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Medien und Zensur

„70 % der Bundesbürger religiös"? Nein.

Wie die Bertelsmann-Stiftung interessegeleitet ausgewertete Umfrage-Ergebnisse verkünden läßt, hat der humanistische Pressedienst näher betrachtet.

CSU-Initiative bedroht Meinungsfreiheit

Konfessionslose gegen Verschärfung des § 166 StGB

Pressemitteilung vom 24.10.2007

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) wendet sich gegen den Gesetzesantrag der bayerischen Landesregierung zur Änderung des § 166 Strafgesetzbuch, über den heute im Rechtsausschuss des Bundesrats beraten werden soll. Durch den Antrag soll der Anwendungsbereich des Paragraphen erweitert werden, der die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen unter Strafe stellt.

Internet-Zensur in der Türkei

Wie heise online berichtet, hat die Türkei den Zugang zur Blog-Site wordpress.com wegen angeblicher Beleidigung des islamischen Kreationisten Harun Yahya alias Adnan Oktar gesperrt.

Mehr zum Thema:

(Aktualisiert 27.09.2008)

Artikel in Bundeswehrzeitung erregt kirchliches Missfallen

Chefredakteur nimmt seinen Hut

Welche Folgen selbst eher zahme innerkirchliche Kritik dort haben kann, wo die katholische Kirche ihren Einfluss geltend macht, musste vor kurzem Oberstleutnant Uwe Kort erfahren. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, erregte ein Artikel in der Zeitung Bundeswehr aktuell, deren Chefredakteur Kort war, den Unwillen von Militärbischof Mixa.

Dass sich das Bundesverteidigungsministerium auf die kirchliche Beschwerde hin beeilte, den Chefredakteur zurechtzuweisen, wird niemanden überraschen, der ein wenig über das Verhältnis von Staat und Kirche in Deutschland Bescheid weiß. Die Angelegenheit endete schließlich damit, dass Kort um Versetzung bat. (24.07.2007)

Türkei: Atheistisches Webforum gesperrt

Anfang Juni 2007 stellten türkische Internet-User fest, dass sie das von türkischen Atheisten betriebene Webforum forum.ateizm.org nicht mehr erreichen können. DNS-Server des türkischen Internet-Anbieters Turk Telekom weisen den Server als "durch Gerichtsentscheid gesperrt" aus. Von außerhalb der Türkei ist der Zugriff weiterhin möglich.

Ägyptische Regierung greift durch gegen Islamkritik im Internet

Ein ägyptischer Blogger ist u.a. wegen islamkritischer Beiträge zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Meldung bei Telepolis

(24.02.2007)

Etikettenschwindel „Wort zum Freitag“

Pressemitteilung vom 08.02.2007

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) kritisiert das Vorhaben des ZDF, ein islamisches „Wort zum Freitag“ als Pendant zum christlichen „Wort zum Sonntag“ in sein aus Gebühren finanziertes Programm aufzunehmen, und fordert, die Bevorzugung von Religionsgemeinschaften in den öffentlich-rechtlichen Medien zu beenden.

Der IBKA erklärt hierzu:

Aus neutraler Perspektive betrachtet stellt das öffentlich-rechtliche Fernsehen den Kirchen, z. B. mit dem „Wort zum Sonntag“, kostenlose Werbezeit zur Verfügung. Obwohl die Kosten für derartige Sendungen von allen Gebührenzahlern getragen werden, liegt die inhaltliche Verantwortung allein bei kirchlich Beauftragten – von der Konzeption bis zur Realisierung. Mithin handelt es sich hierbei um parteiliche Darstellungen vor dem Hintergrund des jeweiligen kirchenchristlichen Bekenntnisses sowie kirchenpolitischer Erwägungen.

Ausgerechnet diese christliche Kirchenlobbyredaktion des ZDF soll nun das „Wort zum Freitag“ „als ein weiteres Element der Auseinandersetzung mit dem Islam“ gestalten. Da wäre es nur recht, wenn demnächst im Gegenzug ein Imam das „Wort zum Sonntag“ spricht. Abgesehen davon bezweifelt der IBKA stark die Glaubwürdigkeit bzw. Relevanz eines solchen Formats bei Bürgern moslemischen Glaubens und damit den Erfolg der unterstellten „guten Absichten“ der christlichen Initiatoren eines nur vermeintlich islamischen „Worts zum Freitag“.

"Mich stört die Art und Weise, in der sich die Kirchen als moralische Instanz präsentieren"

In einem Interview in der jungen Welt äußert sich die feministische Filmemacherin Helke Sander u.a. kritisch zu Kirchen und Medien. (31.01.2007)

§ 166 StGB – Forderung nach Abschaffung des "Gotteslästerungsparagraphen" erregte die Gemüter

Die Gelegenheit schien günstig. Selten hatten sich Politiker, quer durch die Parteien, in solcher Einmütigkeit zu den Freiheitsrechten des Grundgesetzes bekannt wie Ende September 2006, nachdem die Mozart-Oper "Idomeneo" in Berlin vom Spielplan abgesetzt worden war, aus Angst vor islamistischen Übergriffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einer "unnötigen Schere im Kopf" und erklärte: "Aber über die Freiheit der Kunst, über die Freiheit der Rede, der Presse, der Meinung, der Religion lässt sich nicht streiten. Hier kann und darf es keine Kompromisse geben." (Rede zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2006)

Wikipedia - bröckelt ein Denkmal?

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia erfreut sich bei den Internet-Nutzern großen Zuspruchs. Doch in letzter Zeit häufen sich speziell bei der deutschen Wikipedia Vorfälle, die einen nachdenklich werden lassen. In dem Artikel Wikipedia - die freie Enzyklopädie? ließ der humanistische Pressedienst kürzlich Kritiker zu Wort kommen. (08.11.2006)