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Soziale Einrichtungen

Gekündigter schwuler Sozialpädagoge zieht mit Erfolg vor Gericht

Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, wurde ein beim katholischen Kolpingwerk beschäftigter Sozialpädagoge fristlos gekündigt, weil er ein Profil beim Schwulenportal Gayromeo eingestellt hatte. Beim Arbeitsgericht Frankfurt hatte seine Kündigungsschutzklage jedoch Erfolg. (Meldung bei Wikinews)

Es bleibt abzuwarten, ob das Urteil Bestand haben wird. In der Vergangenheit kam es in ähnlichen Fällen mehrfach vor, dass die Arbeitsgerichte arbeitnehmerfreundlich urteilten, das Bundesverfassungsgericht jedoch den Kirchen Recht gab.

Ältere Artikel zum Thema: Was Beschäftigte des Arbeitgebers Kirche wissen sollten und Freie Meinungsäußerung? Nicht bei der Kirche! (19.04.2007)

Kommunale Mission Erkrath

Pressemitteilung des IBKA Landesverbands NRW vom 28.11.2006

Die katholische Kindertagesstätte St. Katharina in 40699 Erkrath soll in kommunale Trägerschaft übergehen – trotzdem soll weiterhin eine katholische Erziehung der Kinder stattfinden, ebenso soll der Pfarrgemeinde auch nach der Aufgabe der Trägerschaft eine weitere Mitsprache in Personalfragen eingeräumt werden. So die Neue Ruhr/Rhein Zeitung (NRZ) am 23.11.2006.

Der Landesverband NRW des IBKA e.V. fragt, wie und ob der kommunale Träger die Kollision missionarischer Zielsetzung eines katholischen Kindergartenkonzeptes mit den Grundrechten konfessionsloser oder Kinder anderer Glaubenszugehörigkeit ausschließen wird, ohne diesen eine Ausgrenzung oder Sonderbehandlung angedeihen zu lassen.

Sächsischer Bildungsplan: Mission bleibt draußen

Zum Eklat kam es in der Debatte um den Sächsischen Bildungsplan für Kindergärten: Ein Papier der evangelischen Landeskirche zum Thema „Religiöse Erziehung“ sollte nach dem Willen der sächsischen Bildungsministerin Helma Orosz (CDU) dort als viertes Kapitel erscheinen.

Doch es geschah unerhörtes: Gegen den Coup der Ministerin erhob sich Protest. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Gisela Schwarz, forderte, das Kapitel wieder zu streichen, und der familienpolitische Sprecher der Linksfraktion.PDS, Falk Neubert, verließ gar den Fachbeirat zum Bildungsplan.

Wa(h)re Nächstenliebe - Arbeiten bei Caritas und Diakonie

Veranstaltung mit Carsten Frerk

Donnerstag, 1. Juni 2006, 20 Uhr
Frankfurt, Finkenhofstr. 17, Café Wiesengrund

Nächstenliebe: ein schöner Gedanke in unserer oft rauhen Welt. An wen denkt man spontan, wenn's um tätige Nächstenliebe geht? An die vielen Mitarbeiter von Caritas und Diakonie, die in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen oder in Kindergärten arbeiten? An soziales Engagement der Kirchen?

Quittung für den Kirchenaustritt: Entlassung und Arbeitslosengeldsperre

Dass der Kirchenaustritt eines Menschen, der bei einem kirchlichen Arbeitgeber beschäftigt ist, in der Regel die Entlassung nach sich zieht, dürfte bekannt sein. Doch nicht nur das: Auch das Arbeitslosengeld kann gesperrt werden – mit der Begründung, dass der Betreffende seine Arbeitslosigkeit selbst herbeigeführt hat!

Kindergartenfinanzierung

Immer weniger Eigenanteil, aber gleiche Rechte

Die Kindergartenlandschaft verändert sich. Nein, nicht äußerlich. Da bleibt alles beim Alten. Nur der Kirchenanteil, der bisher bei der Finanzierung sozialer Einrichtungen noch den größten Teil der eh schon geringen kirchlichen Beteiligung ausmachte, tendiert gegen Null.

Zahlen Kirchen bald nichts mehr für ihre Kindergärten?

Hamburg will den Kirchen den Eigenanteil bei der Kindergartenfinanzierung erlassen. Damit würde der Finanzbeitrag der Kirchen zum Sozialsystem, der zur Begründung der Kirchenprivilegien herhalten muss, vollends zur Farce.

Artikel aus junge Welt zum Thema: Kirchliche Indoktrination auf Kosten des Staates. (27.12.2005)

Politischer Leitfaden: 3. Arbeit und Soziales

Der IBKA will, dass alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Dies umfasst ausreichende soziale Versorgung bei Krankheit, im Alter und bei Behinderung sowie berufliche Chancengleichheit, unabhängig von der Religion oder Weltanschauung. Eine ausreichende Versorgung mit religiös und weltanschaulich neutralen Sozialeinrichtungen muss gewährleistet sein. Die Gesellschaft darf sich nicht aus ihrer sozialen Verantwortung stehlen, indem sie das Sozialwesen Kirchen oder sonstigen religiös gebundenen Institutionen überlässt.

IBKA fordert Reduzierung des kirchlichen Anteils im Sozialsektor

Pressemitteilung vom 13.07.2005

Sozialwissenschaftler: "Kirchenquote" für Einrichtungen von Caritas und Diakonie liegt bei 1,8 %

Konfessionslosenverband fordert Reduzierung des kirchlichen Anteils im Sozialsektor

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) fordert eine Neustrukturierung des sozialen Sektors. "Die Zahl der Einrichtungen, die von kirchlichen Verbänden unterhalten werden, sollte reduziert werden", meint der Vorsitzende Rudolf Ladwig. Soziale Dienstleistungen müssten von gleichzeitigen religiösen Angeboten entkoppelt werden, sofern sie sich an die Gesamtheit der Gesellschaft richten. Der IBKA stützt seine Forderung nach einer "organisatorischen Säkularisierung" sozialer Einrichtungen auf eine vor kurzem veröffentlichte Studie von Carsten Frerk. Der Sozialwissenschaftler hat errechnet, dass die "Kirchenquote" in Einrichtungen von Caritas und Diakonie insgesamt bei 1,8% liegt. Das bedeutet, dass nur 1,8% der Aufwendungen in diesem Bereich von den Kirchen 'zugeschossen' werden. 98% der Finanzierung dieser Einrichtungen werden, so das Ergebnis der Studie, durch die Versicherungsträger, Leistungsentgelte, staatliche Zuschüsse und Spenden aufgebracht.