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Tanzverbot zu Halloween - Lockerung in Sicht?

Das Fest Halloween ist in konservativen Kreisen nicht wohlgelitten. Schon dass es aus den USA importiert wurde, macht es vielen suspekt. Obendrein gilt es strengen Christen als "neuheidnisch".

2008 verschärfte der bayerische Landtag das Feiertagsgesetz so, dass das Tanz- und Vergnügungsverbot an "stillen" Feiertagen schon ab Mitternacht greift. Da Halloween unmittelbar an den katholischen Feiertag Allerheiligen grenzt, ist für Halloween-Fans in Bayern ab 0 Uhr Schluss mit lustig. Man müsse die Leute eben zwingen, die katholischen Feiertage ernst zu nehmen, zitiert die Süddeutsche Zeitung die Regierung von Oberbayern.

Nun hat sich die FDP, die in Bayern den Wirtschaftsminister stellt, für eine Lockerung des Tanzverbots dahingehend ausgesprochen, dass es erst ab 3 Uhr morgens gilt. Ob die CSU, die sich in solchen Fragen traditionell strikt an den Großkirchen orientiert, da mitmacht, ist allerdings offen. Ebenso fraglich ist, ob die FDP sich tatsächlich auf einen Konflikt mit CSU und Kirchenlobby einlassen wird.

Grundsätzlich würde sich dadurch am Tanzverbot an christlichen Feiertagen allerdings nichts ändern. Die Einschränkung der Freiheit durch gesetzliche Verbote im Namen der religiösen Tradition wird uns wohl noch längere Zeit erhalten bleiben.

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(René Hartmann, 30.10.2009)