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Hartmut

Die mosaischen Religionen, also auch das Christentum, sind autoritäre Weltanschauungen, die eine emanzipatorische Entwicklung des Menschen verhindern, ihn entmündigen und zu einem Untertanen machen, der sich nur auf Anordnung von „oben“ moralisch richtig verhält. Sie propagieren einen Untertanengeist, der auch in den jeweiligen Gesellschaften zur Wirkung kommt. Man muß nur die Geschichte der Kirchen und ihre Verbundenheit mit den herrschenden Mächten studieren.

Die Bereitschaft Abrahams, seinen eigenen Sohn auf Befehl Gottes zu opfern, dieser Kadavergehorsam, diese Bereitschaft im Namen Gottes etwas Grauenvolles zu tun, zieht sich durch die ganze Geschichte aller drei mosaischen Religionen. Ob dem biblischen Gott, einem altbabylonischen oder persischen Gottkönig, ob einem Fürsten von Gottes Gnaden oder einem Führer, der sich von der Vorsehung berufen fühlt, man war bereit, ihren Befehlen bedingungslos zu folgen und dabei die unmenschlichsten Taten zu begehen.

Dieser Untertanengeist reichte bis in die Familie und die Pädagogik.
„Gott Vater“ forderte und befahl ein gewisses Verhalten, sonst drohte die Hölle. Angst und Strafe sind die Disziplinierungselemente dieser Religionen. Dies hatte auch in der Pädagogik ihre Auswirkungen, die bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts von Druck und Angst geprägt war.

Dazu sind diese Religionen menschenfeindlich. Den Menschen an sich als sündig zu betrachten ist menschenfeindlich und entwürdigend.

Die Kirchen waren in ihrer Geschichte nie an der Befreiung des Menschen beteiligt. Von den Kreuzzügen über die Inquisition bis zu der Missionierung mit Feuer und Schwert haben die Kirchen die Freiheit des Menschen und damit den Menschen selbst bekämpft. Mag es auch einzelne Ausnahmen gegeben haben, die Kirchen standen immer auf Seiten der Herrschenden, der Unterdrückenden.

Daß Kirchen, die solch eine autoritäre Weltanschauung vertreten, im 21. Jahrhundert von einem säkularen Staat auch noch finanziell unterstützt werden, Privilegien wie Steuerbefreiung und Medienpräsenz besitzen, ist für mich untragbar. Deshalb bin ich Mitglied im IBKA geworden, der für die konsequente Trennung von Kirche und Staat eintritt. Jeder kann glauben, was er will. Aber der Staat muß sich weltanschaulich neutral verhalten, sollte keine Weltanschauung privilegieren, und schon gar nicht solch eine autoritäre, undemokratische.