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Medien und Zensur

Lobhudeleien für einen toten Autokraten

Aus: IBKA Rundbrief Mai 2005

Kaum war Papst Johannes Paul II. tot, war alle Empörung, die er noch kurz zuvor mit seinem Buch Gedächtnis und Identität: Gespräche zwischen Jahr­tausenden ausgelöst hatte, vergessen. Dabei hatte er dort die Abtreibung mit dem Holocaust verglichen. Er schrieb, ein rechtmäßig gewähltes Parlament habe die Wahl Adolf Hitlers in den 1930er Jahren ermöglicht und ihn mit der Macht ausgestattet, die der Einrichtung von Konzentrationslagern und der so ge­nannten Endlösung den Weg bereitet hätten. Heutzutage müssten die gesetz­lichen Regelungen zur Abtreibung in Frage gestellt werden, fährt der Papst fort. Parlamente, die solche Gesetze schaffen und verkünden, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihre Machtbefugnisse überschreiten und in einem offenen Konflikt mit dem Gesetz Gottes und dem Gesetz der Natur verharren.

Wie aus fremden Schmerzen eigenes Geld wird

Pressemitteilung vom 13.10.2003

Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) fordert Medien zu kritischer Berichterstattung über Mutter Teresa auf

Am 19. Oktober will Papst Johannes Paul II. Mutter Teresa selig sprechen. Es mag manche Zeitgenossen, Christen wie Nichtchristen, geben, die an den "Wundern", die durch Mutter Teresa geschehen sein sollen, zweifeln. Diese Zweifel werden aber gerne beiseite geschoben, denn der "Engel aus Kalkutta" hat doch so viel Gutes getan ... wäre es nicht kleingeistig, hier mit den Mitteln rationaler Kritik vorzugehen?

Der IBKA in den Medien: "Kritisches Tagebuch"

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2002

In etlichen Zeitungen und im Internet wurde - vor allem nach einer kurzen dpa-Meldung - bereits im Vorfeld auf den Internationalen Kongress des IBKA und die Verleihung des Erwin-Fischer-Preises hingewiesen. Interessiert beobachtet wurde der Kongress von den beiden WDR-Hörfunk-Journalisten Hans-Detlev v. Kirchbach und Elmar Klevers. Herr v. Kirchbach schrieb dem IBKA im Anschluss an die "sehr gelungene Veranstaltung": "Es grenzt in der Tat schon an einen Skandal, daß eine Bevölkerungsgruppe, die zumindest in den ‚neuen' Bundesländern regional die Mehrheit darstellt, die Gruppe der Konfessionslosen nämlich, für die Politik und ... für die sog. Rechtsordnung weithin noch als Nullsumme firmiert. Es gibt also noch viel zu tun im Sinn und Geist Erwin Fischers..."

Kirchen wollen mehr Sendezeit erzwingen

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2000

Die Kirchen haben ein medienrechtliches Verfahren einleiten lassen, um im SAT 1-Programm stärker berücksichtigt zu werden. Man hoffe aber noch auf einen "gütlichen Ausgleich", sagte Johanna Haberer, Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach Angaben Haberers sind die Kirchen bei SAT 1 "immer weniger im Programm". Der Rahmenvertrag mit SAT 1 aus dem Jahre 1988, auf den sich die beiden Kirchen berufen, sieht eine gemeinsame Sendezeit von bis zu 45 Minuten pro Woche vor.

Kirchenkritische Diskussion im WDR

Aus: IBKA Rundbrief

Am 2. April ging es in einem Beitrag der Sendung "Markt im Dritten" um das gerade von der NRW-Landesregierung zugunsten eines Kirchgeldes in glaubensverschiedener Ehe geänderte Kirchensteuergesetz. Eingeladen waren Vertreter der beiden "Amtskirchen", des christlichen, aber kirchenkritischen "Vereins für die Umwidmung der Kirchensteuer" und ein Pfarrer der Mennonitengemeinde aus Krefeld.

Christliche Mission durch Bibel-TV

Aus: IBKA Rundbrief Mai 2001

Ab Herbst wird das christliche Abendland durch einen Bibel-Kanal beglückt werden, der kostenlos in ganz Europa zu empfangen sein soll, um "möglichst viele Menschen mit der Bibel in Verbindung zu bringen". Hinter dem Sender steht der Bonner Verleger Norman Rentrop. Neben der bereits feststehenden Ausstrahlung von Bibel-Spielfilmen werden möglicherweise Lesungen aus der "Heiligen Schrift" zum Programm gehören. Gespannt darf man sein, ob die bekannten Gewalt verherrlichenden Bibelszenen entsprechend in der Spätausgabe gelesen werden...

Landtag intern und BamS

Aus: IBKA Rundbrief Mai 2001

Ein mehr als dummer "Übertragungsfehler" hat im November die Empörung der Atheisten in NRW hervorgerufen: In der offiziellen Broschüre des Landtages Landtag intern vom 14.11.00 wurde aus der Rede des Landtagspräsidenten Schmidt zur Pogromnacht folgenderweise zitiert: "Hier wurde ganz bewusst ein Tabubruch inszeniert. Die Respektlosigkeit vor dem Heiligtum, der sich gegen eine Minderheit austobende Atheismus waren das unübersehbare Symbol des Umstoßens aller Werte."

Für die Abschaffung des "Gotteslästerungsparagraphen" § 166 StGB

Pressemitteilung vom 15.03.2001

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA e.V) protestiert entschieden gegen eine Gesetzesvorlage, mit der die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag eine Verschärfung des sogenannten "Gotteslästerungsparagraphen" §166 StGB erreichen will (Drucksache 14/4558).

Wie u.a. der Fall des in den neunziger Jahren verbotenen Musiktheaterstücks "Das Maria-Syndrom" gezeigt hat, gefährdet der Paragraph bereits in seiner jetzigen Fassung die verfassungsrechtlich garantierte Meinungs- und Kunstfreiheit. Mit einer weiteren Verschärfung des Paragraphen könnte missliebige, aber berechtigte Kritik in Zukunft noch willkürlicher als bisher verhindert werden. Besonders bedenklich ist, dass, während in der Vergangenheit nur eine kleine Gruppe von rechtskonservativen Parlamentariern für die Verschärfung des Paragraphen eintrat, nun die gesamte CDU/CSU-Fraktion die Gesetzesvorlage unterstützt. Es scheint so, als ob die CDU/CSU, nachdem sie mit der Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften eine empfindliche Niederlage einzustecken hatte, nun auf "Teufel, komm raus!" die letzten Bastionen des christlichen Abendlandes zu retten versucht.

Der IBKA e.V. (Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten), der sich seit vielen Jahren für die Rechte der nichtreligiösen Bevölkerung einsetzt, fordert von den politisch Verantwortlichen, dass sie sich gegen solche fundamentalistisch anmutenden Vorstöße deutlich entschiedener als bisher zur Wehr setzen.

Niedersachsen: Buggle für Bücherei Braunschweig zu wissenschaftlich

Im März wollte Irene Nickel, die IBKA-Regionalbeauftragte von Niedersachsen, der "Öffentlichen Bücherei Braunschweig" mit einer Buchspende etwas Gutes tun. Sie hatte vor, der Bibliothek ein Exemplar von Prof. Dr. Franz Buggles "Denn sie wissen nicht, was sie glauben" zu spendieren - natürlich nur, wenn das Buch auch den Nutzern der Bücherei zur üblichen Ausleihe angeboten wird.