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4. Aktion 2013 in Hannover: IBKA-Infostand

Bei bestem Herbstwetter waren wir als IBKA-Regionalgruppe Niedersachsen/Bremen am Samstag, 26. Oktober 2013 wieder in Hannover-Zentrum, am Kröpke präsent. Mit fünf Personen waren wir ca. fünf Stunden gefragte AnsprechpartnerInnen für die PassantInnen.

IBKA-Stand in HannoverAus Anlass der 850-Jahr-Feier des Kloster Loccum hatten wir für unsere Forderung nach sozial- ethischer Rehabilitation der 33 Menschen, die zwischen 1581 und 1661 im Stiftsgebiet Loccum unter maßgeblicher Verantwortung der damaligen Geistlichkeit unschuldig als „Hexen“ ermordet worden sind, einen Handzettel „Wider das Vergessen“ und ein Plakat mit den Namen aller Ermordeten entwickelt. Die Hauptfrage der PassantInnen war: „Wo kann ich unterschreiben?“. Wir vom IBKA werden uns hier eine Antwort überlegen. Denn noch haben weder der Abt des Kloster Loccum noch die EKD sich zu einer öffentlichen Rehabilitation bereitgefunden

Schon zu Beginn unserer Veranstaltung stellten wir aber fest: Das Kernthema des IBKA „Trennung von Staat und Kirche“ (gut sichtbar auf einem Banner) bewegte die Menschen wesentlich intensiver. Sie waren geradezu aufgewühlt und empört über das, was sie inzwischen in den Medien über das dubiose Finanzgebaren der katholischen Kirche erfahren hatten. Uns hatte der Limburger Bischof und die verschleiernden Aussagen der Kirchenfunktionäre zum wahren Vermögen der beiden sog. christlichen Kirchen also geradezu eine Steilvorlage geliefert.

Immer wieder hörten wir im Gespräch mit den Menschen Aussagen wie diese: „Na, die evangelische Kirche ist auch nicht besser, nur diskreter.“, „Ich habe meinen Glauben, die Kirche brauche ich dafür nicht.“, „Mir hat’s gereicht – ich bin ausgetreten.“, „Die Kirchen benutzen die Bibel wie einen Steinbruch – suchen sich heraus, was sie gerade brauchen können.“, „Wie gehe ich vor, um aus der Kirche auszutreten?“, „ Was ich früher als Kirchensteuer gezahlt habe, gebe ich jetzt ans Deutsche Rote Kreuz.“

Hilfreich war in den Gesprächen, dass wir zu allen angesprochenen Themen unsere Aussagen mit gutem Informationsmaterial des IBKA unterstützen konnten.

Abschließend ist zu sagen: Diese Aktion lockte bemerkenswert viele Menschen an unseren Stand, die alle sehr aufgeschlossen und intensiv mit uns sprachen. Wie viele versteckte Privilegien die beiden Kirchen genießen, war allerdings längst nicht allen bekannt – für uns also ein guter Grund, unsere Öffentlichkeitsarbeit auch im nächsten Jahr fortzusetzen.

Text und Bild: Dr. Ingeborg Wirries, Ronnenberg

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