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Sächsischer Bildungsplan: Mission bleibt draußen

Zum Eklat kam es in der Debatte um den Sächsischen Bildungsplan für Kindergärten: Ein Papier der evangelischen Landeskirche zum Thema „Religiöse Erziehung“ sollte nach dem Willen der sächsischen Bildungsministerin Helma Orosz (CDU) dort als viertes Kapitel erscheinen.

Doch es geschah unerhörtes: Gegen den Coup der Ministerin erhob sich Protest. Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Gisela Schwarz, forderte, das Kapitel wieder zu streichen, und der familienpolitische Sprecher der Linksfraktion.PDS, Falk Neubert, verließ gar den Fachbeirat zum Bildungsplan.

Die Proteste sorgten wiederum bei Kirche und CDU für Irritationen; so sah man in der Haltung der Linkspartei.PDS „atheistische Beißreflexe“ (siehe z.B. den Artikel Da-Vinci-Code im Kindergarten – der im Artikel erhobene Vorwurf einer Umnummerierung des 2. Gebots ist übrigens unsinnig, da die Nummerierung der Gebote nicht einheitlich ist).

Schließlich zeigten die Proteste Erfolg; die Ministerin nahm von ihren Plänen bezüglich des Religionskapitels Abstand (Presseinformation der Linkspartei.PDS)

Es wäre zu hoffen, dass die Vermischung von staatlichen Erziehungsaufgaben und kirchlicher Mission, wie sie derzeit z.B. von der Bundesministerin von der Leyen betrieben wird, auch anderswo nicht ohne Widerspruch bleibt.

René Hartmann (01.06.2006)