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Plakataktion klärt Berlin über Kirchenfinanzen auf

Pressemitteilung vom 21.09.2011

Konfessionsfreie schalten im Rahmen des ‚Kirchenaustrittsjahres‘ Großplakate, die den Blick der Berlinerinnen und Berliner auf die kirchlichen Finanzen lenken sollen. Das Plakat wird zum Papstbesuch die Berliner Straßen zieren und zeigt dabei ein Bild des Künstlers Jacques Tilly. Es ist zu sehen, wie ein Kleriker sich mit Geldsäcken auf die Arche Noah gerettet hat, während hilfesuchende Menschen in den Fluten untergehen.

"Das Bild ist provokant, trifft aber den Kern des Problems. Den Großteil der eingenommenen Steuern verwenden die Kirchen für eigene Zwecke, in erster Linie für Personalkosten. Für öffentliche soziale Zwecke geben sie nur etwa zehn Prozent der Kirchensteuereinnahmen aus. Gleichzeitig erhalten sie rund 19 Milliarden Euro jährlich an staatlichen Zuschüssen“, erklärt Rainer Ponitka, Pressesprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). „Angesichts leerer öffentlicher Kassen fordern wir die Politik auf, diese Situation zu beenden.“

Internationale atheistische Tagung

Die atheistische Perspektive: national, regional, global. Köln, 25.-27.Mai 2012

Veranstaltungsbericht

Nachfolgeveranstaltung: Internationale atheistische Tagung 2015

Facebook Die Tagung bei Facebook

Es geht aufwärts mit dem Atheismus. Mehr und mehr Menschen organisieren sich in säkularen Gruppen. Das Jahr 2012 wird mit der Zahl atheistischer und humanistischer Konferenzen einen weltweiten Rekord aufstellen. Nicht zuletzt die Veröffentlichungen der "Four Horsemen" (Richard Dawkins, Daniel Dennett, Sam Harris und der kürzlich verstorbene Christopher Hitchens) haben in den letzten Jahren über den englischsprachigen Raum hinaus Beachtung gefunden und Säkularisten auf der ganzen Welt ermutigt, für ihre Überzeugungen einzutreten.

Wie geht es weiter? Kann die säkulare Bewegung eine weltweite Kraft werden, die dem Machtanspruch der organisierten Religionen wirksam entgegentritt? Mit dieser und anderen Fragen wird sich die Tagung vom 25. bis zum 27. Mai in Köln befassen.

In Deutschland nahm vor fünfhundert Jahren die Reformation ihren Anfang, die die Herrschaft des Katholizismus in großen Teilen Europas beendet hat. Der mit ihr verbundende geistige Aufbruch erstarrte jedoch bald und mündete in ein bikonfessionelles System, das Deutschland für Jahrhunderte seinen Stempel aufgedrückt hat. Die kulturelle Zweiteilung in Katholizismus und Protestantismus ist in der sogenannten westlichen Welt bis heute spürbar.

Protestmarsch für ein säkulares Europa

London, Samstag, 17. September 10:30 Uhr

Die Atheist Alliance International unterstützt den Protestmarsch.
Supporting secularism: the approach that treats all citizens equally (AAI-Pressemitteilung)

Fotos vom Demonstrationszug

Atheistenverband kritisiert Urteil zum Arbeitsrecht in kirchlichen Einrichtungen

Handeln der Politik gefordert

Pressemitteilung vom 13.09.2011

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert das Urteil des Bundesarbeitsgerichts, in dem es um die Kündigung eines Arztes in einem katholischen Krankenhaus wegen Wiederverheiratung ging. Das Gericht hatte die Kündigung zwar aufgehoben, sie grundsätzlich jedoch für zulässig erklärt.

"Zwar hatte die Kündigung im konkreten Fall keinen Bestand. Dennoch ist das Urteil aus Sicht nichtreligiöser Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inakzeptabel", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.

"Die Tätigkeit eines Arztes – auch eines Chefarztes – hat nichts mit der Verkündigung eines Glaubens zu tun. Daher ist es nicht gerechtfertigt, aus dem Verhalten im privaten Bereich einen Kündigungsgrund abzuleiten."

Kritik an Kauders Forderung nach Mission

Atheisten: Trend zur Säkularisierung anerkennen

Pressemitteilung vom 01.09.2011

René Hartmann, Erster Vorsitzender vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich gegen die Forderung von Volker Kauder nach mehr Mission. "Immer weniger Menschen fühlen sich von dogmatischer Religion angesprochen, was in einer zunehmenden Abkehr von den christlichen Kirchen seinen Ausdruck findet. Die CDU sollte diese Entwicklung als Ergebnis weltanschaulicher Selbstbestimmung respektieren."

Schwulem Schützenkönig droht Disqualifikation

Ein trauriges Beispiel für die ausgrenzenden Moralvorstellungen katholischer Vereine und Organisationen findet sich zur Zeit in Münster: Der Schützenkönig Dirk Winter des Münsteraner Vereins St.-Wilhelmini-Kinderhaus soll nicht am Bundesschießen, für das er sich qualifiziert hat, teilnehmen dürfen - aufgrund seiner Homosexualität.

Konfessionslosenverband: Schüler von Reli abmelden

Pressemitteilung vom 10.08.2011

(Lindlar) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) rät Eltern, Erstklässler vom konfessionellen Religionsunterricht abzumelden. Er widerspricht damit einem Aufruf des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst, in dem dieser erklärt, Kinder hätten ein Recht auf Religion und damit auf den Religionsunterricht.

„Der konfessionelle Religionsunterricht vermittelt keine allgemeinen Kenntnisse über Religionen“, sagt Rainer Ponitka, Sprecher der AG Schule des IBKA. „Seine Aufgabe ist es, die Glaubenssätze der jeweiligen Religion als bestehende Wahrheit zu vermitteln. Sein Zweck ist nicht die Vermittlung von Wissen, sondern Indoktrination.“

Atheisten kritisieren Leugnung des christlichen Fundamentalismus

Pressemitteilung vom 29.07.2011

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich scharf gegen die Aussage von Thomas Goppel (CSU), wonach es keine fundamentalistischen Christen geben könne.

"Goppel zeichnet ein idealisiertes Bild des Christentums, das mit der globalen Realität wenig zu tun hat", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.

NRW-Atheisten fordern weltanschaulich neutrale Schule

Pressemitteilung vom 28.07.2011

(Lindlar) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Nordrhein-Westfalen verurteilt den Verweis einer muslimischen Drittklässlerin von einer evangelischen Grundschule in Mönchengladbach.

"Der IBKA fordert die Abschaffung der staatlichen Konfessionsschulen zugunsten eines flächendeckenden Angebotes weltanschaulich neutraler Schulen", sagt IBKA-NRW-Sprecher Rainer Ponitka. "Schülerinnen und Schüler an staatlichen Bekenntnisschulen in NRW werden aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld geworfen, sobald sie sich gegen die Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden. Religion und religiöse Unterweisung haben nur noch einen geringen Stellenwert in der Gesellschaft. Die Werte des modernen Zusammenlebens wie Demokratie, Meinungsfreiheit und Menschenrechte sind gegen Religion und Kirche erstritten worden. Die Ablehnung von Schülerinnen und Schülern aufgrund ihres Glaubens ist ein Relikt aus der Zeit der Glaubenskriege und hat an Schulen des demokratischen Staates nichts verloren."

Plakataktion wirbt für Kirchenaustritt

Das Kirchenaustrittsjahr geht in die nächste Runde. Für die Zeit des Papstbesuches wurden Flächen für Plakate in Berlin gebucht. An rund 20 Orten in Berlin soll damit für den Kirchenaustritt geworben und gleichzeitig gegen das Finanzgebaren der Kirchen (und des Staates) protestiert werden.

Für die Aktion konnte der renommierte Künstler Jacques Tilly gewonnen werden, der eine wunderbar bissige Version der Arche Noah beigesteuert hat. Damit die Aktion auch wirklich stattfinden kann, brauchen wir jedoch noch Spendengelder. 7.000 Euro sind notwendig, um den Papst in Berlin gebührend zu empfangen.

Weitere Informationen und Online-Spendenmöglichkeit