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Missbrauchsfall der katholischen Kirche in Münster

Die Meldungen über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche reißen nicht ab: Ein katholischer Priester und langjähriger Seelsorger der Uniklinik Münster wird verdächtigt, sich 1996 an einem Minderjährigen vergangen zu haben. Bis zum Sommersemester 2010 war der Beschuldigte auch als Dozent an der Medizinischen Fakultät der Universität tätig.

Die Staatsanwaltschaft Münster leitete Ermittlungen ein, die am 21. April 2010 eingestellt wurden. Nicht jedoch wegen erwiesener Unschuld, sondern weil die Vorwürfe nicht bewiesen werden konnten, berichtet die Münstersche Zeitung unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Heribert Beck.

Die Aussagen des mutmaßlichen Opfers zum Raum, in dem sich der Missbrauch abgespielt haben soll, hielten laut Beck einer objektiven Betrachtung nicht stand: "Nach so langer Zeit kann das vorkommen. Es heißt nicht, dass der Zeuge gelogen hat. Es bedeutet nur, dass die Beweislage dann sehr schwierig wird."

Mittlerweile hat die katholische Kirche ein eigenes Ermittlungsverfahren gegen den Priester aufgenommen. Der kirchliche Strafprozess wird im Erzbistum Köln geführt.