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Es sagte ...

Aus: IBKA Rundbrief Juli 2000

... der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Manfred Kock, auf dem Hamburger Kirchentag:

Toleranz gegenüber anderen Religionsgemeinschaften dürfe nicht so weit gehen, "dass wir uns vor lauter Angst, als nicht tolerant genug abgestempelt zu werden, ins eigene Schneckenhaus zurückziehen". "Es muss in Deutschland auch in Zukunft möglich sein, dass Menschen öffentlich beten." (dpa, 1.6.00)

... Bundespräsident Johannes Rau zu Forderungen, die Formel von der "Verantwortung vor Gott" aus der Präambel des Grundgesetzes zu streichen:

Diese Mahnung sei unverzichtbar und zumutbar. Es gehe dabei nicht um einen konfessionellen Gottesbegriff, denn auch Deutsche jüdischen und muslimischen Glaubens könnten sich hier angesprochen fühlen.

Zum Verhältnis von Kirche und Staat meinte Rau, alle Parteien und gesellschaftlichen Kräfte legten Wert darauf, "dass die großen Kirchen und die kleinen Religionsgemeinschaften als Gesprächspartner da sind und als kritische Wächter erkennbar bleiben". (idea, 18.4.00)

... Erzbischof Johannes Dyba (Fulda): Auf den Katholikentagen gebe es "Christliches und Vernünftiges, aber es wird auch jeder Hauch von Schwachsinn uralten Weisheiten gleichgestellt". Man solle lieber "die positive Vielfalt der Kirche zeigen und nicht die Degenerationserscheinungen". Zum Beispiel würden dort "abgefallene Priester mit ihren Frauen da aufmarschieren". (WAZ, 31.5.00)

... der amerikanische Dramatiker Arthur Miller: In Amerika seien Politik und Religion niemals getrennt gewesen. Neu sei "allerdings der nackte Missbrauch der Religion durch Politiker". "Es gab den Konsens, dass es sich einfach nicht gehört, den eigenen Glauben im Wahlkampf zur Schau zu stellen. Jetzt ist auch diese Schamgrenze gefallen." (ots, 2.3.00)

... der Vorsitzende des Bundes gegen Kirchensteuermissbrauch, Pastor Jens Motschmann, zum Finanzskandal bei der evgl. Kirche in München, wo 14 Mio. DM verschwunden sind: "Es ist gar nicht einzusehen, warum Verantwortliche bis hin zum Regionalbischof von München und Oberbayern, Oberkirchenrat Martin Bogdahn, sich zu gut sein sollten, ihr Amt zur Verfügung zu stellen, um damit erkennbar Verantwortung zu übernehmen." Kirchliche Rechnungsprüfungsberichte müssten öffentlich zugänglich gemacht werden. "Warum stellen sich die Kirchen nicht endlich diesem selbstverständlichen demokratischen Prinzip?" (idea online, 21.2.00)

... die CDU-Kultusministerin Baden-Württembergs und ehemalige Theologiestudentin, Annette Schavan, in Berlin: Kirche sei ein Garant für Ethik im Staat. "Ich bin leidenschaftlich für Religionsunterricht." Eine Entfernung von Gott könne nicht ohne Schaden am Intellekt einhergehen. (taz, 1.3.00)

... der Dominikaner-Pater Basilius Streithofen, zur Bedrängung seines Beichtkindes Helmut Kohl, in der Spendenaffäre die Wahrheit zu sagen: "Der Satan ist ein Wahrheitsfanatiker." (Freies Denken, 2/2000)