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Friedl

Anfang der 70er Jahre ward ich als Mitglied eines kath. Ordens in ein „Missionsgebiet“ Südamerikas entsandt. Auch dort hatten die ideellen Wirkungen von Vatikanum II zur Folge, dass so manches Tabu zerbröselte. Offen eingestanden wurde z. B., dass das Christenkreuz, dem spanischen Schwert gleichend, der Urbevölkerung als Horrorsymbol gilt und Missionieren direkt ihre ureigene Kultur bedroht.

Die von den christlichen Eroberern in 500 Jahren geschaffenen horrenden Tatsachen: Holocaust (ca. 70 Mio.) an der indigenen Bevölkerung, Plünderung des Kontinents, heute noch in einer Art Dauer-Schockstarre verharrende Indios u.v.a.m. erschütterten mein eurozentrisches Weltbild nachhaltig und folglich wurden mir die christlichen Heilszusagen so obsolet wie eine Fata Morgana.