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Kirchenrepublik Deutschland

Wie groß ist die Lobbymacht der Kirchen?

Einladung zur Pressekonferenz am 10. November in Berlin

In vielen Bereichen beeinflussen die Kirchen maßgeblich den Lebensalltag – obwohl die größte Bevölkerungsgruppe keiner Religion mehr angehört und säkulare Einstellungen unter den Bürgerinnen und Bürgern vorherrschen. Eine soeben veröffentlichte Studie belegt, dass diese Machtstellung der Kirchen vor allem auf ihre umfangreiche Lobbyarbeit zurückzuführen ist. Denn keine Organisation und auch kein Wirtschaftsunternehmen setzt mehr Personal dafür ein, auf die Politik einzuwirken, als die beiden großen Kirchen. Sie sind wie keine andere gesellschaftliche Kraft in Gesetzgebungsprozesse eingebunden, ohne dass es dafür eine demokratische Legitimation gäbe.

„Wenn es um ihre eigenen Belange geht“, meint Carsten Frerk, der die Untersuchung durchgeführt hat, „sind die Kirchen die erfolgreichsten Lobbyisten der Republik“. Die Sichtweise, dass die Kirchen in erster Linie aus uneigennützigen Motiven nach Einfluss suchen, weist der Politologe zurück: Im kirchlichen Raum würden jährlich über 100 Milliarden umgesetzt; als (nach der öffentlichen Hand) größter Grundbesitzer und Arbeitgeber ließen sich wirtschaftliche Interessen nicht bestreiten.

Auf der Pressekonferenz werden die zentralen Ergebnisse der Studie vorgestellt.

Die Untersuchung wurde vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Auftrag gegeben und von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) unterstützt.

Pressekonferenz

Kirchenrepublik Deutschland –
Wie groß ist die Lobbymacht der Kirchen?
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstraße 55
10117 Berlin
Dienstag, 10. November 2015, 10 Uhr

Podium

Dr. Carsten Frerk (Studienleiter)
Ingrid Matthäus-Maier (ehem. MdB)
Dr. Jacqueline Neumann (Juristin)
Moderation: Daniela Wakonigg

Über den IBKA:

Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.