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1999 - Meldungen 2634-2670

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  • (2664) Osama. Bin Laden rasselt wieder mit dem Säbel: Für ihn sei es eine "religiöse Pflicht" zu versuchen, Massenvernichtungswaffen in die Hände zu bekommen, erklärte der von den USA und Saudi-Arabien als Terrorist gesuchte Multimillionär.

    Vier Monate nachdem die USA einige seiner Lager in Afghanistan bombardierten, meldete sich der gegenwärtig meistgesuchte Terrorist der Welt damit zurück. "Amerikaner und Briten haben die Entscheidung ihrer Regierungen gebilligt, den Irak anzugreifen", erklärte der 41-jährige gegenüber einem pakistanischen Journalisten, der das Gespräch an einen US-Fernsehsender, eine arabische Tageszeitung und an das pakistanische Blatt "The News" weitergab. Moslems in aller Welt sollten deshalb "amerikanische und britische Interessen angreifen", verkündete der Sohn eines schwerreichen saudi-arabischen Bauunternehmers.

    Osama Bin Laden wird von Washington vorgeworfen, für zwei Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im August verantwortlich zu sein, bei denen 250 Menschen ums Leben gekommen waren. Er bestritt jede Mitverantwortung, bedauere die Anschläge aber nicht und kenne einige der Hinterleute: "Das waren wahre Männer."

    Das Interview fand am Heiligen Abend in einem Zelt in der Wüste außerhalb der südafghanischen Stadt Kandahar, dem Sitz der radikal-islamischen Taliban-Milizen, statt. Mullah Mohammad Hassan Rehmani, der Gouverneur der Region, hatte erst wenige Tage vor dem Auftritt von Osama Bin Laden erklärt: "Osama Bin Laden ist unser Gast. Aber wir haben sichergestellt, daß er keine Terroraktionen planen und daß er keine öffentlichen Erklärungen abgeben wird."

    Die Taliban-Milizen, die mittlerweile rund 70 bis 80 Prozent des afghanischen Territoriums kontrollieren, sind untereinander über die Behandlung von Osama Bin Laden zerstritten. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28.12.98)

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