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Schule

Skandal um Ersatzfach Werte und Normen

Skandal um Ersatzfach "Werte und Normen"

Werden Lehrkräfte zukünftig von Theologen ausgebildet?

Aus: MIZ 1/98

Fast alle Bundesländer haben mittlerweile einen Unterricht eingerichtet, den Schülerinnen und Schüler besuchen müssen, die keiner Religionsgemeinschaft angehören oder sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben. Nichts könnte deutlicher machen, daß es sich hierbei um eine Zwangsmaßnahme gegen Religionsflüchtlinge handelt, als die Tatsache, daß es für die Lehrkräfte, die den konfessionslosen Kindern und Jugendlichen "Ethik" beibringen sollen, keinen Studiengang bzw. eine analoge Ausbildung gibt. Einzig in Niedersachsen gibt es ein Ausbildungsseminar, an dem eine Ausbildung für das dort Werte und Normen genannte Ersatzfach angeboten wird.

Ethikunterricht in Nordrhein-Westfalen: Presseerklärung des IBKA-Landesverbands

17.8.1997

Mit Beginn des neuen Schuljahres werden nunmehr auch in Nordrhein-Westfalen, zunächst im Rahmen eines Schulversuchs, nichtchristliche, z.B. atheistische Schüler zum Besuch eines "Ersatzfaches" für die christliche Unterweisung ("Religionsunterricht") gezwungen, und so das Grundrecht auf Nichtteilnahme am Religionsunterricht unterlaufen.

Klage gegen Ethik-Unterricht zurückgewiesen

Baden-Württemberg: Klage gegen Ethik-Unterricht zurückgewiesen

Aus: MIZ 3/97

Der Prozeß, den ein mittlerweile volljähriger Schüler und seine Eltern gegen den Ethik-Unterricht als Zwangsfach in Baden-Württemberg angestrengt haben, ist auch in der zweiten Instanz verlorengegangen. Nach Auffassung des baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshofes (VGH) ist eine Grundrechtsverletzung weder durch die Konstruktion als Ersatzfach für "Religionsflüchtlinge" noch durch die konkrete Schlechterstellung von Schülern, die diesen Unterricht besuchen, im Schulalltag gegeben. Da die Urteilsbegründung in vielen Punkten auf die Argumentation der Kläger überhaupt nicht eingeht und in einigen Punkten auch juristisch fragwürdig ist, wurde bereits Revision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt.

"Praktische Philosophie" für Religionsflüchtlinge?

Meinungsverschiedenheiten in der rot-grünen Koalition

Aus: MIZ 2/97

Nordrhein-Westfalen war bislang das letzte West-Bundesland, in dem es (außer in der Sekundarstufe II) keinen Ersatzunterricht für Schüler gab, die den Religionsunterricht nicht besuchen wollten (abgesehen von Berlin, wo religiöse Unterweisung kein ordentliches Lehrfach ist). Im August wird nun in einem landesweiten Schulversuch das Fach "Praktische Philosophie" eingeführt. Bei den nordrhein-westfälischen Grünen hat dies eine grundlegende Diskussion über den Stellenwert des Religionsunterrichtes und ein zwangsweises Ersatzfach für Abmelder ausgelöst.

Grüne in NRW zum Religionsunterricht

Grüne in NRW zum Religionsunterricht

Ordentliche Landesdelegiertenkonferenz BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN NRW in Borken vom 18. 04. - 20. 04. 1997
AntragstellerIn : Landesarbeitsgemeinschaften "Christinnen und Christen" und "Trennung von Staat und Kirche".
Tagesordnungspunkt : Konfessionsschulen / Religionsunterricht ( RK - 3 ).

Zur Zukunft des Religionsunterrichts in Nordrhein - Westfalen

Gemeinsamer Antrag der Landesarbeitsgemeinschaften "ChristInnen" und "Trennung von Staat und Kirche" zur LDK in Borken im April 1997.

Ethikunterricht in Nordrhein-Westfalen - IBKA-Landesverband zum Schulversuch

Stellungnahme des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten e.V., Landesverband Nordrhein-Westfalen

(zur Anhörung der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in NRW am 18. 03. 1997 zum geplanten Schulversuch "Praktische Philosophie" als "Ersatz"fach für konfessionellen Religionsunterricht mit Beginn des Schuljahres 1997/98)

Konfessioneller Religionsunterricht

Instrument kirchlicher Bestandssicherung: Konfessioneller Religionsunterricht an öffentlichen Schulen

Aus: MIZ 4/94

Bei der Diskussion um die Trennung von Staat und Kirche kommt die Sprache sehr schnell auf den Religionsunterricht - das einzige im Grundgesetz verankerte Schulfach. Obwohl vom Staat finanziert bestimmen ausschließlich die Kirchen den Unterrichtsinhalt. Einerseits wird deshalb - wie von der hessischen F.D.P. - die Abschaffung dieses Schulfaches gefordert, andererseits wollen die beiden Großkirchen verständlicherweise daran festhalten.

Lehrpläne des Ethik-Unterrichts in Thüringen

Thüringer Kultusministerium

Lehrpläne für den Ethik-Unterricht:

Vorläufiger Lehrplan für die Grundschule. Ethik. Juli 1993 (*)

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Einblick in wesentliche Grundlagen der Kulturen bedeutet im Grundschulbereich vor allem, Informationen über die sie prägenden Religionen zu vermitteln. Dabei steht die Begegnung mit den religiösen Wurzeln des Abendlandes, dem Christentum, im Vordergrund.
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Ersatzfach oder Alternative?

In Baden-Württemberg wird über den Stellenwert des Ethikunterrichtes diskutiert

Aus: MIZ 4/93

Ende Oktober veranstalteten die GRÜNEN im Landtag von Baden-Württemberg eine Anhörung zu Religion und Ethikunterricht, auf der die Gleichstellung des Zwangsersatzfaches Ethik diskutiert wurde. Als Referenten waren der Mainzer Religionspädagoge Gert Otto, Gerd Eggers aus der Projektgruppe des Schulmodellversuchs "Lebensgestaltung/Ethik/Religion" und Gerhard Czermak, einer der Autoren des Handbuches für konfessionslose Lehrer, Eltern und Schüler geladen. Wir dokumentieren in Auszügen die vorangegangene Landtagsdebatte und das Statement Edgar Baegers, der ebenfalls als Sachverständiger an der Expertenrunde teilnahm.