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1991 - Meldungen 1359-1407

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  • (1403) Bagdad/Washington/Riad. Sowohl der Irak als auch die USA schürten vor und während des Golfkriegs in starkem Maße religiöse Emotionen.

    Präsident Bush rief den 3.Februar zu einem "nationalen Tag des Gebetes" aus, nachdem er einige Tage vorher in einer Rede vor Journalisten religiöser Rundfunksender den Kampf der von den USA angeführten Alliierten gegen den Irak als "gerechten Krieg" im Sinne der Doktrin des Kirchenlehrers Augustinus (aus dem 5.Jh.) bezeichnet hatte. Bei einem sogenannten "Gebetsfrühstück" hatte er bedauert, nicht schon eher klargemacht zu haben, daß Gott "unser Felsen und unsere Rettung" sei.

    Saddam Hussein, Chef der eigentlich strikt säkularen irakischen Baath-Partei, schlug schon vor dem Krieg islamische Töne an, um sich der Zustimmung der Moslems zu versichern. Auf einer Konferenz muslimischer Persönlichkeiten aus zahlreichen Ländern hatte er sich vorsorglich einige Monate vor der Kuwait-Invasion zum Heiligen Krieger des Islam proklamieren lassen.

    Nach Kriegsbeginn äußerten sich zahlreiche Vertreter verschiedenster Religionen jedoch verstimmt, weil beide Kriegsparteien den "Heiligen" bzw. "Gerechten Krieg" ohne jede Rücksprache mit den Religionsgemeinschaften proklamiert hatten.

    Besondere Probleme bekam die saudi-arabische Staatsführung, die einerseits gleichfalls den Heiligen Krieg ausrief, sich andererseits aber der Kritik frommer Moslems erwehren mußte, weil sie die ungläubigen westlichen Soldaten ins Land gelassen hatte. Die Saudis organisierten extra einen Theologen-Kongreß, auf dem sie sich von Hunderten von Religionsgelehrten bestätigen ließen, daß sie sich mit diesem Schritt auf dem rechten Weg des Islam befanden. (Frankfurter Allgemeine, 6.2.91; TAZ, 15.1.91)

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