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Oswalt Kolle erhält IBKA-Preis „Sapio“

Porträtfoto Oswalt Kolle
Foto © Heidi Ramlow

Am 18. September 2010 wird der IBKA-Preis „Sapio“ für Verdienste um die sexuelle Selbstbestimmung verliehen. Preisträger ist Oswalt Kolle, der seit Mitte der 1960er Jahre als Autor zahlreicher Artikel, Bücher und Drehbücher über Sexualität und Aufklärung tätig ist. Die Preisverleihung findet im Comedia-Theater in Köln statt.

Einige der bekanntesten Werke von Oswalt Kolle sind „Das Wunder der Liebe“, „Zum Beispiel: Ehebruch“ sowie „Dein Kind, das unbekannte Wesen“. 2008 veröffentlichte er seine Autobiographie „Ich bin so frei – Mein Leben“, sein aktuelles Werk trägt den Titel „So bleibt die Liebe jung – 49+ Was? Na dann!“

In einem am 15. April 2010 veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung „Junge Welt“ beweist er, dass er zu den Themen Sexualität und Moral auch heute noch kein Blatt vor den Mund nimmt.

Porträtfoto HA Schult

Laudator

Als Laudator für den Preisträger konnte der Aktionskünstler HA Schult gewonnen werden. HA Schult ist bekannt durch seine „Trash People“, die ihren Weg von Xanten unter anderem über Paris, Moskau, Peking, Rom, Barcelona und New York bis in die Arktis nahmen. Weitere Projekte waren das „Hotel Europe“ in Troisdorf sowie das „Flügelauto“ und die „Weltkugel“ in Köln.

Musikalisches Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm werden die beiden Kölner Musiker Gerd Köster und Frank Hocker bestreiten. Sie bieten einen kleinen Ausschnitt aus ihrem nunmehr 30jährigen gemeinsamen musikalischen Wirken.

Foto Gerd Köster und Frank Hocker

Begonnen bei der „Schroeder Roadshow“ über „The Piano Has Been Drinking“ und der „Gerd Köster Band“ haben sie unter dem Namen „Köster & Hocker“ inzwischen fünf Alben veröffentlicht.

Begründung der Preisverleihung

"Jeder Mensch hat das Recht seine Sexualität nach seinen Wünschen zu leben, soweit er nicht die Rechte anderer Menschen verletzt.“

Porträtfoto Petra DaheimSo selbstverständlich diese Aussage vielen erscheinen mag, noch heute werden in konservativen religiösen Kreisen bestimmte Formen der Sexualität als sittlich minderwertig angesehen und es herrscht dort nach wie vor ein patriarchales Frauenbild.

Oswalt Kolle ist solchen Ansichten immer entgegengetreten. Er hat Tabus gebrochen, mit der Verklemmtheit aufgeräumt und den Weg bereitet für eine sexualfreundliche Aufklärung. Auch Petra Daheims Generation hat davon profitiert. Sie freut sich deshalb ganz besonders, die Begründung der Preisverleihung des IBKA-Preises "Sapio" an Oswalt Kolle halten zu dürfen.

Petra Daheim, Jahrgang 1970, ist seit 2008 stellv. Sprecherin des IBKA in NRW.

Moderator des Abends

Foto Kai Abrell

Kai Abrell führt durch das Programm. Als Zauberkünstler ist er seit langem für den ehrlich freundlichen und spontanen Umgang mit seinen Gästen bekannt. Genauso wird er auch als Conférencier die Redner vorstellen und den Ehrengast begrüßen. Oswalt Kolle als Preisträger des IBKA, der Aktionskünstler H.A. Schult als Laudator, Petra Daheim begründet die Vergabe des Preises - sie alle sind interessant und haben wirklich etwas zu sagen. So ist Kai Abrell für die Begrüßung und die kurzen Überleitungen zuständig – so in etwa für die Zeit die man bis zum Rednerpult braucht.
Moderator ist Kai Abrell übrigens nicht – Moderation heißt "Mäßigung". Und psychosoziale, gruppendynamische Beschwichtigung brauchen wir nicht bei dieser Preisverleihung: an diesem Abend wird einfach Oswalt Kolle gefeiert. Und im Ernstfall ist Kai Abrell nicht moderat, sondern ehrlich und direkt. Er freut sich richtig auf diese Veranstaltung und wünscht auch Ihnen schon mal viel Spaß.

Anmeldung und Eintritt

Verbindliche Anmeldung zum Besuch der Preisverleihungsveranstaltung bei:

Rainer Ponitka
Steinbach 19
51789 Lindlar
Fax: (02266) 8059948
E-Mail: sapio2010@ibka.org

Der reguläre Eintrittspreis beträgt EUR 17,--; IBKA-Mitglieder zahlen ermäßigt EUR 13,--. Die Veranstaltung findet von 19:00 Uhr bis etwa 23:00 Uhr statt. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum geselligen Beisammensein am Buffet.

Podiumsdiskussion

Am Sonntag, dem 19.9.2010 wird die Tagung im Jugendgästehaus in Köln-Deutz fortgesetzt.

Nach einem einführenden Vortrag wird eine Podiumsdiskussion stattfinden. Vertreter verschiedener säkularer Organisationen werden zum Thema „Sexuelle Selbstbestimmung“ diskutieren, welche politische Arbeit zur praktischen Verwirklichung dieses Grundrechtes künftig erforderlich ist.

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Veranstaltungsfaltblatt (PDF)1.7 MB