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Was Europa dem Islam verdankt

Rolf Bergmeier

Rolf Bergmeier

Samstag, 23. Mai 2015 - 10:55 Uhr

Im Zuge des Dauerthemas "Integration" und "Zusammenleben mit den Muslimen/Muslima" verweist der Vortrag auf die "goldenen Jahre" des 7. bis 14. Jahrhunderts und auf die Verdienste des arabischen Islam um die Sicherung der griechisch-römischen Kultur für Europa.Diese Verweise schaffen Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Wohlwollen. Die Thematik ist in der Öffentlichkeit praktisch unbekannt, dennoch wissenschaftlich bestens abgesichert. Bergmeiers Referat dient dem Herausstellen historischer Gemeinsamkeiten.

Rolf Bergmeier, geb. 1940, verh., 2 Söhne, Agnostiker. Laufbahn: Bundeswehr; IT-Studium bei der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung; Systemanalytiker in der Software-Industrie. Studium der Alten Geschichte und Philosophie in Mainz. Seit 2000 Forschung im Bereich antike, christliche und arabische Kultur des Mittelalters. Veröffentlichungen seit 2009: „Requiem für die antike Kultur“, in: Aufklärung und Kritik, hrsg. von der Gesellschaft f. kritische Philosophie, 2009. „Konstantin und die wilden Jahre des Christentums. Die Legende vom ersten christlichen Kaiser“ 2010. „Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur“, 2012. „Christlich-abendländische Kultur. Über die antiken Wurzeln, den unterschätzten arabischen Beitrag und die Überbewertung der „Klosterkultur“. In Vorbereitung: „Karl. Wider die Glorifizierung des Gewöhnlichen“.

Wissenschaft, Amerika und Atheismus: Wie kann die Aufklärung schief gehen?

PZ Myers

PZ Myers

Freitag, 22. Mai 2015 - 20:00 Uhr

Anlässlich der diesjährigen International Atheist Convention in Köln wird PZ Myers drei Ideen diskutieren, die in der Aufklärung erblühten: Wissenschaft, Amerika und Atheismus. Er stellt die Frage, wie diese drei Ideen fehlschlagen konnten oder könnten und begründet dies damit, dass die Werte der Aufklärung aufgegeben wurden. Laut Myers bergen nicht die äußeren Einflüsse die größte Gefahr, sondern unser eigenes Versagen, die philosophischen Ideale zu verfechten.

Bei der Betrachtung von PZ Myers’ Blog "Paryngula" (der Begriff wird im Blog ausführlich erklärt), entdeckt der Leser sehr schnell, dass PZ Myers es mit Humor und Witz versteht, wissenschaftliche Erkenntnisse einleuchtend zu vermitteln. Der Untertitel des Blogs lautet "Evolution, Entwicklung und zufällige biologische Ergüsse von einem gottlosen Liberalen", womit auch schon einiges über den Autor ausgesagt wird.
PZ Myers ist Professor der Biologie in der Abteilung Wissenschaft und Mathematik an der Universität Minnesota, Morris.

Give Peace A Chance: Beinhaltet das das Recht auf Befehlsverweigerung?

Claude Singer

Claude Singer

Samstag, 23. Mai 2015 - 09:15 Uhr

Claude Singer ist ein französischer Freidenker, Mitglied des Vorstandes der Fédération Nationale de la Libre Pensée (FNLP).

Er wird die Teilnehmer der Convention unter dem Titel: "Give Peace A Chance: Beinhaltet das ein Recht auf Befehlsverweigerung?" über die Kampagne der französischen Freidenker zur Rehabilitierung der im ersten Weltkrieg hingerichteten Deserteure informieren. Ihre Zahl ist schwer zu schätzen, doch Historiker und amtliche Stellen reden von einer Zahl um die 650 Menschen. Die Kampagne will nicht nur an diese Opfer erinnern, sondern sie stellt die Frage: Ist die Ablehnung des Krieges ein Menschenrecht?

Kirchliches Arbeitsrecht in Deutschland verstößt gegen EU-Recht

Corinna Gekeler

Corinna Gekeler

Freitag, 22. Mai 2015 - 20:40 Uhr

Die Politologin ist Autorin des Buches "Loyal Dienen" – diskriminierendes Arbeitsrecht bei Caritas, Diakonie und Co.. Unter dem Titel "Diskriminierung durch kirchliche Arbeitgeber: Deutschland verstößt gegen EU- und UNO-Verträge" kritisiert sie die Dominanz kirchlicher Einrichtungen im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialsektor in Deutschland. Dort dürfen "Loyalitätspflichten" von den Beschäftigten verlangt werden, wie etwa die Kirchenmitgliedschaft.

In der EU-Vorgabe zum Antidiskriminierungsgesetz gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz auch für kirchliche Arbeitgeber. Nur in der deutschen Umsetzung werden diese ausgenommen. Dadurch werden Andersgläubige und Konfessionslose diskriminiert.

Im Parallelbericht zum Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland an den UN Antirassismusausschuss (CERD) argumentiert Corinna Gekeler, dass Deutschland diese rassistische Diskriminierung beenden muss.

Religion als Brandbeschleuniger

Carsten Frerk

Carsten Frerk

Samstag, 23. Mai 2015 - 15:00 Uhr

Carsten Frerk ist der Autor der Bücher "Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland", "Caritas und Diakonie in Deutschland" sowie des "Violettbuch Kirchenfinanzen". Er leitet für den IBKA das Projekt "Kirchen als politische Akteure".

In seinem Vortrag "Religion als Brandbeschleuniger" wird er darstellen, dass es Kriege und Konflikte aus verschiedenen – ökonomischen, ethnischen, militärischen, historischen, expansiven - Gründen auf der Welt gibt. Kommt zu einem dieser Gründe noch eine religiöse "Beimischung" oder "Unterlegung" hinzu, dann ist nach den Erkenntnissen der Friedens- und Konfliktforschung dieser Konflikt besonders brutal und gewalttätig: Religion wirkt als "Brandbeschleuniger".

Beispiele rund um die Welt zeigen, dass es dabei nicht nur das Christentum ist, sondern alle drei abrahamitischen Religionen, neben dem Christentum also noch der Islam und das Judentum, die nach dem Prinzip des "Auge um Auge, Zahn um Zahn" handeln. Die katholische Kirche, die in Deutschland ungestraft als die "größte Verbrecherorganisation aller Zeiten" bezeichnet werden kann, und die evangelikalen Kirchen sind dabei mit ihren Missionswerken besonders aggressiv und weltweit die Wurzeln vielen Übels. Dafür nennt der Vortrag Beispiele.

Stellenwert des und Herausforderungen an den Säkularismus in Kroatien, Vorstellung des Center for Civil Courage

Nada Peratović

Nada Peratović

Freitag, 22. Mai 2015 - 16:30 Uhr

Die Juristin, feministische und humanistische Aktivistin Nada Peratović gründete und ist bis heute die Präsidentin des "Center for Civil Courage". Nada Peratović ist auch die Repräsentantin der Atheist Alliance International (AAI) im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) sowie Autorin des Buches "Humanismus für Kinder".

Ihr Vortrag wird den Stellenwert des Säkularismus in Kroatien beleuchten, insbesondere die daraus resultierenden Herausforderungen für nichtreligiöse Menschen. In Kroatien, einst eine der Republiken des sozialistischen Jugoslawiens, war der Atheismus staatlich vorgeschrieben. Mitte der Achtziger wurden die Religionsfreiheiten stärker – in den Neunzigerjahren sahen sich über 86 Prozent der Menschen als Katholiken (und Kroaten). Leute, die dem Normativ "Kroate-katholik" nicht entsprachen, hatten es nicht leicht. Es folgte der Krieg und die Nachkriegszeit, die Rezession.

Vier Konkordate mit Kroatien sichern der katholischen Kirche ein Vermögen und eine wichtige Stellung im politischen Leben Kroatiens – insbesondere im Schulwesen. Die Kirche zahlt keine Steuern, großer Grundbesitz wurde der Kirche zurückgegeben und sie bekommt staatliche Gelder. Die Kirche ist ein wichtiger Mitstreiter in der Politik.

Seit Neuestem werden atheistische, nicht-religiöse, wissenschaftliche und säkularistische Bewegungen in Kroatien sichtbar – die Leute haben von der religiösen "Nötigung" genug. Die Kirche mischt sich überall ein. Immer mehr Leuten missfällt dies.

Feiertagsgesetzgebung in Deutschland

Assunta Tammelleo

Assunta Tammelleo

Sonntag, 24. Mai 2015 - 09:30 Uhr

Nicht erst seit Pegida-Zeiten regen wir uns über islamisch geprägte Länder auf, in denen religiöse Bestimmungen vom Staat aus festgeschrieben werden und für alle Bürger gelten. Was wir schnell vergessen: Auch unser eigenes Recht treibt bisweilen seltsame Blüten, die einzig und allein auf veralteten Moralvorstellungen fußen. Eine davon: das öffentliche Tanz- und Musikverbot an Karfreitag und anderen christlichen Feiertagen. Gesetzlich verankert ist diese Zwangsregelung in den Feiertagsgesetzen der Länder unter Berufung auf das Grundgesetz (Artikel 140 GG in Verbindung mit Artikel 139 der Weimarer Reichsverfassung). "Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt", sagt Artikel 139 WRV. Explizit von Tanz oder Musik ist im Grundgesetz selbst also keine Rede, was noch nicht viel heißt…*

„Bayern ist Spitze“, das wissen schon mal alle, die sich für Fußball, Autos und Oktoberfest interessieren. Doch weit weniger beachtet nimmt das flächenmäßig größte deutsche Bundesland einen weiteren Spitzenplatz ein; gemeinsam mit Baden-Württemberg und Hessen hat es das strengste Musik-und Tanzverbot zum Schutz seiner 9 sogenannt „Stillen Tage“, das sogar private Feiern geschlossener Gesellschaften z.B. an Karfreitagen an Orten mit Schankanlagen staatlicherseits unter Androhung von bis zu 10.000,00 € Bußgeld verbietet. Der weltanschaulich neutrale deutsche Staat versucht damit, allen hier lebenden Nicht-Christen egal welcher Weltanschauung ihre arbeitsfreien Tage zu vermiesen. Wer am Karfreitag das Tanzbein schwingt, so die Befürworter dieser Regelung, trampele auf dem Gedenken Jesu Christi herum und beleidige die christliche Religion.

Tagungsplan "Give Peace A Chance - Säkularisierung und globale Konflikte"

Freitag, 22. Mai 2015

15:00 Ankunft der Teilnehmer, Beginn der Anmeldung, Begrüßungsdrink

16:00 Eröffnung

René Hartmann, IBKA-Vorsitzender und Richard Honess, Board-Mitglied der AAI: Begrüßung, Verlesung von Grußworten

16:30 Nada Peratović

Säkularismus in Kroatien: Stellenwert und Herausforderungen, Vorstellung des Center for Civil Courage

17:10 Dan Barker

...

17:50 Ismail Mohamed und Thaer Abdelaal

Islam und globale Konflikte aus der Sicht ägyptischer Atheisten

18:30 Abendessen

für Inhaber des Meal-Tickets

19:45 Grußwort Franz Eiber

Partei der Humanisten

20:00 PZ Myers

Wissenschaft, Amerika und Atheismus: Wie kann die Aufklärung schief gehen?

20:40 Corinna Gekeler

Kirchliches Arbeitsrecht in Deutschland verstößt gegen EU-Recht und UNO-Konvention zu Antirassismus

21:20 geselliges Beisammensein

Samstag, 23. Mai 2015

09:15 Claude Singer

Give Peace A Chance: Beinhaltet das das Recht auf Befehlsverweigerung?

09:55 Morgan Elizabeth Romano

Rückwärts gewandt: Der Niedergang des Säkularismus in der Türkei

10:30 Kaffeepause

für Inhaber des Meal-Tickets

10:55 Rolf Bergmeier

Was Europa dem Islam verdankt

11:35 Joachim Kahl

Zwei Meisterwerke der Weltkunst – Tizians "Venus mit Spiegel" (1555) und Frida Kahlos "Gebrochene Säule" (1944) – philosophisch interpretiert

12:30 Mittagessen

für Inhaber des Meal-Tickets

14:05 Grußwort Michele Marsching

Piratenfraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen

14:20 Colin Goldner

5 Jahre IBKA-Landesverband Niedersachsen-Bremen

Samstag, 9. Mai 2015
Hotel Alte Post, Poststr. 8, 31275 Lehrte

Informationsveranstaltung

13:00 Der Landesverband in den vergangenen Jahren
Hans-Jürgen Rosin, Landessprecher

13:30 Der IBKA e. V.: Geschichte Gegenwart Zukunft
Rainer Ponitka, Sekretär und Sprecher des Bundesverbandes

14:30 Lesung mit Diskussion und Fragen
Dr. Uwe Lehnert „Warum ich kein Christ sein will“

16:00 Filmvorführung
Jesus Camp

Eintritt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro

im Anschluss an die öffentliche Mitgliederversammlung um 11:00 Uhr am gleichen Ort

Atheisten-Preis "Sapio" geht an Bad-Religion-Sänger Greg Graffin

Preisverleihung am 23. Mai im Kölner Comedia-Theater

Pressemitteilung vom 11. Februar 2015

(Overath) "Greg Graffin ist den meisten Menschen seit über 30 Jahren als rebellischer Lead-Sänger der Punk Band 'Bad Religion' bekannt. Was die Wenigsten wissen: Er promovierte als Doktor der Philosophie an der Cornell University und lehrte Evolutionsbiologie an der University of California, Los Angeles" sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA. "Wir freuen uns ganz besonders in diesem Jahr unseren Preis während eines Festaktes in Köln an Greg Graffin überreichen zu dürfen. Unser Preisträger ist Autor des 2011 in deutscher Übersetzung erschienenen Buches 'Anarchie und Evolution - Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott'. Sein kommendes Werk trägt den Titel 'Population Wars'."

Laut Ponitka verleihe der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten seinen Preis 'Sapio' alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz, die Förderung vernunftgeleiteten Denkens wie auch nichtreligiöse kulturelle Angebote verdient gemacht haben.