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Fundamentalisten bekommen eigene Schule

Wie der Spiegel berichtet, darf die fundamentalistische Glaubensgemeinschaft "Zwölf Stämme" die Kinder ihrer Mitglieder in einer eigenen Privatschule unterrichten – ohne Sexualkunde und Evolutionslehre.

Damit endet vorläufig ein vierjähriger Konflikt, in dem die Eltern sich gegen die staatliche Schulpflicht gewehrt und sich auch von Bußgeldern und Beugehaft nicht hatten beeindrucken lassen. Die zuständigen bayerischen Behörden bezeichnen den Kompromiss als "Notlösung". Es ist allerdings zu befürchten, dass hiermit ein gefährlicher Präzedenzfall für die Errichtung von Parallelgesellschaften geschaffen worden ist.

Hart blieben dagegen die Hamburger Behörden in einem ähnlichen Fall: Dort wollen sie zwei Schulverweigerern das Sorgerecht entziehen. Diese haben sich nun offenbar nach Österreich abgesetzt.

(René Hartmann, 31.08.2006)