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Staat und Religion allgemein

Laizismus in der Bundesrepublik Deutschland

Aus: MIZ 1/84

Die in Paris erscheinende Zeitschrift Europe et Laïcité bringt in Kürze ihre 100. Nummer heraus. Für diese Festausgabe schrieb einer der profiliertesten Atheisten der Bundesrepublik, Dr. Otto Bickel aus München, den nachstehenden Artikel.

Neues Konkordat in Nordrhein-Westfalen - "Unterwerfung unter päpstliches Recht"

Aus: MIZ 2/84

Vorbemerkung

Am 15. Mai 1984 fand im Landtag von Nordrhein-Westfalen (im folgenden NRW) ein Ereignis statt, das als eines der finstersten kulturpolitischen Kapitel in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet werden kann: Die erste Lesung eines Konkordats zwischen dem Land NRW und dem Vatikan sowie mit drei evangelischen Regionalkirchen. Dieses Vertragswerk wirft ein bezeichnendes Licht auf den inneren Zustand der SPD, die - in NRW als Regierungspartei mit dem Brandt-Vertreter Johannes Rau an der Spitze - sich ganz besonders anstrengt, die politische Wende der Bonner Koalition noch radikaler nachzuvollziehen.

Sekten und Religionsfreiheit

Aus: MIZ 2/80

Angesichts verschiedener extremer Praktiken mancher Sekten hat es in letzter Zeit eine verstärkte öffentliche Diskussion über das Wesen dieser Gruppen gegeben. Besonders das schreckliche Geschehen in Guayana bot hierzu Anlaß. Dabei wird meist der enge Zusammenhang übersehen, der zwischen Phänomenen dieser Art und dem eigentlichen und ursprünglichen Wesen der Religion besteht. Wir lesen in der Apostelgeschichte 5, 1-10, daß Ananias, Mitglied einer urchristlichen Gemeinde, wie zahlreiche andere Gläubige sein Haus und seine Äcker verkauft hatte, jedoch nur einen Teil zu der Apostel Füße gelegt hatte, den anderen heimlich für sich behielt, auf Vorhalt des Apostels Petrus tot niederfiel, weil er Gott belogen habe. Von den in dem Bericht vorher nicht erwähnten Jünglingen wurde er begraben. Als einige Stunden später seine nichts ahnende Frau erschien, widerfuhr ihr das gleiche.

Thesen zur Trennung von Staat und Kirche

Aus: MIZ 1/80

Die im November 1979 gegründete Arbeitsgemeinschaft für die Trennung von Staat und Kirche hat die nachfolgenden, von Rechtsanwalt Erwin Fischer (Ulm) konzipierten Thesen beschlossen. Soweit sie sich bereits aus dem geltenden Bundesverfassungsrecht ergeben, sind sie in I zusammengefaßt, soweit es sich um rechtspolitische Forderungen handelt, die zur vollen Verwirklichung der Trennung Verfassungsänderungen voraussetzen, in II.