ohne Kirchensteuer, die bei der Frage nach der Konfession beispielsweise „katholisch“ angeben und daraufhin feststellen, dass von ihrem Gehalt Kirchensteuer einbehalten wird.

Einen Schritt weiter ging die Kirchensteuerstelle Berlin nun bei beim Franzosen Thomas Bores, der bei seiner Anmeldung „keine Religion“ angegeben hatte: Sie fragte bei der Diözese in Frankreich nach und stellte fest, dass der Betreffende katholisch getauft worden war. Er hatte seit seiner Taufe als Kind, bei der nicht gefragt worden war, nie etwas mit der Kirche zu tun gehabt und war nun einigermaßen schockiert, als von seinem Gehalt Kirchensteuer einbehalten wurde.

Da es in Frankreich keine Kirchensteuer gibt, kann man auch nicht wie in Deutschland austreten. Es gibt jedoch die Möglichkeit, sich aus dem Taufregister streichen zu lassen. Um den Kirchenaustritt in Deutschland wird Bores allerdings nicht herum kommen, wenn er nicht weiter Kirchensteuer zahlen will. Auf seinem Blog hat er den Fall geschildert.

Siehe auch: Datenschutzverletzung zugunsten der Kirchen