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Über diese Seiten

Atheist Centre Vijayawada

Benz Circle, Vijayawada 520010, A.P. India

www.atheistcentre.in

Ein kurzer Überblick

Das Atheist Centre ist eine Institution des sozialen Wandels, die von Gora (1902-1975) und Saraswathi Gora (1912-2006) im Jahre 1940 gegründet wurde. Seit seiner Gründung war das Atheistische Zentrum (Atheist Centre) ein Born der Aktivitäten zur Förderung des Atheismus, Humanismus und des sozialen Wandels. Das Atheist Centre wird getragen von der Zusammenarbeit und dem guten Willen der Menschen. Nach Goras Tod 1975 führte seine Frau das Atheist Centre weiter. Das Atheist Centre engagiert sich ebenfalls in sozialer Arbeit zur umfassenden bäuerlichen Entwicklung.

Die Gründer des Atheist Centre waren Mahatma Gandhi verbunden und nahmen teil an seinem Kampf für die Freiheit. Gora hat viel mit Gandhi über Atheismus und sozialen Wandel diskutiert und diese Diskussionen wurden dann in dem Buch "An Atheist with Gandhi" veröffentlicht. Das Atheist Centre ist ins öffentliche Leben eingebunden, behält aber seine herausragende Position durch seine atheistische Herangehensweise. Leben wird hier als ein Gesamtwerk verstanden und man strebt nach einer alternativen atheistischen Lebensführung.

Beratung

Ein Arbeitsschwerpunkt des Atheist Centre liegt darin, sozio-psychologische Beratung für eine große Anzahl von Leuten anzubieten, die wegen verschiedener Probleme das Atheist Centre aufsuchen. Viele Männer und Frauen suchen im Atheist Centre nach Anleitung.

Säkularisierung und Abschaffung der Kasten

Das Atheist Centre räumt seit jeher der Bekämpfung der Unberührbarkeit und der Kastenunterschiede höchste Priorität ein. Als Schwerpunkt hierbei hatte das Atheist Centre Programme zum Essen zwischen den Kasten (d.h. Essen, an dem Mitglieder verschiedener Kasten teilnahmen) sowie zur Heirat zwischen den Mitgliedern verschiedener Kasten, die die schändlichen Praktiken der Unberührbarkeit bekämpfen sollten. Das Atheist Centre fördert die Heirat zwischen den Kasten sowie kastenloses Heiraten. Hunderte solcher Ehen fanden sowohl im Atheist Centre als auch an anderen Stellen statt. Die Mitglieder des Atheist Centre gingen bei der Heirat zwischen den Kasten mit gutem Beispiel voran. Diese Vorbilder inspirierten andere in ihrem Kampf für soziale Gleichheit.

Kampf gegen Aberglauben

Die Bekämpfung von Aberglauben ist ein wichtiger Bereich des Atheist Centre. Der Wunderglaube ist ein Fluch der indischen Gesellschaft und verhindert die Weiterentwicklung. Daher begannen Gora und Saraswathi Gora direkt von 1929 an, den Aberglauben zu bekämpfen und sie schauten sich die Sonnenfinsternis an, trotz des Tabus, dass schwangere Frauen dies nicht tun sollten. Sie lebten in sogenannten "Spukhäusern" und zerstörten so den damit verbundenen Mythos. Das Atheist Centre bietet Kurse an, um wissenschaftliches Arbeiten und rationales Denken zu fördern.

Kampf gegen Hexentum und Zauberei

Im früheren Bundesstaat Hyderabad ist der Glaube an Hexerei und Zauberei noch immer weit verbreitet. Die Bezirksverwaltung in Medak lud 1983 das Atheist Centre ein, den Aberglauben zu bekämpfen. Ein Team aus Ärzten, Sozialarbeitern, Psychiatern und Wissenschaftlern, geleitet von Dr. Samaram, fuhr in den Distrikt Medak, um die Massenhysterie zu untersuchen, die mittlerweile epidemische Ausmaße erreicht hatte. Ähnliche Teams wurden nach Naigondo, Nizamabad, Warangai und Rangareddi geschickt, um die Bevölkerung zu unterrichten und um den Aberglauben zu zerstreuen.

Wissenschaftszentrum Gora und die wissenschaftlichen Ausstellungen

Um das Bewusstsein für Umwelt und ökologische Zusammenhänge zu verbreiten, organisiert das Wissenschaftszentrum Gora auf breiter Ebene jährliche Ausstellungen zu den Themen Umwelt und Wissenschaft. Im Atheist Centre befindet sich eine wissenschaftliche Dauerausstellung. Desgleichen werden Kurse zum Thema Umwelterziehung in Schulen und Colleges organisiert.

Streben nach sozialem Zusammenhalt

Das Atheist Centre unternahm Friedensmärsche in von Streit zerrissenen Gebieten. Als die Mulki-Bewegung für ein getrenntes Telangana unendliches Leid verursachte, unternahm Gora einen Friedensmarsch zu Fuß. Ähnlich in 1989. Das Atheist Centre organisierte einen siebzigtägigen Fußmarsch der Einheit über eine Distanz von 1400 Km in vier Distrikten Andrahs, in denen es immer wieder zu Aufständen kam. Bei früheren Gelegenheiten organisierte Gora ähnliche Märsche, darunter auch den von Gandhis Ashram in Sevagram bei Nagpur nach Delhi, bei dem er 1000 Meilen in 100 Tagen zurücklegte.

Programme zu Sexualerziehung und Gesundheitsbewusstsein

Das Atheist Centre befindet sich immer an erster Stelle, wenn es darum geht, Programme zu Sexualerziehung und Gesundheitsbewusstsein zu verfechten. Dr. Samaram schreibt seit 25 Jahren zur Sexualkunde in den täglich und wöchentlich erscheinenden, weitverbreiteten Talugu Zeitungen und Zeitschriften. Sein fünfbändiges Werk "Sex, Wissenschaft" ist sehr beliebt. Bis heute hat Dr. Samaram über 100 Bücher zu Gesundheitserziehung und allen Bereichen der medizinischen Wissenschaft geschrieben. Dr. Samaram und Dr. Maru organisierten eine Reihe von Gesundheitscamps. Wöchentliche Veranstaltungen im Vasavya Pflegeheim des Atheist Centre zum Thema Gesundheitserziehung werden weithin beachtet. Die Swetcha Gora Augenbank wurde ins Leben gerufen, um Augenspenden zu ermutigen. Mehr als 200 Coronaverpflanzungen wurden bereits durchgeführt und tausende von Menschen stifteten ihre Augen. Blutbanken von Freiwilligen wurden ebenfalls organisiert. Dies wurde den Menschen zusammen mit einer umfassenden Gesundheitserziehung zugeteilt.

Säkulare Sozialarbeit

Das Atheist Centre hat ebenfalls umfassende ländliche Entwicklungsprogramme durchgeführt. Hiermit beauftragt wurden Arthik Samata Mandal, Vasavya Mahila Mandali und Samskar. Alle drei Organisationen haben ihren Sitz im Atheist Centre. Arthik Samata Mandal arbeitet mit den Stämmen, Webern, Handwerkern, Bauern, Frauen und Kindern. Vasavya Mahila Mandali organisiert AIDS-Kampagnen auf breiterer Ebene. Diese Organisation arbeitet mit Hunderten von Straßenkindern. Gora Abbhay Nivas gibt Hunderten von Frauen mit sozialen Problemen Schutz, Ausbildung und Rehabilitation. Samskar ist aus der Arbeit des Atheist Centre mit den kriminellen Stämmen entstanden. Über Jahrzehnte hinweg arbeiteten Gora, Lavanam, Hemalata Lavanam und andere vom Atheist Centre in den Verbrechersiedlungen und leiteten Schritte zur Kriminalreform ein. Samskar übernahm ebenfalls die Aufgabe, das Jogini-System auszuradieren. Hierbei handelt es sich um ein Überbleibsel der Devadasi in der Telangana-Region von Andra Pradesh. Chelli Nilayam, das Heim der Schwestern, wurde 1987 in Varni, Distrikt Nizamabad gegründet. Die sozio-psychologische Beratung half, einen Wandel in der Einstellung der einstigen Jogins zu erreichen. In Hunderten von Dörfern übernahm Samskar die Programme zur Ausrottung des Jogini-Systems indem es einen Rundum-Angriff auf das Problem führte. Hierzu gehörten ständige Beratung, Bewusstseinsbildung, wirtschaftliche und soziale Aktivitäten, Bildung, Gesundheitserziehung und Herausbildung des Gewissens.

Nationale und Internationale Auswirkungen

Das Atheist Centre entwickelt den Atheismus als positive Lebenseinstellung und berührt dabei verschiedene Felder durch seine Aktivitäten. Atheist Centre gibt das monatliche Atheistenblatt auf Englisch und Nasthika Margam in der Telugu-Sprache heraus. Goras Schriften und Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt.

Atheistische Weltkonferenzen

Die erste, zweite und vierte Atheistische Weltkonferenz wurden 1972, 1980 und 1986 im Atheist Centre abgehalten. Das Atheist Centre erhielt den 1986 International Humanist Award auf dem Welt-Humanisten-Kongress in Oslo. Die fünfte Atheistische Weltkonferenz fand vom 7. - 9. Januar 2005 in Vijayawada statt. Im Jahr 2000 erhielt Saraswathi Gora den ehrenvollen GD Birla International Award für ihre herausragenden Beiträge zum Humanismus und den Karnataka State Government's Basava National Award. 1997 erhielt sie den Jankidevi Bajaj Ward, 1999 den Jamnalal Bajaj National Award etc.

Gora Briefmarke zu seinem hundertsten Geburtstag

In Verbindung mit dem hundertsten Geburtstag Goras wurde 2002 eine internationale Konferenz abgehalten, die von Mr. GMC Balayogi, dem damaligen Sprecher von Lok Sabha (dem indischen Unterhaus) eröffnet wurde. Die indische Regierung gab 2002 eine Gora-Briefmarke heraus und ehrte ihn als herausragenden Sozialreformer.