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Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse sowie Ihre Unterstützung des IBKA und wünschen Ihnen ein angenehmes Jahresende wie auch einen wunderbaren Start ins Jahr 2018!

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© Nico Meier/pixelio.de

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Herzlichen Dank!

Reli? ... und tschüss!

Religion ist kein Unterricht
© IBKA

An etlichen Schulen in Deutschland ist der klare Protest von Schülern und Eltern nötig, denn es gibt immer noch Schulleiter, die – teilweise offensichtlich absichtlich – gegen die bestehende Rechtsprechung verstoßen und Schülern, die sich vom Religionsunterricht abmelden wollen, Steine in den Weg legen. Rainer Ponitka schildert in seinem Artikel in der MIZ 3/17 einige Beispiele und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu widersetzen.

MIZ 3/17 erschienen

MIZ 3/17 Cover
© MIZ

Die vom IBKA herausgegebene Zeitschrift MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit) hat das Heft 3/17 mit dem Schwerpunkt „Mein Körper gehört… – Das Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung“ veröffentlicht.

Der Schwerpunkt widmet sich der grundlegenden Einschätzung, dass es im Ermessen der Frau liegen muss, ob und wann sie Kinder haben möchte. Differenziert wird betrachtet, ob das Recht auf Selbstbestimmung auch dann greift, sobald eine gewollt schwangere Frau erfährt, dass ihr Kind mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit behindert zur Welt kommen wird und sie sich dann für den Abbruch der Schwangerschaft entscheidet.

Inbesonders wird die unterschwellige Botschaft aus religiösen Kreisen kritisiert: Die Abtreibung eines möglicherweise behinderten Kindes sei kein Ausdruck der Selbstbestimmung sondern eine Spielart der Behindertenfeindlichkeit.

Weitere Beiträge u.a. zum „Luderjahr“ werden beigesteuert von Nicole Thies und Karsten Krampitz; Heinke Först erklärt, wo in Frankreich das Gesetz aus 1905 zur Trennung von Staat und Kirche einfach keine Gültigkeit hat; Rainer Ponitka steuert unter dem Titel „Reli? … und tschüss!“ einen Artikel mit Fallbeispielen bei, wie Schulleitungen (nicht nur) in Nordrhein-Westfalen immer noch die Nichtteilnahme am grundsätzlich freiwilligen Religionsunterricht behindern wollen und Rüdiger Vaas erläutert im Artikel „Die Misere des Glaubens“, dass Religion kein himmlisches Mysterium, sondern ein sehr diesseitiges Phänomen ist.

Mitglieder des IBKA erhalten die MIZ kostenfrei.

Religionsunterricht am Berufskolleg in NRW

Erschwernisse bei der Abmeldung von einem freiwilligen Fach

Reli? Und tschüss!
Foto/Montage © Margit Strott-Heinrich/Rolf Heinrich

Seit nunmehr zehn Jahren liegt der Schwerpunkt der Arbeit der AG Schule des IBKA in der Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern, wenn es in der Schule Probleme mit der Nichtteilnahme am konfessionellen Religionsunterricht geht.

Die meisten Beratungen waren und sind notwendig in der Primarstufe (Grundschule) sowie der Sekundarstufe I (bis incl. Klasse 10).

Doch auch in der Sekundarstufe II von Berufsschulen scheinen den Religionsunwilligen unangenehme Hürden in den Weg gestellt zu werden: seit nunmehr fünf Jahren berät die AG Schule Schüler des Düsseldorfer Berufkollegs "Elly-Heuss-Knapp Schule"; und gerade in den letzten Wochen häufen sich die Beschwerden der Schülerinnen und Schüler.

Da es unseriös scheint, sich vorgebrachte Vorwürfe hinsichtlich der Einschränkung des Grundrechts auf Religionsfreiheit sowie der unbedingten Freiwilligkeit des Religionsunterrichtes auf der Basis des "Hörensagen" zu Eigen zu machen, hat die AG Schule dem Schulleiter des Kollegs einen offenen Brief geschrieben, in der sie ihn zum Thema der Wahrung der unbedingt freiwilligen Teilnahme am Religionsunterricht bis zum 8. Januar 2018 um Stellungnahme bittet.

Der offene Brief steht hier als pdf zum download bereit.

Diskriminierungsschutz: EuGH könnte Kirchen in die Schranken weisen

Wer in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten möchte, von dem wird in aller Regel verlangt, Mitglied der Kirche zu sein. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sieht in §9 zu Gunsten der Kirchen weitreichende Ausnahmen vom Diskriminierungsverbot vor.

Diese Ausnahmen stehen nun auf dem Prüfstand, nachdem sie das Bundesarbeitsgericht dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorgelegt hat. Im konkreten Fall geht es um eine Bewerberin als Referentin für Antirassismus, die sich als Konfessionslose erfolglos beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung beworben hatte.

In seinem Schlussantrag (PDF) kommt der Generalanwalt am EuGH zu dem Ergebnis, dass die Kirchen nicht einfach selbst definieren können, ob für eine Tätigkeit die Mitgliedschaft in der Kirche erforderlich ist, sondern dass die nationalen Gerichte dies zu überprüfen haben.

Sollte der Gerichtshof hier dem Generalanwalt folgen, dürfte dies das Ende der deutschen Praxis bedeuten, dass unabhängig von der konkreten Tätigkeit von praktisch jeder/jedem Beschäftigen einer kirchlichen Einrichtung eine Mitgliedschaft in der Kirche verlangt wird. Man darf auf das Urteil gespannt sein.

(13.11.2017)

Den Bock zum Gärtner gemacht

Atheisten kritisieren öffentliche Förderung der Caritas-Beratungsstelle gegen Demokratiefeindlichkeit in Hildesheim

Pressemitteilung vom 10. Oktober 2017

Petra Bruns
Petra Bruns – Foto © IBKA

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Niedersachsen wendet sich gegen die Vergabe von öffentlichen Mitteln an die Caritas-Beratungsstelle „Radius“ gegen religiös begründete Radikalisierung und Demokratiefeindlichkeit.

„Der Kreistag und die Stadt Hildesheim erweisen sich einen Bärendienst durch die Vergabe von Mitteln an die Beratungsstelle ,Radius‘ in Trägerschaft der Caritas“, sagt Petra Bruns, Landessprecherin Niedersachsen des IBKA. „Alle demokratischen Errungenschaften der Moderne – wie Gleichberechtigung, Meinungs- und Religionsfreiheit – sind zum Teil unter Einsatz des Lebens gegen die Religionen erkämpft worden. So wird durch die Vergabe von Mitteln an den Sozial-Konzern der katholischen Kirche der Bock zum Gärtner gemacht.“

Auch sei unklar, weshalb öffentliche Mittel an einen Konzern vergeben werden, der schon in seiner Stellenausschreibung alle Nicht-Christen diskriminiert.

Bruns weiter: „Für ,Radius‘ werden explizit Mitarbeiter gesucht, die Mitglied in einer der christlichen Kirchen sind. Es stünde Stadt und Landkreis Hildesheim besser zu Gesicht, diese Diskriminierung Andersdenkender nicht zu unterstützen.“

Miteinander lernen im Religionsunterricht?

Die SPD-Fraktionsbeauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften Kerstin Griese hält gegenüber dem Deutschlandfunk den Religionsunterricht für wichtig, damit Kinder „miteinander und voneinander lernen“.

Da stellt sich doch die Frage, wie dafür ein Unterricht besonders geeignet sein soll, der die Kinder nach Konfessionen trennt? „Miteinander und voneinander lernen“ ist eigentlich nur möglich, wenn Kinder verschiedener Konfessionen gemeinsam über Religionene und Weltanschauungen unterrichtet werden.

Ein solcher Unterricht kann dann logischerweise auch nicht mehr konfessionsgebunden sein. Der Haken dabei: Ein solcher Unterricht rührt an einem Privileg der Kirchen. Und sowas geht aus Sicht kirchennaher Politiker natürlich gar nicht. Also bemüht man lieber jedes noch so unsinnige Argument, um das bestehende System zu verteidigen und versucht mit der Einrichtung eines islamischen Religionsunterrichts die Muslime in dieses System zu integrieren. Wohlgemerkt: Integriert werden sollen die islamischen Organisationen, die Kinder dagegen werden nach „ihrer“ Religion (sprich: der ihrer Eltern) getrennt.

Zeitschrift MIZ zur Bundestagswahl

Mit den religionspolitischen Aussagen in den Wahlprogrammen der Parteien befasst sich die vom IBKA herausgegebene Zeitschrift MIZ in Heft 2/17.

Neben einem Überblickartikel kommen Politiker aus den drei Parteien zu Wort, in denen es (offizielle oder inoffizielle) säkulare Bundesarbeitsgruppen gibt. Weitere Themen sind unter anderem der Mitgliederschwund bei den beiden großen christlichen Kirchen, die Finanzierung des Katholikentages in Münster 2018 sowie das "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" und seiner Folgen für Religionskritik in sozialen Netzwerken.

Weder Kreuz noch Kopftuch bei Gericht

Pressemitteilung vom 12.07.2017

(Oberursel) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, einen Eilantrag gegen das Verbot von Kopftüchern auf der Richterbank zurückzuweisen.

Porträt René Hartmann

„Die Entscheidung gegen das Kopftuch auf der Richterbank stärkt die weltanschauliche Neutralität der Justiz“, sagt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. „Folgerichtig erneuern wir unsere Forderung, Gerichtssäle weltanschaulich neutral zu gestalten und noch vorhandene Kreuze oder Kruzifixe zu entfernen.“

Ein Bürger, der mit der Justiz in Berührung komme, müsse darauf vertrauen können, dass diese sich jeglicher religiös-weltanschaulicher Beeinflussung enthalte.

„Ein Kruzifix im Gerichtssaal beeinträchtigt die weltanschauliche Neutralität in noch weniger entschuldbarer Weise, denn anders als beim Kopftuch kann hier nicht mit individueller Glaubensausübung argumentiert werden", ergänzt Hartmann.

NRW-Atheisten wollen bekenntnisfreie Regelschule

Pressemitteilung vom 11. Juli 2017

(Overath) Am vergangenen Samstag, dem 8. Juli 2017, sprach sich die nordrheinwestfälische Landesversammlung des IBKA (Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten) in Köln einstimmig für eine flächendeckende staatliche Regelschule in Form der bekenntnisfreien Schule aus.

„Die bekenntnisfreie Schule ist nach unserem Grundgesetz die Schule, in der der Religionsunterricht kein ordentliches Lehrfach ist, also nicht aus den Taschen aller Steuerpflichtigen bezahlt wird“, sagt Landessprecher Rainer Ponitka. „Der konfessionelle Religionsunterricht ist ein Privileg der Glaubensgemeinschaften, die hierüber ausnahmsweise in den staatlichen Bereich wirken dürfen. Dieses Privileg bereitet enorme Probleme – wie die separate Unterrichtung der Lernenden nach Glaubensangehörigkeit, die rechtswidrige Beaufsichtigung der Nichtreligiösen zur Zeit des Religionsunterrichtes, z.B. im Unterricht anderer Klassen, sowie immense Kosten für die Lehrerausbildung nebst Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur.“