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IBKA-Aktivitäten in Niedersachsen

Stand des IBKA in Hildesheim Hans-Jürgen Rosin

Die "Ortsgruppe Hildesheim" des IBKA baute um 10:00 Uhr am Samstag dem 31.10.2009, dem Reformationstag, in der Hildesheimer Fußgängerzone, direkt am "Huckup" (einem stadtbekannten Denkmal zu einer Hildesheimer Sage) ihren Infostand auf.

Trotz des kalten Wetters waren die vier IBKA-Mitglieder guter Dinge und freuten sich auf den Ansturm der Interessenten oder auch auf Menschen mit anderer Weltanschauung. Das erste Gespräch kam dann auch nach kurzer Zeit mit einer älteren Dame zustande, die ebenfalls der Meinung des Plakats ("ohne Trennung von Staat und Kirche keine Demokratie") war und wissen wollte, wie wir denn dem Ziel näher kommen wollten. Sie wünschte uns gutes Gelingen.

Über den Tag verteilt ergaben sich dann weitere übereinstimmende, aber auch kontroverse Gespräche. Ein Gesprächspartner blieb ca. 2 ½ Stunden bei uns. Es handelte sich um einen älteren Herren, der mit den Zielen des IBKA in allen Punkten einer Meinung war. Sein Problem bestand darin, mit einer Katholikin, mit einer "bayerischen Katholikin", wie er betonte, verheiratet zu sein. Darum freute er sich ganz besonders, Gleichgesinnte getroffen zu haben, und wird zu dem nächsten Stammtisch am Freitag, dem 8. Januar 2010 ab 19:00 Uhr in der Schlachthofkneipe in Bremen-Findorff wiederkommen.

Ein weiteres interessantes Gespräch kam durch ein ca. 10 jähriges Mädchen zustande, das die Karikaturen anschaute, die in einem Ständer am Rande des Standes aufgestellt worden waren. Die Mutter kam mit einem freundlichen Lächeln schnell nach. Als sie dann allerdings die Texte las, entgleisten ihr geradezu die Gesichtszüge. Es handelte sich um bekannte Karikaturen, die die Verbrechen der Kirchen und Ähnliches aufs Korn nahmen. Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass sie Religionslehrerin an einem bischöflichen Gymnasium in der Stadt ist. Auch wenn sie in einem längeren Gespräch vielen Thesen der IBKA-Mitglieder zustimmte, wollte sie doch nicht den Mitgliedsantrag des IBKA unterschreiben.

Obwohl der Standort ganz in der Nähe der größten evangelischen Kirche Niedersachsens, der Andreaskirche in Hildesheim, gewählt worden war, blieb leider an diesem Tag das Zusammentreffen mit den Gottesdienstbesuchern der Reformationsgottesdienste aus, da diese Veranstaltungen erst für 20:00 Uhr angesetzt worden waren, was bei Planung des Standes nicht bekannt war.

Auch wenn keine der örtlichen Zeitungen der Bitte um eine Vorankündigung zu dieser Aktion nachgekommen war, blickten die Initiatoren am Abend auf einen Tag zurück, an dem sie sicher etwas auf den IBKA aufmerksam gemacht, bestimmt einige Leute zum Nachdenken angeregt und eventuell einige Passanten zum Umdenken veranlasst haben.