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1. Warum überhaupt austreten?

Sehr viele Menschen sind der Kirche, in die sie einst zumeist ohne ihr Zutun hineingetauft wurden, gründlich entfremdet und nehmen am kirchlichen Leben nicht teil. Dennoch bleiben sie häufig Mitglied der Kirche, weil sie glauben, ihre Kirchensteuer werde zu einem bedeutenden Teil für soziale Zwecke verwendet. Dies ist ein Irrtum. Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt. Nur ein kleiner Teil der Kirchensteuereinnahmen wird für öffentliche soziale Zwecke verwendet. Man kann also erheblich mehr Gutes tun, wenn man aus der Kirche austritt und einen Teil des gesparten Geldes für einen gemeinnützigen Zweck seiner Wahl spendet als wenn man in der Kirche verbleibt.

Sogar gläubige Christen treten aus der Kirche aus, weil sie das deutsche Kirchensteuersystem – kaum ein Land der Erde leistet sich finanziell so komfortabel ausgestattete Kirchen wie Deutschland – nicht mittragen wollen.

Neben dem finanziellen Aspekt gibt es auch einen ganz prinzipiellen Grund, aus der Kirche auszutreten. Welchen Sinn macht es, in einer Organisation Mitglied zu sein, deren Glaubenssätze man nicht teilt? In einer Gesellschaft, in der Religionsfreiheit herrscht, kann jeder Mensch es sich aussuchen, welcher Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft er angehören möchte. Von diesem Recht sollte man als mündige/r Bürger/in Gebrauch machen, und sich dabei von seinen eigenen Überzeugungen leiten lassen.

Siehe auch: Jahr des Kirchenaustritts ausgerufen