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Konfessionslosenverband kritisiert Pläne zum Islamunterricht

Pressemitteilung vom 10.02.2009

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) äußert sich kritisch zur Absicht von Kultusministerin Henzler, einen islamischen Religionsunterricht an hessischen Schulen einzurichten. "Es ist ein absurder Gedanke, dass ein nach Religionen getrennter Unterricht zur besseren Integration beitragen könnte", sagte der IBKA-Regionalbeauftragte Hessen, René Hartmann.

"Ein Religionsunterricht, in dem Schülerinnen und Schüler in 'ihrer' Religion (sprich: in der ihrer Eltern) unterrichtet werden, ist ein anti-emanzipatorisches Relikt aus Zeiten, als die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft als Selbstverständlichkeit betrachtet wurde." Die Vermittlung einer bestimmten Glaubensrichtung gehöre generell in einem weltanschaulich neutralen Staat nicht an die öffentliche Schule. Insofern stellten die Pläne von Ministerin Henzler einen Schritt in die falsche Richtung dar. Dem Ziel der Integration könne ein Unterricht in Ethik, Religions- und Weltanschauungskunde für alle Schülerinnen und Schüler viel eher dienen.

Hintergrund:

Die neue hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) will dem islamischen Religionsunterricht an Schulen zum Durchbruch verhelfen. Dazu soll es in Hessen nach dem Vorbild Niedersachsens einen Modellversuch geben.

Islam-Unterricht - Kultusministerin kündigt Modellversuch an (Frankfurter Rundschau)

Politischer Leitfaden des IBKA, Kapitel Jugend und Bildung

Integration über Religion ist ein Irrweg – IBKA-Pressemitteilung vom 17.04.2007

Kontakt:

René Hartmann
IBKA, Regionalbeauftragter Hessen
Frankfurter Landstraße 7
61440 Oberursel
Tel.: 06171-581 852
E-Mail: hessenSpamschutzBitteEntfernen@ibka.org
Web: www.ibka.org

Über den IBKA

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) ist eine Vereinigung nichtreligiöser Menschen. Seine Ziele sind die Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte, insbesondere der
Weltanschauungsfreiheit, und die konsequente Trennung von Staat und Religion. Er setzt sich ein für individuelle Selbstbestimmung, will vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.