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Internationale atheistische Tagung 2015

Give peace a chance

Säkularisierung und globale Konflikte

22.-24. Mai 2015

Comedia Theater Köln, Vondelstraße 4-8

English

Zugesagte Referenten:

  • Carsten Frerk, BRD, Autor und Leiter des Projekts "Kirchen als politische Akteure"
  • Annie Laurie Gaylor, USA, Gründerin und Co-Präsidentin der Freedom from Religion Foundation (FFRF)
  • Dan Barker, USA, ehemaliger evangelikaler Prediger, Autor und Co-Präsident der FFRF
  • Michael Schmidt-Salomon, BRD, Autor und Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, IBKA-Beirat
  • Arzu Toker, BRD, IBKA-Beirätin, Schriftstellerin, Übersetzering sowie Autorin der Bücher "Frauen sind eure Äcker" und "Kein Schritt zurück"
  • Michael Nugent, IE, Vorsitzender von Atheist Ireland
  • Morgan Elizabeth Romano, Vice President of the Association of Atheism, Turkey - Vortragstitel: "Rückwärts gewandt: Der Niedergang des Säkularismus in der Türkei"
  • Leo Igwe, Menschenrechtsaktivist
  • Claude Singer, FR, Fédération Nationale de la Libre Pensée
  • Assunta Tammelleo, BRD, Kulturbühnenwirtin und säkulare Aktivistin seit 1981
  • Rolf Bergmeier, BRD, Historiker, Autor von "Kaiser Konstantin und die wilden Jahre des Christentums: Die Legende vom ersten christlichen Kaiser ", "Schatten über Europa: Der Untergang der antiken Kultur" und "Christlich-abendländische Kultur - eine Legende: Über die antiken Wurzeln, den verkannten arabischen Beitrag und die Verklärung der Klosterkultur"
  • Nada Peratović, HR, Juristin, Gründerin und Präsidentin des Center for Civil Courage in Kroatien, Mitglied der Freidenker-Vereinigung der Schweiz, Repräsentantin der AAI im UN Menschenrechtsrat in Genf und Autorin des Buches "Humanismus für Kinder"
  • Valentin Abgottspon, CH, Lehrer und säkularer Aktivist
  • Richard Honess, GB, Mitglied des AAI-Boards
  • Joachim Kahl, BRD, Philosoph
  • PZ Myers, USA, Biologe und Autor des Wissenschaftsblogs Pharyngula
  • Colin Goldner, BRD, Great Ape Project, IBKA-Beirat
  • Corinna Gekeler, BRD, Politologin, Autorin u.a. des Buches "Loyal Dienen" - diskriminierendes Arbeitsrecht bei Caritas, Diakonie und Co.

In Zusammenarbeit mit Atheist Alliance International (AAI)  Atheist Alliance International

und der Giordano Bruno-Stiftung                                                Giordano-Bruno-Stiftung

Am Samstag, 23. Mai wird der IBKA-Preis 'Sapio' an den Sänger der Punk-Band "Bad Religion" und Evolutionsbiologen Greg Graffin verliehen.

Atheisten: Kopftuch-Urteil kein Grund zum Jubeln

Pressemitteilung vom 24. März 2015

(Overath) Der internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten warnt vor negativen Konsequenzen des BVerfG-Beschlusses zum islamischen Kopftuch und bekräftigt sein Eintreten für eine weltanschaulich neutrale Schule.

"Die individuelle Freiheit, die Kleidung gemäß religiösen Vorschriften zu wählen, wurde durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. "Säkular orientierte Migranten aus islamisch geprägten Ländern haben aber Grund dazu, sich durch das Urteil im Stich gelassen zu fühlen. Sie könnten sich in Zukunft einem wachsendem Druck ausgesetzt sehen, sich einem religiös geprägten Umfeld anzupassen.

Karfreitag 2015: Heidenspass statt Höllenqual!

Religionsfreie Zone im Kölner Filmhaus

Kein Tanzverbot an Feiertagen!
Religionsfreie Zone
Am Freitag, 03. April 2015 lädt der IBKA NRW im achten Jahr in Folge ab 18:00 Uhr zur 'Religionsfreien Zone' ins Kino im Kölner Filmhaus.

Das Grundgesetz sagt in Artikel 140/ Artikel 139 WRV: "Die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe ... gesetzlich geschützt."
Am Karfreitag besonders ist vor allem christliche Besinnlichkeit Pflicht. Das nordrheinwestfälische Feiertagsgesetz schützt bestimmte „stille“ Tage, die der christliche Glaube mit Trauer und Andacht verknüpft – besonders leidig für Menschen, die an rein gar nichts glauben. Auch ihnen sind am Karfreitag öffentliche Feiern außerhalb der eigenen Wohnung untersagt – selbst wenn solche Feiern die Andacht der Christen weder akustisch noch räumlich stören.
Der IBKA in NRW erklärt im achten Jahr in Folge am Karfreitag das Kino des Kölner Filmhaus zur „Religionsfreien Zone“ und setzt so ein Zeichen gegen staatlich verordnete Trauer. Für alle, die sich auch an diesem Tag weder das vernunftgeleitete Denken noch den Heidenspass verbieten lassen!

Es werden zwei Filme gezeigt:

19:00 Uhr - Der Sinn des Lebens - 1983
Die Satire der Komikergruppe Monty Python sucht in den verschiedensten Lebenslagen - vergeblich - den Sinn des Lebens zu finden.

21:30 Uhr - Das Leben des Brian - 1979
Der Monty-Python-Klassiker ist ein Plädoyer für die Meinungsfreiheit und stellt den Dogmatismus religiöser Gruppen satirisch in Frage.

Datenschutzverletzung zugunsten der Kirchen

Pressemitteilung vom 6. März 2015

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und die Fédération Nationale de la Libre Pensée haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin das Ende der derzeit gängigen Praxis gefordert, Daten nicht-religiöser Menschen an die Kirchen weiterzuleiten. Dies stelle ein Verletzung der Weltanschauungsfreiheit sowie der informationellen Selbstbestimmung dar. "Die Rasterfahndung kirchlicher Behörden muss umgehend beendet werden", sagte Carsten Frerk, der im IBKA das Projekt "Kirchen als politische Akteure" leitet.

Claude Singer von der Libre Pensé betonte, in Frankreich sei aufgrund des Gesetzes von 1905 zur Trennung von Kirchen und Staat kein Kirchenaustritt möglich. Die Kirche sei wie ein Fußballverein, und wem es nicht mehr gefalle, der zahle halt einfach keinen Beitrag mehr. Die Libre Pensée kämpfe schon seit langem für das Recht, sich auf Wunsch aus den Taufregistern löschen zu lassen.

Grenzenlose Kirchensteuer-Abzocke in Berlin

Wenn es darum geht, Menschen, die mit der Kirche nichts mehr zu tun haben wollen, doch noch irgendwie das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist die Kirchensteuerstelle Berlin sehr erfindungsreich. Bekannt sind Fälle, in denen neu Zugezogene aufgefordert wurden, ihren teilweise Jahrzehnte zurückliegenden Kirchenaustritt nachzuweisen. Wenn sie die Austrittsbescheinigung nicht mehr vorweisen konnten, wurden sie zur erneut zur Kasse gebeten und mussten zum zweiten Mal austreten.

Eine unangenehme Überraschung erleben auch Menschen aus Ländern ohne Kirchensteuer, die bei der Frage nach der Konfession beispielsweise „katholisch“ angeben und daraufhin feststellen, dass von ihrem Gehalt Kirchensteuer einbehalten wird.

Einen Schritt weiter ging die Kirchensteuerstelle Berlin nun bei beim Franzosen Thomas Bores, der bei seiner Anmeldung „keine Religion“ angegeben hatte: Sie fragte bei der Diözese in Frankreich nach und stellte fest, dass der Betreffende katholisch getauft worden war. Er hatte seit seiner Taufe als Kind, bei der nicht gefragt worden war, nie etwas mit der Kirche zu tun gehabt und war nun einigermaßen schockiert, als von seinem Gehalt Kirchensteuer einbehalten wurde.

Da es in Frankreich keine Kirchensteuer gibt, kann man auch nicht wie in Deutschland austreten. Es gibt jedoch die Möglichkeit, sich aus dem Taufregister streichen zu lassen. Um den Kirchenaustritt in Deutschland wird Bores allerdings nicht herum kommen, wenn er nicht weiter Kirchensteuer zahlen will. Auf seinem Blog hat er den Fall geschildert.

Atheisten-Preis "Sapio" geht an Bad-Religion-Sänger Greg Graffin

Preisverleihung am 23. Mai im Kölner Comedia-Theater

Pressemitteilung vom 11. Februar 2015

(Overath) "Greg Graffin ist den meisten Menschen seit über 30 Jahren als rebellischer Lead-Sänger der Punk Band 'Bad Religion' bekannt. Was die Wenigsten wissen: Er promovierte als Doktor der Philosophie an der Cornell University und lehrte Evolutionsbiologie an der University of California, Los Angeles" sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA. "Wir freuen uns ganz besonders in diesem Jahr unseren Preis während eines Festaktes in Köln an Greg Graffin überreichen zu dürfen. Unser Preisträger ist Autor des 2011 in deutscher Übersetzung erschienenen Buches 'Anarchie und Evolution - Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott'. Sein kommendes Werk trägt den Titel 'Population Wars'."

Laut Ponitka verleihe der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten seinen Preis 'Sapio' alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz, die Förderung vernunftgeleiteten Denkens wie auch nichtreligiöse kulturelle Angebote verdient gemacht haben.

Online-Petition gegen den §166

Von Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung und IBKA-Beiratsmitglied, wurde beim Deutschen Bundestag eine Petition gegen den Paragraphen 166 Strafgesetzbuch eingereicht. Dieser bedroht jene mit bis zu drei Jahren Haft, die Aussagen einer Religion oder eine Kirche „beschimpfen“ und damit den öffentlichen Frieden stören.

Im Effekt ist der Paragraph ein Zensurinstrument gegen Kirchen- und Religionskritik. Der IBKA fordert seit jeher seine Abschaffung. Wer diese Auffassung teilt, ist aufgefordert, sich auf der Seite der Petition unter die Mitzeichner einzureihen.

Pegida: Fremdenfeindlichkeit unter dem Deckmantel der Islamkritik

Pressemitteilung vom 07.01.2015

Zu den Pegida-Demonstrationen erklärt René Hartmann, Erster Vorsitzender des Bundes der Konfessionslosen und Atheisten:

Bei Pegida handelt es sich nicht um ein Eintreten gegen islamistische Gewalt und Intoleranz, sondern um schlecht verhüllte Fremdenfeindlichkeit.

Mit der Berufung auf das „Abendland“, das es zu verteidigen gelte, wird eine Abwehrhaltung gegenüber als „fremd“ empfundenen Religionen und Kulturen eingenommen. Es handelt sich folglich um das Gegenteil einer aufklärerischen und an Menschenrechten orientierten Religionskritik. Das ist auch insofern kein Zufall, als es sich um einen Versuch von Akteuren aus dem rechten Spektrum handelt, über ihre 'Szene' hinaus größere Bevölkerungskreise anzusprechen. Auch das verbale Bekenntnis zum Asylrecht für Flüchtlinge kann über die fremdenfeindliche Stoßrichtung von Pegida nicht hinwegtäuschen.

Rechtstradition fortgesetzt

Corinna Gekeler

Aus: IBKA Rundbrief Winter 2014/2015

Im Oktober räumte das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) einer katholischen Klinik ein derart weitreichendes Selbstbestimmungsrecht ein, das eine Wiederheirat als Kündigungsgrund zulässt. 2011 bewertete das Bundesarbeitsgericht (BAG) das Grundrecht auf Privatleben des betroffenen Arztes höher als das kirchliche Recht auf Religionsfreiheit und hob die Kündigung auf. Es folgte damit dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), der in einem ähnlichen Fall eines Kirchenmusikers das Fehlen einer solchen Abwägung als Menschenrechtsverletzung bezeichnete.

Für das Recht auf selbstbestimmtes Lebensende

Organisierte Sterbehilfe soll, wenn es nach den Kirchen und einigen Politikern geht, durch gesetzliche Verbote unterbunden werden. Hiergegen richtet sich mit Unterstützung prominenter Persönlichkeiten die Kampagne „Letzte Hilfe“, getragen von DGHS, gbs und IBKA. Zum Auftakt rollten Großplakate am 6. Oktober 2014 durch Berlin.

Mehr zum Thema:

Weitgehende Kriminalisierung von Sterbehilfe geplant

Atheistenverband gegen Kriminalisierung von Sterbehilfe

Politischer Leitfaden des IBKA: Selbstbestimmung