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Atheisten: Kopftuch-Urteil kein Grund zum Jubeln

Pressemitteilung vom 24. März 2015

(Overath) Der internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten warnt vor negativen Konsequenzen des BVerfG-Beschlusses zum islamischen Kopftuch und bekräftigt sein Eintreten für eine weltanschaulich neutrale Schule.

"Die individuelle Freiheit, die Kleidung gemäß religiösen Vorschriften zu wählen, wurde durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. "Säkular orientierte Migranten aus islamisch geprägten Ländern haben aber Grund dazu, sich durch das Urteil im Stich gelassen zu fühlen. Sie könnten sich in Zukunft einem wachsendem Druck ausgesetzt sehen, sich einem religiös geprägten Umfeld anzupassen.

Datenschutzverletzung zugunsten der Kirchen

Pressemitteilung vom 6. März 2015

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und die Fédération Nationale de la Libre Pensée haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin das Ende der derzeit gängigen Praxis gefordert, Daten nicht-religiöser Menschen an die Kirchen weiterzuleiten. Dies stelle ein Verletzung der Weltanschauungsfreiheit sowie der informationellen Selbstbestimmung dar. "Die Rasterfahndung kirchlicher Behörden muss umgehend beendet werden", sagte Carsten Frerk, der im IBKA das Projekt "Kirchen als politische Akteure" leitet.

Claude Singer von der Libre Pensé betonte, in Frankreich sei aufgrund des Gesetzes von 1905 zur Trennung von Kirchen und Staat kein Kirchenaustritt möglich. Die Kirche sei wie ein Fußballverein, und wem es nicht mehr gefalle, der zahle halt einfach keinen Beitrag mehr. Die Libre Pensée kämpfe schon seit langem für das Recht, sich auf Wunsch aus den Taufregistern löschen zu lassen.

Pressekonferenz zum Fall Thomas Bores

Pressekonferenz im Haus der Demokratie am 5. März

Der Fall des Franzosen Thomas Bores hat einen Skandal ins öffentliche Bewusstsein gerufen: In Berlin werden - unter Verletzung des Meldegesetzes und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (u.a. Richtlinie 95/46EG) - persönliche Daten von Zugezogenen im großen Stil an die beiden großen christlichen Kirchen weitergegeben. Deren Ziel ist es, Kirchensteuer auch von Menschen zu erheben, die als Säugling zwar getauft worden sind, sich aber nie als Mitglied einer Kirche verstanden haben, oder die vor Jahrzehnten aus der Kirche ausgetreten sind, dies aber nicht mehr nachweisen können.

Gegen diese in Europa einmalige Praxis beziehen Fédération Nationale de la Libre Pensée (Frankreich) und der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), unterstützt von der Atheist Alliance International (AAI), auf einer gemeinsamen Pressekonferenz Stellung. Der Betroffene und Vertreter der beiden Verbände werden den Fall und die Hintergründe der Berliner "Rasterfahndung" darstellen.

Auf dem Podium:

  • Thomas Bores
  • Dr. Carsten Frerk (Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten, Projektleiter "Kirchen als politische Akteure")
  • Claude Singer (Paris, Vorstandsmitglied von Libre Pensée)
  • Heinke Först (Libre Pensée)

Berlin, Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, Robert-Havemann-Saal
5. März 2015, 11 Uhr

Siehe auch:

Atheisten-Preis "Sapio" geht an Bad-Religion-Sänger Greg Graffin

Preisverleihung am 23. Mai im Kölner Comedia-Theater

Pressemitteilung vom 11. Februar 2015

(Overath) "Greg Graffin ist den meisten Menschen seit über 30 Jahren als rebellischer Lead-Sänger der Punk Band 'Bad Religion' bekannt. Was die Wenigsten wissen: Er promovierte als Doktor der Philosophie an der Cornell University und lehrte Evolutionsbiologie an der University of California, Los Angeles" sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA. "Wir freuen uns ganz besonders in diesem Jahr unseren Preis während eines Festaktes in Köln an Greg Graffin überreichen zu dürfen. Unser Preisträger ist Autor des 2011 in deutscher Übersetzung erschienenen Buches 'Anarchie und Evolution - Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott'. Sein kommendes Werk trägt den Titel 'Population Wars'."

Laut Ponitka verleihe der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten seinen Preis 'Sapio' alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz, die Förderung vernunftgeleiteten Denkens wie auch nichtreligiöse kulturelle Angebote verdient gemacht haben.

Pegida: Fremdenfeindlichkeit unter dem Deckmantel der Islamkritik

Pressemitteilung vom 07.01.2015

Zu den Pegida-Demonstrationen erklärt René Hartmann, Erster Vorsitzender des Bundes der Konfessionslosen und Atheisten:

Bei Pegida handelt es sich nicht um ein Eintreten gegen islamistische Gewalt und Intoleranz, sondern um schlecht verhüllte Fremdenfeindlichkeit.

Mit der Berufung auf das „Abendland“, das es zu verteidigen gelte, wird eine Abwehrhaltung gegenüber als „fremd“ empfundenen Religionen und Kulturen eingenommen. Es handelt sich folglich um das Gegenteil einer aufklärerischen und an Menschenrechten orientierten Religionskritik. Das ist auch insofern kein Zufall, als es sich um einen Versuch von Akteuren aus dem rechten Spektrum handelt, über ihre 'Szene' hinaus größere Bevölkerungskreise anzusprechen. Auch das verbale Bekenntnis zum Asylrecht für Flüchtlinge kann über die fremdenfeindliche Stoßrichtung von Pegida nicht hinwegtäuschen.

Niedersachsen tritt aus - Kirchenaustritt-Flyer hilft dabei

Pressemitteilung, Hannover, 15.10.2014

Flyer ''Kirchenaustritt – leicht gemacht!''Mit dem neuen Kirchenaustritt-Flyer „Kirchenaustritt – leicht gemacht!“ bietet der Landesverband Niedersachsen/Bremen des „ Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V.“ (IBKA) austrittswilligen Menschen in Niedersachsen die wichtigsten Informationen, um diesen Verwaltungsakt zu erledigen.

In vielen Gesprächen mit den Besucher/Innen der IBKA-Infostände in Hannover, Hildesheim und Braunschweig hat sich immer wieder gezeigt, dass viele von ihnen geneigt sind, aus ‚ihrer‘ Kirche auszutreten, aber nicht recht wissen, wie das zu tun ist. Das hat den IBKA-Landesverband veranlasst, diesen Flyer zu erstellen. Er beantwortet kurz und knapp das „Wo“ kann ich austreten? Wie? Wer kann austreten? Was kostet der Kirchenaustritt?

Dass der Kirchenaustritt in Niedersachsen 25,00 Euro pro Person kostet, hat bei etlichen Menschen zu Verärgerung und der Frage geführt, warum sich die Kommunen diese Verwaltungskosten nicht von den Kirchen erstatten lassen, statt die Bürger/In damit zu belasten – schließlich kostet der Austritt aus einem anderen Verein auch keine Gebühr.

Interessierte erhalten den IBKA-Kirchenaustritt-Flyer ab sofort an allen unseren Infoständen, bei unseren Veranstaltungen und natürlich auch hier zum Download:

Kein kommunales Geld für Katholikentag in Münster

Finanzierung eines Missionsfestes ist Aufgabe der Kirche

Pressemitteilung vom 9. September 2014

(Münster) „Nach den aktuellen Unwetterschäden an der kommunalen Infrastruktur und angesichts der allgemeinen Finanzlage der Stadt steht Münster vor ganz anderen Herausforderungen als der Finanzierung eines Katholikentags“ , sagt Daniela Wakonigg, Sprecherin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) im Münsterland. „Es kann doch nicht sein, dass durch den immer härteren Sparkurs der Stadt überall Sozialwohnungen fehlen und ständig über Kürzungen im Kulturbereich nachgedacht wird, während gleichzeitig 1,5 Millionen Euro für die Finanzierung eines Katholikentags verpulvert werden.“

Atheisten: Kein Gottesbezug in die Verfassung von Schleswig-Holstein

Pressemitteilung vom 09.09.2014

(Kiel) Gegen die Aufnahme eines Gottesbezugs in die Verfassung von Schleswig-Holstein wendet sich der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). Er fordert die Abgeordneten des Landtags Schleswig-Holsteins auf, einer entsprechenden Verfassungsänderung nicht zuzustimmen.

„Ein Gottesbezug in der Verfassung bedeutet eine weltanschauliche Bevormundung derjenigen Menschen, deren Weltbild ohne Götter oder sonstige übernatürliche Instanzen auskommt“, sagte Tanja Großmann, IBKA-Regionalbeauftrage Schleswig-Holstein.

Atheistenverband gegen Zuschuss für Leipziger Katholikentag

Öffentliche Finanzierung widerspricht der Trennung von Staat und Religion

Pressemitteilung vom 17.07.2014

(Overath) "Ein Katholikentag als 'Dreh- und Angelpunkt des katholischen Vereinswesens' soll von den Katholiken aus eigener Tasche finanziert werden", sagt Rainer Ponitka, Pressesprecher des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA). "Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften haben aufgrund der Religionsfreiheit ein unbestrittenes Recht, ihren Glauben zu leben und zu zelebrieren. Da Glaube aber eine rein private Angelegenheit ist, müssen Feste wie Katholikentage auch von den Veranstaltern selbst finanziert werden."

Atheisten: Keine Kruzifixe in öffentlichen Gebäuden

Pressemitteilung vom 21.05.2014

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) begrüßt die von Martin Schulz initiierte Debatte über Kreuze in öffentlichen Einrichtungen. „Kreuze in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Gerichtsgebäuden stellen eine einseitige Parteinahme für eine bestimmte Religion dar und verletzen daher das Gebot der religiös-weltanschaulichen Neutralität des Staates“, sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.

„Nach dem Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 1995 ist das Kreuz 'Symbol einer bestimmten religiösen Überzeugung und nicht etwa nur Ausdruck der vom Christentum mitgeprägten abendländischen Kultur.' Insofern gehen Umdeutungsversuche vom religiösen zu einem profanen Symbol fehl. Vom modernen Staat kann der Bürger erwarten, dass er sich nicht in die weltanschaulichen Belange seiner Bürger einmischt. Die Entfernung von Kreuzen aus öffentlichen Institutionen wie Schulen und Gerichten ist daher ein Gebot der Religions- und Weltanschauungsfreiheit.“

Hintergrund

In einer Fernsehdebatte am 15.05. sprach sich Martin Schulz gegen Kruzifixe in öffentlichen Einrichtungen aus. Dies hatte empörte Reaktionen zur Folge.

Über den IBKA

Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.

Ansprechpartner

Rainer Ponitka
Tilsiter Str. 3
51491 Overath
Tel.: 02206 8673261
Mobil: 0170 8122250
E-Mail: rainer.ponitkaSpamschutzBitteEntfernen@ibka.org
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Web: www.ibka.org