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Juristische Schritte gegen Anthroposophie-kritisches Buch angedroht

Pressemitteilung des Alibri-Verlags

Nun doch: Erneut juristische Schritte gegen Anthroposophie-kritisches Buch angedroht

Knapp zwei Monate nach Erscheinen des Buches Waldorf Connection, das sich kritisch mit Rudolf Steiner, der von ihm begründeten Anthroposophie und der Waldorfschule auseinandersetzt, sieht sich der Verlag mit dem ersten Versuch konfrontiert, die Diskussion mit juristischen Mitteln zu unterbinden. Nachdem bereits das Schwarzbuch Anthroposophie der Autoren Guido und Michael Grandt (Ueberreuter, 1997) von den Anthroposophen vom Markt geklagt wurde, sind nun auch gegen ihr neues Werk rechtliche Schritte angedroht.

Diesmal jedoch bemühen die Anhänger Rudolf Steiners nicht selbst die Anwälte, sondern der Wiener "Satanologe" Josef Dvorak, der bereits in der Auseinandersetzung um das Schwarzbuch als "Experte" für die Anthroposophen auftrat, hat den Autoren und dem Verlag eine Unterlassungserklärung zukommen lassen. Darin wird gefordert, eine Reihe von "Behauptungen" zu unterlassen - tatsächlich handelt es sich jedoch (bis auf zwei Fälle) bei den Textstellen um Zitate aus der Sekundärliteratur bzw. Zeitschriften, denen Dvoraks eigene Position gegenübergestellt wird.

Der Verlag geht davon aus, daß es das eigentliche Ziel der Unterlassungserklärung ist, die Lieferbarkeit des Buches einzuschränken und den Verlag zu lähmen und finanziell so weitgehend wie möglich zu schädigen. Letztlich soll dadurch verhindert werden, daß die Diskussion über die okkultistischen Grundlagen und rassistischen Elemente der Lehre Rudolf Steiners weitere Kreise zieht. Dvoraks Vorgehen schätzt der Verlag insofern als Fortsetzung seiner "Experten"-Tätigkeit mit anderen Mitteln ein.