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Schwulem Schützenkönig droht Disqualifikation

Ein trauriges Beispiel für die ausgrenzenden Moralvorstellungen katholischer Vereine und Organisationen findet sich zur Zeit in Münster: Der Schützenkönig Dirk Winter des Münsteraner Vereins St.-Wilhelmini-Kinderhaus soll nicht am Bundesschießen, für das er sich qualifiziert hat, teilnehmen dürfen - aufgrund seiner Homosexualität.

Grund der Aufregung ist Winters Wahl der Schützenkönigin: Er ernannte seinen Partner Oliver zum "Königsgemahl". Dies verstoße gegen die christlichen Glaubensgrundsätze des Dachverbands Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS). „Er hatte vorher in einem Fragebogen unterschrieben, dass er sich christlichen Werten verpflichtet fühlt und nach dem Motto ‚Für Glaube, Sitte und Heimat‘ lebt“, so BHDS-Sprecher Rolf Nieborg.

Nach der Berichterstattung über die drohende Disqualifikation sagte Heiner Meyer zu Rheda, der Präsident des Vereins Sankt-Hubertus-Schützenbrüder, der die Veranstaltung des Bundeswettbewerbs übernimmt, Dirk Winter werde „mit Sicherheit nicht ausgeschlossen“. Der BHDS soll noch diese Woche über die Zulassung Winters zum Bundesschießen entscheiden.