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IBKA

Stammtische und Treffen in Niedersachsen und Bremen 2017

Der IBKA-Landesverband Niedersachsen-Bremen lädt Mitglieder und Interessierte zu Stammtischen nichtreligiöser Menschen ein:

Nächster Stammtisch Hannover

  • am Freitag, den 01.12.2017
  • um 19:00 Uhr, Raum 2
  • im Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover (Karte)
  • Die Treffen in Hannover finden an jedem ersten Freitag im Monat statt.

Stammtisch Hildesheim

  • Donnerstag 13.04.2017 18:00 im Restaurant OS im Knochenhaueramtshaus, Marktplatz Hildesheim
  • Sonst Treffen nach Vereinbarung! Interessierte können sich unter 05121/1775763 anmelden.

Nächster Stammtisch Braunschweig

  • am Freitag, den 08.12.2017
  • um 19:00 Uhr
  • im Wirtshaus - Am Kohlmarkt, Kohlmarkt 10, Braunschweig (Karte)
  • weitere Termine in 2017:
    • ⋅ 08.12.17
    • Die Treffen in Braunschweig finden immer am zweiten Freitag im Monat statt.

Michael Schröter

Vorstandsbeisitzer

Porträtfoto Michael Schröter
Jahrgang 1976
Verwaltungsfachwirt
IBKA-Mitglied seit 2014. Mitglied des Vorstandes seit 2017.
Geboren und aufgewachsen im Emsland (Niedersachsen)

Wie es sich „gehörte“ wurde ich getauft - evangelisch - wodurch man im tiefkatholischen Emsland schon fast als Sonderling galt. Heute vermute ich, die damit im Kindes- und Jugendalter teilweise verbundene Ausgrenzung hat bei mir dazu geführt, Glaube und Religion sowie deren Riten und Gebräuche stärker zu hinterfragen.

Später, als die Religionszugehörigkeit in meinem täglichen Leben eigentlich keine Rolle mehr spielte, setzte sich auch bei mir endlich die Erkenntnis durch, dass es keines höheren Wesens bedarf, um die Welt zu erklären. In der Konsequenz erfolgte der Kirchaustritt im Alter von 25 Jahren - besser spät als nie!

In den IBKA bin ich eingetreten, weil dieser die Positionen religionsfreier Menschen aus meiner Sicht am konsequentesten vertritt. Die Abschaffung von ungerechtfertigten Kirchenprivilegien ist mir ein besonderes Anliegen. Die Schaffung eines Problembewusstseins durch Aufklärung und Information über diese Privilegien beginnt im persönlichen Umfeld.

Wolfgang Knoke

Porträt Wolfgang Knoke
Foto © DGHS / Dörthe Boxberg

Finanzleiter

Geboren 1955 in Paderborn und aufgewachsen in Altenbeken hat mich mein Berufsleben in den neunziger Jahren nach Greven (15 km nördlich von Münster) verschlagen. Politisch schon immer interessiert, hat mich mein Weg in der sozialliberalen Ära in die FDP der Dehlers und Flachs, der Maihofers und Hamm-Brüchers geführt. Als der Liberalismus in der FDP aber zunehmend nicht mehr stattfand (1998: FDP wählen, damit Kohl Kanzler bleibt) verstärkten sich die Zweifel, ob das noch meine Partei ist. Seit nunmehr zehn Jahren parteilos, aber politisch nach wie vor interessiert, verorte ich mich heute im linksliberalen Lager.

Nach sechszehn Jahren Bundeswehr, zuletzt als Angestellter, bin ich seit 1992 in der sog. Freien Wirtschaft (Maschinenbau/Finanzbuchhaltung) tätig. Zusätzlich seit 2010 im Betriebsrat (Gesamtbetriebsratsvorsitzender). Aktuell (ebenfalls seit 2010) in der DGHS ehrenamtlich engagiert. Seit einigen Monaten in Altersteilzeit.

Stand ich einer sogenannten christlichen Erziehung schon in jungen Jahren skeptisch gegenüber, verstärkte sich diese Einstellung zunehmend – auch durch das FDP-Kirchenpapier 1974. Ich stellte für mich fest, dass viele Religionen zwar das friedliche Zusammenleben der Menschen propagieren – aber nicht vorleben. Anstatt sich mit Respekt und Liebe zu begegnen, gehen Toleranz und Respekt verloren und gewinnen Rechthaberei, Macht und Geldgier die Überhand. Nicht zu vergessen die krude Auslegung einer Religion durch deren fanatische Anhängerschaft; darin unterscheiden sich die Kreuzzüge im Mittelalter in keiner Weise vom islamistischen Terror heute.

Tätigkeitsbericht des IBKA 2016

Für den IBKA war im Berichtszeitraum wie schon zuvor die wichtigste Aufgabe, die Themen des IBKA in die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu dienen neben WWW und Pressemitteilung auch die sog. sozialen Medien (Facebook, Twitter, Google+, YouTube). Daneben spielt auch die vom IBKA herausgegebene Vierteljahreszeitschrift MIZ eine wichtige Rolle.

Die Regionalverbände und korporativen Mitglieder des IBKA führten eine Reihe von lokalen Aktionen durch, um auf die Anliegen des IBKA aufmerksam zu machen.

In Schleswig-Holstein wandte sich der IBKA gegen den Versuch, einen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen. Hierzu wurden alle Abgeordneten angeschrieben.

Der Landesverband Hessen nahm mit einem Vertreter an einer Sitzung der Enquetekommission „Verfassungskonvent zur Änderung der Hessischen Verfassung“ teil und unterbreitete Änderungsvorschläge.

Der Exodus aus den Großkirchen hält weiterhin an. Bei den Parteien ist allerdings nicht viel davon zu bemerken, hieraus Konsequenzen zu ziehen. Eine Ausnahme waren kürzlich Bündnis 90/Die Grünen: Dort wurde von einer Kommission ein Papier „Weltanschauungen, Religionen und Staat“ erarbeitet, das einige aus säkularer Sicht bemerkenswerte Punkte enthält.

Am 4. April fand in Berlin ein Treffen säkularer Verbände mit dem Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen statt, auf dem den Verbänden das Papier vorgestellt wurde. René Hartmann nahm für den IBKA daran teil. Eine Stellungnahme zum Papier wurde auf der IBKA-Website und im Rundbrief veröffentlicht.

Der IBKA ist Mitglied im KORSO (Koordinationsrat säkularer Verbände). An der KORSO-Strategietagung im Sommer 2016 nahmen Vertreter des IBKA teil.

In einer Pressemitteilung vom 23.02.2016 wandte sich der IBKA gegen mehr Religion in der Entwicklungspolitik.

Neue korporative Mitglieder

Der IBKA begrüßt den Düsseldorfer Aufklärungsdienst und die Richard Dawkins Foundation Deutschland als neue korporative Mitglieder. (07.10.2016)

Tätigkeitsbericht des IBKA 2015

Internationale Konferenz

Das wichtigste Ereignis im Berichtszeitraum war die internationale atheistische Konferenz in Köln unter dem Motto „Give peace a chance“ mit Referenten aus Deutschland, den USA, Nigeria, der Schweiz, Irland, Frankreich, der Türkei, Großbritannien und Kroatien. Im Rahmen der Konferenz erfolgte die Verleihung des IBKA-Preises 'Sapio' an den Sänger und Evolutionsbiologen Greg Graffin.

Kirchenfinanzierung/Kirchensteuer

Anlässlich des Falles des Franzosen Thomas Bores, der in Deutschland wegen seiner katholischen Taufe als Kind Kirchensteuer zahlen musste, obwohl bei seiner Einreise keine Konfession angegeben hatte, fand eine gemeinsame Pressekonferenz von IBKA und Fédération Nationale de la Libre Pensée (FNLP) in Berlin statt mit Thomas Bores, Carsten Frerk, Claude Singer und Heinke Först auf dem Podium. In einer Pressemitteilung vom 06.03.2015 berichtete der IBKA über die Pressekonferenz.

Für das Magazin Idée Libre der FNLP verfasste der Erste Vorsitzende René Hartmann einen Artikel über die Kirchenfinanzen in Deutschland.

Selbstbestimmung

Der IBKA tritt ein für individuelle Selbstbestimmung, was die Selbstbestimmung über den eigenen Tod einschließt. Gemeinsam mit der Giordano-Bruno-Stiftung, der DGHS und weiteren Organisationen beteiligt sich der IBKA an dem Bündnis für ein selbstbestimmtes Lebensende sowie an der Kampagne „Letzte Hilfe“.

In einer Pressemitteilung vom 10.11.2015 „Bundestagsentscheidung zur Sterbehilfe missachtet Recht auf Selbstbestimmung“ kritisierte er die Entscheidung des Bundestags, geschäftsmäßige Sterbehilfe zum Straftatbestand zu machen.

Kirchlicher Lobbyismus

Dieter Scribelka

Stellv. Landessprecher Niedersachsen/Bremen

Dieter Scribelka

Nach meiner Geburt wurde ich, wie es 1955 üblich war, getauft und war so, ohne gefragt zu werden, Mitglied der ev.-luth. Kirche. Ich hatte dann das Glück, unreligiös erzogen zu werden und die Freiheit, mich ohne äußeren Druck mit dem Thema Religion zu beschäftigen. Irgendwann gegen Ende meines Elektrotechnikstudiums habe ich dann den bewussten Schritt getan und bin aus der Kirche ausgetreten.

Mit Sorge beobachte ich, wie die Freiheiten, die unsere Vorfahren im Rahmen der Aufklärung erkämpft haben, zurückgedrängt werden und das Religiöse weltweit auf dem Vormarsch ist. Hier sehe ich nicht nur den Islam, sondern auch die christlichen Kirchen. Letztlich ist es mir egal, ob jemand an Götter oder Engel glaubt, hier ist mir die Religionsfreiheit ein Wert unserer freiheitlichen Demokratie, jedoch dieser Glaube und seine Wertvorstellungen gehören ins Private. Wer sein Leben nach religiösen Vorgaben einschränken möchte, soll dies tun, aber diese Vorgaben dürfen nicht das öffentliche Leben beeinflussen. Religionsfreiheit bedeutet auch die Freiheit, nicht religiös zu sein und so wie religiöse Menschen Respekt vor ihrer Religion erwarten, so erwarte ich umgekehrt auch den Respekt vor meiner Nicht-Religiosität und meiner damit verbundenen Sicht der Welt.

Seit April 2016 bin ich stv. Landessprecher und hoffe, weitere Mitstreiter zu finden, die gegen die Einschränkungen des Feiertagsgesetzes und den Blasphemieparagrafen demonstrieren und sich gegen den Einfluss von Kirchenvertretern in Ethikräten und politischen Kommissionen wenden.

Ulla Rissmann-Telle

Beisitzerin im Landesvorstand

Ulla Rissmann-Telle
Jahrgang 1950, geschieden, zwei Kinder

Meine Kindheit und Jugend waren alles andere als religiös geprägt: Meine Eltern waren keine Kirchgänger und sprachen nie über religiöse Themen. Der mich konfirmierende Pastor zweifelte selbst oft stark an der Richtigkeit seines Glaubens. Ich nahm alles Kirchliche eher als rituelle Hülle wahr, vor allem zu Weihnachten, Ostern und bei Beerdigungen. Mir blieben allerdings auch religiöse Indoktrinationen wie z. B. die Mär von der Erbsünde etc. zum Glück erspart.

Mein Kirchenaustritt vor 31 Jahren bedeutete viele Jahre nur eine Abkehr von der Kirche. Erst vor wenigen Jahren beschloss ich, mich aktiv mit dem Thema Atheismus und Laizismus auseinanderzusetzen, nicht zuletzt weil mein privates Umfeld sehr religiös geprägt ist.

In den öffentlichkeitswirksamen Aktionen des IBKA, dem ich vor einem Jahr beitrat, sehe ich eine Chance, Menschen über die Finanzierung kirchlicher Einrichtungen und sonstige Vorgänge in diesen aufzuklären sowie dafür einzutreten, dass der Glaube allein Privatsache ist und nicht öffentlich und finanziell gefördert werden sollte, wie es in Deutschland seit Jahrhunderten der Fall ist.

Niedersachsen wählt neuen Landesvorstand

Rainer Ponitka
(IBKA/Hannover) Im gut besuchten Café Konrad in der Hannoveraner Altstadt – wo schon 2010 der Landesverband gegründet wurde – fand Anfang April die diesjährige Landesversammlung Niedersachsen/Bremen des IBKA statt. Der scheidende Landessprecher Hans-Jürgen Rosin begrüßte die anwesenden Mitglieder und berichtete von den politischen Aktivitäten des vergangenen Jahres, unter anderem von der erfolgreichen Demonstration gegen „60 Jahre Loccumer Vertrag“, eine gemeinsame Aktion mit der Humanistischen Union, der Regionalgruppe der Giordano Bruno Stiftung, den Piraten und der Grünen Jugend in Niedersachsen. Die Versammlung würdigte Rosins Arbeit in den sechs Jahren als Landessprecher ausdrücklich; insbesondere ist ihm die Einladung des IBKA ins Bundespräsidialamt im Jahr 2011 zu verdanken.

IBKA-Landesvorstand NDS-HB 2016
v.L.n.R.: Ulla Rissmann-Telle, Petra Bruns, Christian Szymanek, Dieter Scribelka © Hans-Jürgen Rosin

Abschied von Christian Brücker

Ein Nachruf von Gunnar Schedel

Christian Brücker Am 13. Februar 2016 ist das langjährige IBKA-Vorstandsmitglied Dr. Christian Brücker im Alter von nur 53 Jahren verstorben. Er brach unmittelbar vor Beginn der Ratsversammlung des Koordinierungsrates Säkularer Organisationen (KORSO) in Berlin zusammen. Die sofort eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos.

Mit Christian Brücker verliert der IBKA ein Mitglied, das den Verein zwei Jahrzehnte lang aktiv mitgestaltet hat. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es den IBKA ohne Christians Engagement heute möglicherweise gar nicht mehr gäbe.

© Evelin Frerk