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Ziele und Grundsätze
- Ziele des IBKA
- Politischer Leitfaden
Ausführliche Darstellung der Grundsätze, Ziele und Forderungen
Eigentlich hatte ich gar nicht vor, einem „Atheisten-Verein“ beizutreten. Ich habe ein Leben lang selbstständig, auf eigene Faust den ganz gewöhnlichen Atheismus gepflegt, den ich aus meinem Elternhaus kannte und den ich für „normal“ halte: Es gibt keinen Gott, also muss man sich auch nicht den Kopf über ihn zerbrechen. Nachdenken muss man über Gut und Böse, über Recht und Unrecht, über Wahr und Falsch. Aber das ist von Menschen gemacht und damit auch durch uns selbst veränderbar. Zwar habe ich mich sehr dafür interessiert, was meine Mitmenschen so alles glauben und in ihre heiligen Schriften geschaut. Aber kapiert habe ich nie, dass jemand nicht ganz einfach deshalb Gutes tut, weil es gut ist, sondern dass er auf ein höheres Wesen warten muss, das ihm die Richtung weist. Wenn’s ihnen dabei hilft, Gutes zu tun, warum nicht? Und wenn sie ein Gott in ihrem privaten oder im allgemeinen Elend tröstet, dann sei’s ihnen gegönnt. Da haben diese Mitmenschen es vielleicht sogar besser als ein Rationalist wie ich. Deswegen habe ich auch prinzipiell nichts gegen Religionen oder Gläubige (vor allem nichts gegen friedliche und friedliebende), ich frage nur kritisch nach, was sie auf solche Gedanken bringt und was sie im Namen ihres Glaubens anstellen.
Was mich aber auf die Palme bringen kann (und zunehmend bringt) ist die unerhörte Anmaßung, mit denen die Vertreter heiliger Lehren oder eingetragener Körperschaften des öffentlichen Rechts ihre „Glaubenswahrheiten“ für allein selig machend erklären und mir und allen anderen „Ungläubigen“ das Recht absprechen, zu einer eigenen, Gott-losen Meinung und Moral zu kommen. Im Namen ihrer heiligen Religion haben diese Heuchler jahrhundertelang die anders Denkenden als Ketzer verbrannt und bis ins letzte Jahrhundert hinein das Bündnis von Thron und Altar gepredigt (fast alle Kriege wurden im Namen Gottes geführt) – und heute preisen sie sich selbst als die Erfinder von Frieden, Demokratie, Moral und Humanität an. Dabei musste das alles unter großen Opfern gegen sie erkämpft werden! Das alte Bündnis von Thron und Altar lebt in unserem heutigen Staat fort in einer unglaublichen Privilegierung der großen Kirchen und ihrer – sorgfältig kaschierten – Finanzierung aus den öffentlichen Kassen, also auch aus meinen Steuern.
Ich will von keiner Religion und keinen Religionsfürsten bevormundet werden. Ich will eine klare, vollständige Trennung von Staat und Religion. Das heißt auch, dass jede Form von Religion und Religionsausübung aus den öffentlichen Schulen verschwinden muss. Religion ist Privatsache.
Wenn man dafür öffentlich, im politischen Raum eintreten will, dann muss man sich mit anderen zusammentun. Allein geht das nicht oder es bleibt wirkungslos.
Weil ich das in den letzten Jahrzehnten gewachsene naturwissenschaftliche Weltbild vor dem Wiedererstarken der einfältigen, nicht falsifizierbaren und keinerlei Wirkmechanismen angebenden religiösen Erklärungsmodelle zur Entstehung des Universums und der Entwicklung des Menschen verteidigen möchte. Dieses einfältige religiöse Weltbild soll auf keinen Fall gleichberechtigt zu dem Naturwissenschaftlichen an die nächste Generation weitergegeben werden. Die Schule hat Erkenntnisse, nicht Bekenntnisse und Phantastereien zu vermitteln.
Weil ich persönlich schon oft die „Zwangsbeglückung“ durch religiöse Menschen erfahren habe. Menschen die von ihrer Religion überzeugt sind, tendieren dazu, in bester Absicht und mit bestem Willen anderen ihre Vorstellungen und Rituale (in meinem Fall kirchliche Trauung, zeitweiliger Wiedereintritt in die Kirche und Kirchenbesuche an Feiertagen) aufzuzwängen. Mehrfach ist mir auch das absolut zwangsbeglückende „Jesus ist auch für Dich gestorben“ auf amerikanischen Strassen und Plätzen entgegengeschleudert worden.
Weil (frei nach Christopher Hitchens) Religionen auch heute noch die Welt vergiften, hier einige Beispiele (von hunderten):
So einfach kann das kommen - und so erging es mir:
Als Kind in katholischen Verhältnissen aufgewachsen (weitaus mehr durch den dörflichen "Herrn Pfarrer" und die Schule als durch mein Elternhaus beeinflusst), spürte ich schon in jungen Jahren die Heuchelei in der katholischen Erziehung und störte mich an deren Widersprüchen.
Erwachsen geworden, trat ich aus der Kirche aus und bekannte mich uneingeschränkt zum Atheismus.
Ich machte allerdings die Erfahrung, dass es äußerst schwierig und selten von Erfolg gekrönt war, wenn ich als Individuum andere von meiner Einstellung zu überzeugen oder sie gar von der Institution Kirche abzubringen versuchte. Es erstaunte mich zwar zu erleben, dass die meisten Mitglieder der Kirchen diesen völlig gleichgültig gegenüberstanden, sich aber dennoch nach dem "keeping up with the Jones's-Prinzip" an die vermeintliche Mehrheit anpassten.
Ich fand es wichtig, demgegenüber meine eigenen Meinungen und Interessen (und natürlich die meiner Gleichgesinnten) durchzusetzen, also gegen die übermächtigen Privilegien der Amtskirchen zu kämpfen. Das ist - um erfolgreich zu sein - am besten in Zusammenarbeit mit anderen, also in einem entsprechenden Interessenverband, möglich. Und diesen habe ich im IBKA gefunden.
Angesichts der düsteren Kirchengeschichte ist es unerträglich, dass sich die Kirchenvertreter als Hüter von Recht und Moral aufspielen. Diese Kirchen haben Kriege angezettelt, mit Faschisten und Nazis zusammengearbeitet, die Menschlichkeit in den Staub getreten, Sklaverei gefördert und Demokratie verhindert (diese Liste ließe sich seitenlang fortführen).
Und diese Kirche wird heute aus allgemeinen Steuertöpfen finanziert, wird von Politik und weiten Teilen der Gesellschaft hofiert und protegiert. Deren Vertreter sitzen in Ethikkommissionen und Rundfunkräten, bekommen kostenfreie Werbesendungen in TV und Radio, bezahlt von unseren GEZ Gebühren. Meine persönliche Schmerzgrenze ist weit überschritten und es ist höchste Zeit, dass die Kirchen als das erkannt werden, was sie wirklich sind: Organisationen, die es über Jahrhunderte durch Lug, Betrug und Krieg zu schier unermesslichem Reichtum und gewaltiger Machtkonzentration gebracht haben.
Deshalb setze ich mich ein, für die konsequente Trennung von Staat und Kirchen, für eine echte Religionsfreiheit, die auch das Recht auf Freiheit von der Religion beinhaltet.
Religiöse Fragen haben mich in der Jugend durchaus interessiert. Allerdings waren die Antworten der Kirche für mich unglaubwürdig und je genauer ich das apostolische Glaubensbekenntnis überdachte, umso klarer wurde mir, dass ich davon so gut wie nichts glauben kann.
Dann kümmerte mich das Thema lange Jahre nicht mehr besonders, bis ich Anfang des 21. Jahrhunderts merkte, wie Kirchen langsam aber sicher versuchen, verlorenes Terrain zurückzugewinnen und alte Privilegien zu festigen. Und weder von den Medien noch von der Politik wird dem entgegengewirkt!
Mehr denn je wird den Leuten eingeredet, alle sozialen Einrichtungen würden von der Kirche finanziert, Werte und Ethik wären ohne Religion nicht denkbar, Demokratie und Aufklärung seien Folgen des Christentums usw. Ist ja auch kein Wunder, „Denn sie wissen nicht, was sie glauben“ (Franz Buggle)
Anfang der 70er Jahre ward ich als Mitglied eines kath. Ordens in ein „Missionsgebiet“ Südamerikas entsandt. Auch dort hatten die ideellen Wirkungen von Vatikanum II zur Folge, dass so manches Tabu zerbröselte. Offen eingestanden wurde z. B., dass das Christenkreuz, dem spanischen Schwert gleichend, der Urbevölkerung als Horrorsymbol gilt und Missionieren direkt ihre ureigene Kultur bedroht.
Die von den christlichen Eroberern in 500 Jahren geschaffenen horrenden Tatsachen: Holocaust (ca. 70 Mio.) an der indigenen Bevölkerung, Plünderung des Kontinents, heute noch in einer Art Dauer-Schockstarre verharrende Indios u.v.a.m. erschütterten mein eurozentrisches Weltbild nachhaltig und folglich wurden mir die christlichen Heilszusagen so obsolet wie eine Fata Morgana.
Ich bin dabei, weil es mich empört, dass:
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