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Vertrag zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN

9.Wahlperiode

Drucksache 9/3352
06.04.1984

Gesetzentwurf

der Landesregierung

Gesetz
zu dem Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl

A Problem

Auf dem Gebiet des Hochschulwesens und der Lehrerbildung hat das Land im Laufe der letzten Jahre Strukturveränderungen vorgenommen. Diese Veränderungen betreffen auch die Pflege und Entwicklung der Katholischen Theologie an den wissenschaftlichen Hochschulen des Landes sowie die Lehrerbildung für das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre. Die staatlichen Strukturveränderungen berühren auch Interessen der Katholischen Kirche im Lande Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich um Interessen, die verfassungsrechtlich und vertragsrechtlich anerkannt sind.

B Lösung

Die Rechtslage wird im Rahmen der bisher schon bestehenden Regelungen durch eine Fortschreibung des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni1929 und durch eine Einbeziehung von bisher in dem Notenwechsel zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland vom 21./22. April 1969 geregelten Angelegenheiten an die veränderten Verhältnisse angepaßt.

Zugleich wird die Vereinbarung von 1969 aufgehoben.

C Alternativen

Keine.

D Kosten

Auf Grund von Artikel VIII Abs. 1 Satz 2 entstehen Kosten in Höhe dessen, was der Haushaltsgesetzgeber auf Grund der vertraglichen Verpflichtung des Landes jährlich als angemessene Zuschüsse im Sinne von Artikel VIII Abs. 1 Satz 2 zu den Personal- und Betriebskosten im Haushaltsplan festlegt. Es ist davon auszugehen, daß das in den Jahren 1984 bis 1986 jährlich ein Betrag von 1 Mio. DM sein wird. Da bereits auf Grund der entsprechenden Regelung in dem Notenwechsel vom 21./22. April 1969 den (Erz-)Bistümern der Katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen ein Zuschuß in Höhe von 1 Mio. DM zu den Kosten gewährt wird, die ihnen durch Lehrerfortbildung entstehen, hat der Vertrag mit Sicherheit bis 1986 keine kostensteigernden Auswirkungen.

E Zuständigkeit

Zuständig ist der Kultusminister, beteiligt sind der Ministerpräsident, der Finanzminister und der Minister für Wissenschaft und Forschung.

Gesetz

zu dem Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl

Artikel 1

(1) Dem in Düsseldorf am 26. März 1984 unterzeichneten Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl sowie dem dazugehörigen Schlußprotokoll vom selben Tage wird zugestimmt.

(2) Der Vertrag und das Schlußprotokoll werden nachstehend veröffentlicht.

Artikel 2

Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Der Tag, an dem der Vertrag und das Schlußprotokoll nach Artikel XI des Vertrages in Kraft treten, ist im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen bekanntzumachen.


Anlage

zu dem Gesetzentwurf der Landesregierung

GESETZ

zu dem Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl

VERTRAG

zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl.

CONVENZIONE

fra la Santa Sede e il Land Nordreno-Westfalia.

Die Entwicklung im Bereich des Hochschulwesens seit dem Inkrafttreten des Hochschulrahmengesetzes vom 26. Januar 1976 und die Zusammenführung der Pädagogischen Hochschulen mit den anderen wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen haben die Vertragschließenden bewogen, auf der Grundlage der bestehenden vertraglichen Bindungen eine Übereinkunft über die Anwendung des Artikels 12 Abs. 1 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 und des Schlußprotokolls zu Artikel 12 Abs. 1 Satz 2 dieses Vertrages zu treffen und zugleich den Notenwechsel zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerausbildung vom 21./22. April 1969 durch eine neue Regelung zu ersetzen. Lo sviluppo verificatosi nell'ambito dell'educazione superiore in seguito alla entrata in vigore della legge-quadro sulle Alte Scuole (Hochschulen) del 26 gennaio 1976 e all'unione delle Alte Scuole pedagogiche con le altre Alte Scuole scientifiche del Land Nordreno-Westfalia, ha indotto le Parti Contraenti ad addivenire - sulla base dei vigenti vincoli pattizi - ad una intesa sull'applicazione deIl'articolo 12, capoverso 1 della Convenzione fra la Santa Sede e la Prussia del 14 giugno 1929 nonchè del relativo Protocollo Finale circa l'articolo 12, capoverso 1, periodo 2 e, al contempo, a sostituire allo scambio di Note del 21/22 aprile l969 su questioni di formazione magistrale fra il Ministro-Presidente del Land Nordreno-Westfalia ed il Nunzio Apostolico in Germania, una nuova regolamentazione.

Zu diesem Zweck haben

DER HEILIGE STUHL,

vertreten durch seinen Bevollmächtigten, den Apostolischen Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland, Seine Exzellenz Herrn Guido Del Mestri, Titularerzbischof von Tuscamia,

A tal fine,

LA SANTA SEDE,

rappresentata dal suo Plenipotenziaro, Sua Eccellenza Mons. Guido Del Mestri, Arcivescovo titolare di Tuscamia, Nunzio Apostolico nella Repubblica Federale di Germania,

und

DAS LAND NORDRHEIN-WESTFALEN,

vertreten durch den Ministerpräsidenten, Herrn Johannes Rau,

e

IL LAND NORDRENO-WESTFALIA,

rappresentato dal Signor Johannes Rau, Ministro-Presidente,

nachstehenden Vertrag geschlossen:

hanno concluso la seguente Convenzione:

Artikel I

Pflege und Entwicklung der Katholischen Theologie durch Forschung, Lehre und Studium gehören zum Auftrag wissenschaftlicher Hochschulen des Landes.

Articolo I

L'impegno di coltivare e promuovere la Teologia cattolica attraverso la ricerca, l'insegnamento e lo studio, fa parte del compito delle Alte Scuole scientifiche del Land.

Artikel II

(1) Für die wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen bleiben im Land Nordrhein-Westfalen die katholisch-theologischen Fachbereiche an den Universitäten Bochum, Bonn und Münster bestehen. Die Bestimmungen des Artikels 12 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 und des dazugehörenden Schlußprotokolls erstrecken sich auch auf den katholisch-theologischen Fachbereich der Universität Bochum.

Articolo II

(1) Per la formazione scientifica degli ecclesiastici rimangono conservati, nel Land Nordreno-Westfalia, i Dipartimenti di Teologia cattolica delle Università di Bochum, Bonn e Münster. Le disposizioni dell'articolo 12 della Convenzione fra la Santa Sede e la Prussia dcl 14 giugno 1929 e del rispettivo Protocollo Finale si estendono anche al Dipartimento di Teologia cattolica dell'Università di Bochum.

(2) Für die wissenschaftliche Ausbildung in Katholischer Theologie zum Erwerb der Befähigung zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts gewährleistet das Land den jeweiligen fachlichen Anforderungen entsprechend ein ausreichendes und regional ausgewogenes Lehrangebot durch entsprechende Studiengänge.

Vor Einführung, Änderung oder Aufhebung dieser Studiengänge ist das Benehmen mit dem Bischof, in dessen Diözese die betroffene Hochschule ihren Sitz hat, herzustellen.

(2) Per la formazione scientifica in Teologia cattolica ai fini del conseguimento dell'idoneità ad insegnare religione cattolica, il Land garantisce, in conformità alle specifiche esigenze in materia, un insegnamento sufficiente, proporzionato alle esigenze regionali, attraverso appositi curriculi. Prima di introdurre, modificare o sopprimere tali curriculi si deve prendere contatto col Vescovo della diocesi in cui ha sede l'Alta Scuola interessata.

Artikel III

(1) Für Professoren der Katholischen Theologie außerhalb der katholisch-theologischen Fachbereiche gelten die in Artikel 12 Abs. 1 Satz 2 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 und dem dazugehörenden Schlußprotokoll vereinbarten Regelungen entsprechend.

Articolo III

(1) Per i professori di Teologia cattolica al di fuori dei Dipartimenti di Teologia cattolica si applicano parimenti le disposizioni stabilite nell'articolo 12, capoverso 1, periodo 2 della Convenzione fra la Santa Sede e la Prussia dcl 14 giugno 1929 e del relativo Protocollo Finale.

(2) Bei der Besetzung von Stellen für Professoren der Katholischen Theologie außerhalb der katholisch-theologischen Fachbereiche ist der Berufungsvorschlag von einer Berufungskommission vorzubereiten, der als Professoren nur solche der Katholischen Theologie angehören dürfen. Die weiteren Mitglieder der Berufungskommission müssen wissenschaftliche Mitarbeiter oder Studenten im Fach Katholische Theologie sein und der Katholischen Kirche angehören. Die Berufungskommission hat das Recht, sich mit dem zuständigen Bischof ins Benehmen zu setzen.

(2) Per la nomina a posti di professori di Teologia cattolica fuori dci Dipartimenti di Teologia cattolica, la proposta di chiamata deve essere preparata dall'apposita commissione, della quale possono far parte come professori soltanto professori di Teologia cattolica. I rimanenti membri della commissionc devono essere collaboratori scicntifici o studenti di Teologia cattolica cd appartenere alla Chicsa cattolica. La commissionc ha il diritto di consultarsi con ii Vescovo competente.

(3) Sollen Lehraufgaben in Katholischer Theologie außerhalb der katholisch-theologischen Fachbereiche selbständig von Personen wahrgenommen werden, die nicht als Professor der Katholischen Theologie bestellt worden sind, ist Absatz 1 entsprechend anzuwenden.

(3) Il capoverso 1 si applica analogamente quando compiti d'inscgnamento della Teologia cattolica sono svolti in forma autonoma al di fuori dci relativi Dipartimenti da persone che non sono state assunte come professori di Teologia cattolica.

Artikel IV

Die Berufung als Professor für Katholische Theologie setzt voraus:

Articolo IV

La nomina a Professore di Tcologia cattolica presuppone:

1. ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie;

1. la conclusione degli studi di Teologia cattolica,

2. besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit, die durch die Qualität einer Promotion in Katholischer Theologie oder, wenn es der fachlichen Besonderheit des zu vertretenden Lehrgebiets entspricht, in einer verwandten Disziplin nachgewiesen wird;

2. particolare attitudine al lavoro scientifico, comprovato dalla qualità di una laurea in Teologia cattolica, oppure - qualora ciò corrisponda alla particolarità dclla specialità considcrata - in una disciplina affine,

3. die Habilitation in Katholischer Theologie oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen innerhalb oder außerhalb des Hochschulbereichs.

3. l'abilitazione all'insegnamento universitario della Teologia cattolica, oppure equivalenti lavori scientifici, anche se compiuti fuori dell'ambito universitario.

Artikel V

(1) Der zuständige Minister wird Studien-, Prüfungs- und Habilitationsordnungen der Hochschulen in Katholischer Theologie erst genehmigen, wenn zuvor durch Anfrage bei dem Bischof, in dessen Diözese die Hochschule ihren Sitz hat, festgestellt worden ist, daß Einwendungen nicht erhoben werden.

Articolo V

(1) Il Ministro competente approverà i regolamenti delle Alte Scuole per gli studi, per gli esami e per l'abilitazione in Teologia cattolica solo dopo che sia stato accertato, con domanda al Vescovo della diocesi in cui è situata l'Alta Scuola, che non vengono sollevate obiezioni.

(2) Der zuständige Minister wird staatliche Prüfungsordnungen für Lehrämter, soweit sie das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre betreffen, erst erlassen, wenn er zuvor durch Anfrage bei den Diözesanbischöfen festgestellt hat, daß Einwendungen nicht erhoben werden.

(2)Il Ministro competente emanerà i regolamenti statali per gli esami magistrali, in quanto concernenti la materia «insegnamento della religione cattolica», solo dopo aver accertato, consultando i Vescovi diocesani, che non vengono sollevate obiezioni.

Artikel VI

(1) Vor der Bestellung zum Fachleiter für das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre an einem Seminar im Rahmen des Vorbereitungsdienstes wird sich die zuständige staatliche Behörde mit dem Bischof, in dessen Diözese das Seminar seinen Sitz hat, ins Benehmen setzen.

Articolo VI

(1) Prima di nominare il direttore del corso «insegnamento della religione cattolica» in un seminario nel quadro del tirocinio pratico, l'Autorità statale competente prenderà contatto con il Vescovo nella cui diocesi il seminario ha sede.

(2) Mitglieder eines staatlichen Prüfungsamtes für das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre werden vom zuständigen Minister im Benehmen mit dem Bischof, in dessen Diözese das staatliche Prüfungsamt seinen Sitz hat, bestellt. Für Personen, die selbständig Lehraufgaben in Katholischer Theologie an einer Hochschule des Landes wahrnehmen, gilt das Benehmen als hergestellt.

(2) I membri dell'ufficio statale per gli esami della materia «insegnamento della religione cattolica» saranno nominati dal Ministro competente dopo aver preso contatto col Vescovo della diocesi in cui I'ufficio stesso ha sede. Una intesa si presume esistente per le persone che assolvono in modo autonomo compiti d'insegnamento di Teologia cattolica in un'Alta Scuola del Land.

(3) Personen nach Absatz 1 und Absatz 2 müssen im Besitz der kirchlichen Bevollmächtigung (missio canonica) sein.

(3) Le persone di cui ai capoversi 1 e 2 dovranno essere in possesso della «missio canonica».

Artikel VII

Die Erteilung des katholischen Religionsunterrichts setzt den Besitz der kirchlichen Bevollmächtigung (missio canonica) voraus. Im Hinblick darauf wird einem Beauftragten des Bischofs, in dessen Diözese das staatliche Prüfungsamt seinen Sitz hat, Gelegenheit gegeben, bei den mündlichen Prüfungen und der Unterrichtsprobe im Rahmen der staatlichen Lehramtsprüfungen für das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre anwesend zu sein.

Articolo VII

L'insegnamento della religione cattolica presuppone il possesso della «missio canonica». In considerazione di ciò, un incaricato del Vescovo della diocesi in cui ha sede l'ufficio statale per gli esami avrà la possibilitä di assistere agli esami orali ed alla prova didattica nel quadro degli esami magistrali statali, per la materia «insegnamento della religione cattolica».

Artikel VIII

(1) Betreiben die Diözesen in Nordrhein-Westfalen Lehrerfortbildung, so wird das Land Lehrern im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten Gelegenheit zur Teilnahme geben. Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ist freiwillig. Das Land wird angemessene Zuschüsse zu den Personal- und Betriebskosten gewähren.

Articolo VIII

(1) Qualora le diocesi nel Nordreno-Westfalia diano dei corsi di perfezionamento magistrale, il Land offrirà agli insegnanti, nel quadro delle possibilità di servizio, l'occasione di parteciparvi. La partecipazione ai corsi di perfezionamento è facoltativa. II Land concederà adeguati sussidi alle spese di personale e di funzionamento.

(2) Falls keine ausreichende Zahl an Lehrern zur Erteilung des katholischen Religionsunterrichts zur Verfügung steht, können die Diözesen im Einvernehmen mit dem Land Vorbereitungskurse zur Ablegung der staatlichen Erweiterungsprüfung im Fach Katholische Religionslehre anbieten.

(2) Nel caso ehe non sia disponibile un numero sufficiente di maestri per l'insegnamento della religione cattolica, le diocesi, d'intesa col Land, possono offrire corsi di preparazione all'esame statale complementare per la materia «insegnamento della religione cattolica».

(3) Das Nähere wird durch Vereinbarung zwischen der Landesregierung und den (Erz-)Bistümern in Nordrhein-Westfalen geregelt.

(3) I particolari saranno regolati d'intesa fra il Governo del Land e le arcidiocesi e diocesi nel Land Nordreno-Westfalia.

Artikel IX

Der Notenwechsel zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerausbildung vom 21./22. April 1969 wird durch diesen Vertrag ersetzt.

Articolo IX

Lo scambio di Note del 21/22 aprile 1969 fra il Ministro-Presidente del Land Nordreno-Westfalia ed il Nunzio Apostolico in Germania su questioni di formazione magistrale viene sostituito dalla presente Convenzione.

Artikel X

(1) Über alle Fragen, die sich aus den Bestimmungen dieses Vertrages ergeben, werden die Vertragschließenden in Fühlung bleiben. Sie werden in Zukunft zwischen ihnen entstehende Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung einer Bestimmung dieses Vertrages auf freundschaftliche Weise beseitigen.

Articolo X

(1) Per tutte le questioni risultanti dalle disposizioni della presente Convenzione, le Parti Contraenti rimarranno in contatto. Divergenze di opinione che sorgessero in avvenire tra di esse circa I'interpretazione di qualche disposizione della presente Convenzione saranno eliminate in via amichevole.

(2) Falls gesetzliche Bestimmungen geändert werden sollen und hierdurch die Durchführung dieses Vertrages berührt wird, werden die Vertragschließenden mit dem Ziel einer freundschaftlichen Verständigung Verhandlungen über eine Anpassung dieses Vertrages führen.

(2) Nel caso che dovessero essere modificate disposizioni di legge, e con ciò esser toccata l' esecuzione della presente Convenzione, le Parti contraenti condurranno trattative per aggiornarla allo scopo di giungere ad una intesa amichevole.

Artikel XI

Dieser Vertrag, dessen deutscher und italienischer Text gleiche Kraft haben, bedarf der Ratifikation. Er tritt am ersten Tag des auf den Tag des Austauschs der Ratifikationsurkunden folgenden Monats in Kraft.

Articolo XI

Questa Convenzione, il cui testo italiano e tedesco fanno medesima fede, dovrà essere ratificata. Entrerà in vigore il primo giorno del mese successivo aIla data dello scambio degli strumenti di ratifica.

Geschehen in doppelter Urschrift

Düsseldorf, 26. März 1984

gez. Johannes Rau

Fatto in doppio originale

Düsseldorf, 26 marzo 1984

gez. Guido Del Mestri


SCHLUSSPROTOKOLL

Bei der Unterzeichnung des am heutigen Tage geschlossenen Vertrages zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl haben die ordnungsgemäß bevollmächtigten Unterzeichneten folgende Erklärungen abgegeben, die einen Bestandteil des Vertrages bilden:

PROTOCOLLO FINALE

Al momento di procedere alla firma della Convenzione oggi conchiusa fra la Santa Sede e il Land Nordreno-Westfalia i sottoscritti Plenipotenziari, dovutamente autorizzati hanno fatto le seguenti dichiarazioni che ne formano parte integrante:

Zu Artikel I

Die Vertragschließenden sind sich darüber einig, daß Katholische Theologie an staatlichen Hochschulen aufgrund des Einvernehmens zwischen Staat und Kirche gemäß den Bestimmungen der Verträge zwischen Staat und Kirche in Bindung an das Lehramt der Katholischen Kirche gelehrt wird. In Auswirkung von Artikel 12 Abs. 1 Satz 2 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 gelten für das Verhältnis der katholisch-theologischen Fachbereiche an den staatlichen wissenschaftlichen Hochschulen im Land Nordrhein-Westfalen zur kirchlichen Behörde zur Zeit des Vertragsabschlusses die Apostolische Konstitution "Sapientia Christiana" vom 15. April 1979 sowie die hierzu erlassenen Verordnungen vom 29. April 1979 und Dekrete vom 1. Januar 1983, soweit sich nicht aus den Verträgen eine anderweitige Regelung ergibt.

Circa l'articolo I

Le Parti Contraenti sono d'accordo che, nelle Alte Scuole statali, la Teologia cattolica va insegnata, in base all'intesa tra Chiesa e Stato, in conformità alle disposizioni delle Convenzioni fra Chiesa e Stato, in adesione al Magistero della Chiesa cattolica. In applicazione dell' articolo 12, capoverso 1, periodo 2 della Convenzione fra la Santa Sede e la Prussia del 14 giugno 1929, al momento della stipulazione della presente Convenzione sono in vigore, per regolare i rapporti dei Dipartimenti di Teologia cattolica presso le Alte Scuole scientifiche statali con l'Autorità ecclesiastica, la Costituzione Apostolica «Sapientia Christiana» del 15 aprile 1979, nonchè le relative Norme Applicative del 29 aprile 1979 e i Decreti del 1o gennaio 1983, in quanto dalle Convenzioni non risulti una regolamentazione diversa.

Zu Artikel II Abs. 1

Der Notenwechsel zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland vom 20./29. Dezember 1967 über die Katholisch-Theologische Abteilung der Ruhr-Universität Bochum bleibt im übrigen unberührt.

Circa l'articolo II, capoverso 1

Non viene toccato, per il resto, lo scambio di Note fra il Ministro-Presidente del Land Nordreno-Westfalia e il Nunzio Apostolico in Germania del 20/29 dicembre 1967 circa il Dipartimento di Teologia cattolica dell'Università della Ruhr in Bochum.

Zu Artikel II Abs. 2

Es besteht Einvernehmen, daß Studiengänge für Katholische Religionslehre für die einzelnen Lehrämter in unterschiedlicher Zahl im Lande angeboten werden können und daß das gegenwärtige Angebot an Studienorten und Studiengängen für Katholische Religionslehre den Anforderungen des Artikels II Abs. 2 entspricht.

Circa 1'articolo II, capoverso 2

Si è d'accordo che per l'insegnamento della religione cattolica puö essere offerto nel Land un diverso numero di curriculi secondo le singole categorie di insegnamento, e che la presente offerta di luoghi e di corsi di studio per l'insegnamento della religione cattolica corrisponde alle esigenze dell'articolo II, capoverso 2.

Zu Artikel II und Artikel III

Die Bestimmungen des Schlußprotokolls zu Artikel 12 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 finden auf selbständig Lehrende in Katholischer Theologie, die nicht Priester sind, entsprechende Anwendung; an die Stelle der Erfordernisse des priesterlichen Lebenswandels treten in diesen Fällen die Erfordernisse eines Lebenswandels nach den Ordnungen der Katholischen Kirche.

Circa gli articoli II e III

Le disposizioni del Protocollo Finale circa l'articolo 12 della Convenzione fra la Santa Sede e la Prussia del 14 giugno 1929 si applicano parimenti agli insegnanti responsabili di Teologia cattolica che non siano sacerdoti; in tali casi, al posto delle esigenze della condotta sacerdotale, subentrano le esigenze di una condotta conforme alle norme della Chiesa cattolica.

Zu Artikel IV Nr. 1

Für die Anforderungen an ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie gelten die einschlägigen kirchlichen Vorschriften. Diese sind zur Zeit des Vertragsabschlusses die Apostolische Konstitution "Sapientia Christiana" vom 15. April 1979 sowie die gemäß Artikel 10 dieser Konstitution erlassenen Verordnungen vom 29. April 1979. Auf den Nachweis des abgeschlossenen Studiums der Katholischen Theologie werden gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen erbracht worden und die nach den einschlägigen Studien- und Prüfungsordnungen für das Studium der Katholischen Theologie erforderlich sind, von Amts wegen angerechnet. Die Feststellung über die Gleichwertigkeit trifft die nach Hochschulsatzung zuständige Stelle.

Circa 1'articolo IV, n. 1

I requisiti per la conclusione dello studio della Teologia cattolica sono stabiliti dalle relative prescrizioni ecclesiastiche. Queste consistono, al momento della stipulazione della presente Convenzione, nella Costituzione Apostolica «Sapientia Christiana» del 15 aprile 1979 nonchè nelle Norme Applicative del 29 aprile 1979 rilasciate a norma dell' articolo 10 della medesima Costituzione. Per comprovare la conclusione dello studio della Teologia cattolica si tiene conto d'ufficio di equivalenti studi ed esami compiuti in altri curriculi, richiesti dalle relative regolamentazioni in materia di studi ed esami per la Teologia cattolica. La costatazione dell'equivalenza appartiene alI'organo competente secondo gli statuti dell'Alta Scuola.

Zu Artikel VIII

Die Fragen hinsichtlich der Berücksichtigung der Erfordernisse der katholischen Bekenntnisschule in der Lehrerausbildung werden mit den (Erz-)Bistümern in Nordrhein-Westfalen geregelt.

Circa l'articolo VIII

Le questioni relative alla presa in considerazione delle esigenze della scuola confessionale cattolica nella formazione dei maestri, saranno regolate con le arcidiocesi e diocesi dcl Land Nordreno-Westfalia.

Düsseldorf, 26. März 1984

gez. Johannes Rau

Düsseldorf, 26 marzo 1984

gez. Guido Del Mestri

Begründung

A Allgemeines

Der Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Heiligen Stuhl (Anlage) ist ein Vertrag im Sinne von Artikel 23 der Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen. Er regelt Fragen, die sich auf dem Gebiet der Pflege und der Entwicklung der Katholischen Theologie an den wissenschaftlichen Hochschulen des Landes sowie der Lehrerbildung für das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre durch Strukturveränderungen ergeben haben, die das Land im Laufe der letzten Jahre auf dem Gebiet des Hochschulwesens und der Lehrerbildung vorgenommen hat. Er trägt im einzelnen für das Verhältnis des Landes zu der Katholischen Kirche den relevanten Veränderungen Rechnung, die sich im Hochschulbereich seit dem Inkrafttreten des Hochsehulrahmengesetzes vom 26. Januar 1976 und durch das Gesetz über die Zusammenführung der Pädagogischen Hochschulen mit den anderen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 19. Dezember 1978 (in der Fassung vom 29. Januar 1980) ergeben haben. Auf der Grundlage der bestehenden vertraglichen Bindungen wird eine Übereinkunft über die Anwendung des Artikels 12 Abs. 1 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 und des Schlußprotokolls zu Artikel 12 Abs. 1 Satz 2 dieses Vertrages getroffen. Zugleich werden Regelungen aufgenommen, die durch den Notenwechsel zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerausbildung vom 21.22. April 1969 getroffen worden sind.

Dies geschieht aus Gründen des Sachzusammenhangs und im Interesse der Rechtsklarheit. Der Vertrag ersetzt den Notenwechsel von 1969.

Nach Artikel 23 der Landesverfassung ist zur Änderung geltender Verträge mit der Katholischen Kirche und zum Abschluß neuer Verträge außer der Zustimmung der Vertragspartner ein Landesgesetz erforderlich.

B Im Einzelnen

Zu Artikel I

Artikel I bringt das Einvernehmen zwischen dem Land und dem Heiligen Stuhl darüber zum Ausdruck, daß Pflege und Entwicklung der Katholischen Theologie im Verband der Wissenschaften an staatlichen wissenschaftlichen Hochschulen ein Teil der Wissenschaftsaufgabe des Staates ist. Er impliziert das Einverständnis des Heiligen Stuhles damit, daß Land oder Hochschule Forschung, Lehre und Studium organisieren, soweit nicht durch Staatskirchenvertrag eine kirchliche Mitwirkung vereinbart ist.

Zu Artikel II

Absatz 1 geht davon aus, daß hinsichtlich der wissenschaftlichen Vorbildung der Geistlichen in Nordrhein-Westfalen die durch Artikel 12 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 geschaffene Rechtslage als bewährte Regelung beibehalten wird. Satz 1 paßt die Bestandsgarantie (Artikel 12 Abs. 1 Satz 11 an die veränderten Verhältnisse an. Satz 2 stellt klar, daß der durch Artikel 12 des Preußischen Konkordates und das dazugehörende Schlußprotokoll geschaffene Rechtszustand auch fur den seitdem in Nordrhein-Westfalen neu hinzugekommenen katholisch-theologischen Fachbereich an der Universität Bochum gilt.

Absatz 2 sichert der Katholischen Kirche die Übereinstimmung der staatlichen Religionslehrerbildung mit den insoweit rechtlich anerkannten Belangen der Kirche zu. Es wird gewährleistet, daß die Religionslehrerbildung Teil der Lehrerbildung an den staatlichen wissenschaftlichen Hochschulen ist. Es werden die Kriterien einer zureichenden personellen und sächlichen Ausstattung der Ausbildungseinrichtung festgelegt. Die Ausbildungseinrichtungen sollen personell und sächlich so ausgestattet werden, daß eine Ausbildung möglich ist, die dem Niveau der staatlichen Ausbildung für andere Unterrichtsfächer entspricht und die dazu befähigt, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der Katholischen Kirche zu erteilen (Artikel 7 Abs. 3 GG, Artikel 14 Abs. 3 LV NW, Artikel 15 LV NW, § 31 Abs. 1 SchOG).

Die Zusage, Studiengänge so einzurichten, daß ein ausreichendes und regional ausgewogenes Lehrangebot gewährleistet ist, sichert einerseits dem Staat die Entscheidungsfreiheit zu, die für ihn erforderlich ist, um die auf dem Gebiet der Organisation des Ausbildungsangebotes allgemein maßgeblichen Planungskriterien beachten zu können. Sie sichert andererseits aber auch die Beachtung der besonderen Möglichkeiten und Bedürfnisse zu, die sich hinsichtlich der Religionslehrerbildung aus der Konfessionsstruktur der Bevölkerung ergeben.

Absatz 2 entspricht der Regelung in § 142 des Gesetzes über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20. November 1979.

Zu Artikel III

Absatz 1 und Absatz 3 erstrecken die Regelung der kirchlichen Autorisierung, die Artikel 12 Abs. 1 Satz 2 des Vertrages des Freistaates Preußen mit dem Heiligen Stuhle vom 14. Juni 1929 und das dazugehörende Schlußprotokoll getroffen haben, auf Lehrende der Katholischen Theologie an einer staatlichen wissenschaftlichen Hochschule außerhalb eines katholisch-theologischen Fachbereichs. Die Regelung ist erforderlich im Hinblick auf die neue Sachlage, die sich an den wissenschaftlichen Hochschulen nach der Änderung der Lehrerbildung und nach der Zusammenführung der Pädagogischen Hochschulen mit den anderen wissenschaftlichen Hochschulen ergeben hat. Absatz 1 und Absatz 3 treten an die Stelle von Abschnitt II Nrn. 1 und 2 des Notenwechsels zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerbildung vom 21./22. April 1969.

Absatz 2 soll konfessionsfremde Einflüsse auf die Aufstellung von Berufungsvorschlägen vermeiden. Die Regelung tritt an die Stelle der entsprechenden Regelung in Abschnitt II Nr.1 des Notenwechsels zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland vom 21./22. April 1969. Die Regelung entspricht § 142 Abs. 2 des Gesetzes über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20. November 1979.

Zu Artikel IV

Artikel IV gewährleistet, daß zu Professoren der Katholischen Theologie nur Personen berufen werden, die diejenigen Dualifikationen besitzen, die nach Auffassung der Katholischen Kirche für eine autorisierte Erhebung und Darstellung der Glaubenslehre der Katholischen Kirche erforderlich sind. Er trägt Rechtsfolgewirkungen Rechnung, die sich aus Artikel 140 GG in Verbindung mit Artikel 137 Abs. 3 Satz 1 WRV ergeben. Die Regelung steht in Einklang mit den Einstellungsvoraussetzungen nach § 49 des Gesetzes über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20. November 1979.

Zu Artikel V

Studien-, Prüfungs- und Habilitationsordnungen in Katholischer Theologie sowie staatliche Prüfungsordnungen für Lehrämter, soweit sie das Unterrichtsfach Katholische Religionslehre betreffen, sind eine gemeinsame Angelegenheit von Staat und Kirche im Sinne des Verfassungsrechts.

Artikel V trägt dieser Verfassungsrechtslage (Artikel 140 GG in Verbindung mit Artikel 137 Abs. 3 Satz 1 WRV) angemessen Rechnung. Die Regelung entspricht § 142 Abs. 3 Satz 2 des Gesetzes über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen vom 20. November 1979. Sie ersetzt Abschnitt IV Satz 1 des Notenwechsels zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerbildung vom 21./22. April 1969.

Zu Artikel VI

Artikel VI trägt den sich aus der institutionellen Garantie des Religionsunterrichts als konfessionell gebundenen Unterrichts in der Glaubenslehre einer bestimmten Religionsgemeinschaft (Artikel 7 Abs. 3 GG und Artikel 14 LV NW) ergebenden Rechtsfolgewirkungen für die zweite Phase der Religionslehrerbildung angemessen Rechnung.

Zu Artikel VII

Artikel VII ermöglicht eine den praktischen Bedürfnissen genügende Unterrichtung der Katholischen Kirche. Die kirchliche Bevollmächtigung zur Erteilung des Religionsunterrichts ist zwar eine ausschließlich kirchliche Angelegenheit; eine der Grundlagen für die Feststellung der fachlichen und pädagogischen Qualifikation ist jedoch in der Regel das Ergebnis der staatlichen Lehramtsprüfungen. Es entspricht dem staatlichen Interesse, daß in den Fällen, in denen staatlicherseits die Lehrbefähigung verliehen wird, auch kirchlicherseits die Bevollmächtigung zur Erteilung des Religionsunterrichts gegeben wird. Die Regelung entspricht der bisherigen Staatspraxis und ersetzt Abschnitt IV Abs. 2 des Notenwechsels zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerbildung vom 21./22. April 1969.

Zu Artikel VIII

Der Katholischen Kirche ist durch Abschnitt VI Nrn. 1 und 2 des Notenwechsels zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland über Fragen der Lehrerbildung vom 21./22. April 1969 staatliche Unterstützung für die von ihr angebotene Lehrerfortbildung zugesagt worden. Der Artikel VIII Abs. 1 übernimmt diese Regelung aus Gründen des Sachzusammenhangs in angepaßter Form in den neuen Vertrag. Der Notenwechsel von 1969 wird damit insoweit durch Artikel VIII Abs. 1 des Staatskirchenvertrages ersetzt.

Absatz 2 bringt die grundsätzliche Bereitschaft der Katholischen Kirche zum Ausdruck, ggf. durch ein Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten dazu beizutragen, daß ein Mangel an ausgebildeten Religionslehrern abgebaut wird. Die Bestimmung tritt an die Stelle der entsprechenden Anlage zu Abschnitt VI des Notenwechsels zwischen dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Apostolischen Nuntius in Deutschland vom 21./22. April 1969.

Zu Artikel X

Absatz 1 ist eine der Eigenart der Staatskirchenverträge entsprechende Verständigung auf das Prinzip der schiedlich-friedlichen Beilegung von Meinungsverschiedenheiten durch loyale Verhandlungen. Absatz 2 ergänzt die "Freundschaftsklausel". Diese Bestimmung verpflichtet die Partner, bei beabsichtigten Veränderungen Verhandlungen mit dem Ziel der freundschaftlichen Verständigung aufzunehmen.