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Säkularisierung und Frieden

Ein Gastbeitrag von Werner Hager

Der britische Religionskritiker George Jacob Holyoake prägte 1851 den Begriff "secularism", um den es hier ausdrücklich nicht geht.

Vielmehr geht es um ein logisches Prinzip: Die Grenzziehung zwischen dem zum Klerus gehörenden "Klerikalen" und dem weltlichen "Säkularen". Meine These ist, dass erst die Möglichkeit, diese Unterscheidung überhaupt zu denken, die Möglichkeit eines gedeihlichen und auch (religions-)kriegsfreien Miteinanders schafft.

Die Autonomie der Politik, ihre Eigengesetzlichkeit, kann auch erst gedacht werden, wenn sie zumindest als nicht identisch zu Moral und damit historisch zu zuerst religiösen Moralvorstellungen gedacht werden kann. Eine Kritik der Politik und damit von Macht und Herrschaft - auch materiell durch die Monopolisierung der Gewaltanwendung - kann so rational erfolgen. Irrationale Kritik der Politik ruft meist den Common Sense an, verarbeitet intellektuell seine Widersprüche nicht und lebt diese dann gewalttätig aus.

Atheisten-Preis "Sapio" geht an Bad-Religion-Sänger Greg Graffin

Preisverleihung am 23. Mai im Kölner Comedia-Theater

Pressemitteilung vom 11. Februar 2015

(Overath) "Greg Graffin ist den meisten Menschen seit über 30 Jahren als rebellischer Lead-Sänger der Punk Band 'Bad Religion' bekannt. Was die Wenigsten wissen: Er promovierte als Doktor der Philosophie an der Cornell University und lehrte Evolutionsbiologie an der University of California, Los Angeles" sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA. "Wir freuen uns ganz besonders in diesem Jahr unseren Preis während eines Festaktes in Köln an Greg Graffin überreichen zu dürfen. Unser Preisträger ist Autor des 2011 in deutscher Übersetzung erschienenen Buches 'Anarchie und Evolution - Glaube und Wissenschaft in einer Welt ohne Gott'. Sein kommendes Werk trägt den Titel 'Population Wars'."

Laut Ponitka verleihe der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten seinen Preis 'Sapio' alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz, die Förderung vernunftgeleiteten Denkens wie auch nichtreligiöse kulturelle Angebote verdient gemacht haben.

Mein Ende gehört mir. Für das Recht auf assistierten Suizid

Letzte Hilfe

Podiumsdiskussion

Donnerstag, 26. Februar 2015, 20 Uhr
Jazz-Schmiede
Himmelgeister Straße 107G
40225 Düsseldorf
Eintritt: EUR 10,-- / 7,--

Darf der mündige Mensch, der sein Leben selbst in die Hand nimmt, nicht auch sein Sterben selbst in die Hand nehmen? Und soll ihn ein Arzt auf dem letzten Weg begleiten dürfen? Ginge es nach dem Willen der Bevölkerung, wäre Sterbehilfe längst umgesetzt: 87 Prozent der Deutschen finden, dass der Mensch selbst bestimmen soll, wann und wie er sterben möchte. Das Selbstbestimmungsrecht darf nicht enden, wenn es um den Tod geht! Die Politik hingegen ignoriert dieses klare Votum bislang: konservative Politiker kultivieren stattdessen überholte Vorurteile gegenüber dem Suizid. Gesundheitsminister Gröhe (CDU) plant derzeit sogar, die Sterbehilfe noch weiter einzuschränken als bislang und Ärzte zu kriminalisieren, die diese „letzte Hilfe“ leisten.
Die Podiumsdiskussion soll juristische, ethische und medizinische Positionen klären, vor dem Hintergrund eines humanistischen Menschenbildes und im internationalen Vergleich.

Sind Christen bessere Menschen?

Was Lesben und Schwule tun müssen, um in den Himmel zu kommen

Vortrag mit anschl. Diskussion im Rahmen des QUEER-LIFE Duisburg
Referent: der Autor, Publizist und Journalist Dr. Carsten Frerk (Berlin)

Freitag, 14. November 2014 – 19:00 Uhr
AStA-Keller | Uni Duisburg | Gebäude LF | Raum 030
Lotharstr. 65 | 47057 Duisburg (Neudorf)
Eintritt: frei

IBKA-Lesereise mit Carsten Frerk

Wie der Staat die Kirchen finanziert –
Violettbuch reloaded

Carsten Frerk (c)Evelin FrerkIn die Frage der Öffentlichkeit von Kirchenfinanzen ist in den vergangen zwei Jahren Bewegung geraten. Nicht nur der „Protz-Bischof“ Tebartz van Elst, der es gar nicht war, hat Öffentlichkeit, Kirchenvolk und Medien aufgerüttelt, auch die (vorgebliche) Transparenz in der Veröffentlichung des Vermögens von Bistümern und Bischöflichen Stühlen werden Thema sein. Es wird im Vortrag viel Platz für Informationen und Erläuterungen sein, aber auch ein gerüttelt Spaß, den kirchlichen Finanz-Gralshütern dabei zuzusehen, wie sie meinen, etwas publik zu machen, was sie aber gar nicht tun und auch nicht wollen.

Carsten Frerk ist Autor, Publizist und Journalist. Neben anderen Werken veröffentlichte er u.a. „Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland“ (2002), „Caritas und Diakonie in Deutschland“ (2005), „Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert.“ (2010) und „Gottes Werk und unser Beitrag. Kirchenfinanzierung in Österreich“ (2012).

Fünf Termine im November in NRW und Niedersachsen:

Kein kommunales Geld für Katholikentag in Münster

Finanzierung eines Missionsfestes ist Aufgabe der Kirche

Pressemitteilung vom 9. September 2014

(Münster) „Nach den aktuellen Unwetterschäden an der kommunalen Infrastruktur und angesichts der allgemeinen Finanzlage der Stadt steht Münster vor ganz anderen Herausforderungen als der Finanzierung eines Katholikentags“ , sagt Daniela Wakonigg, Sprecherin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) im Münsterland. „Es kann doch nicht sein, dass durch den immer härteren Sparkurs der Stadt überall Sozialwohnungen fehlen und ständig über Kürzungen im Kulturbereich nachgedacht wird, während gleichzeitig 1,5 Millionen Euro für die Finanzierung eines Katholikentags verpulvert werden.“

Kirchen-Lobby im Landtag NRW

IBKA-Vertreter nahmen teil

Rainer Ponitka

Für Montag, den 16. Juni 2014 luden die Erzbistümer und Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen zu einem "Staatskirchlichen Symposium" in den Landtag, um - so auf dem Einladungsflyer "den kommunikativen Binnenraum" zu "durchbrechen und mit einer Parlament, Regierung und Gesellschaft erreichenden Initiative zu einem offenen fachlich-politischen Dialog zu gelangen."

Auf Initiative des NRW-Landesvorstandes nahmen IBKA-Vertreter an fünf der sechs der angebotenen Themenforen teil.

IBKA Sommerfest 2014

Zum siebten Sommerfest mit spannenden Vorträgen zu Ludwig Feuerbach und dem "Hitler-Vatikan-Pakt" lud der IBKA in NRW am Samstag, dem 21. Juni nach Dortmund ein.

Neben zwanglosem Gedankenaustausch bei Gegrilltem und Getränken gab es einen Büchertisch sowie inhaltliche Programmpunkte. Einen ausführlichen Bericht über das sehr gut besuchte Sommerfest und die zuvor turnusmäßig abgehaltene Landesversammlung mit Vorstandswahl verfasste Rainer Ponitka für den Humanistischen Pressedienst.

NRW-Atheisten haben am Karfreitag einen Heidenspaß

Pressemitteilung vom 15.04.2014

(Overath) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) veranstaltet am Karfreitag im siebten Jahr eine "Religionsfreie Zone" unter dem Motto "Heidenspaß statt Höllenqual".

"Der Karfreitag ist ein staatlich anerkannter Feiertag und dient laut unserem Grundgesetz der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung Aller. Die Feiertagsgesetzgebung versucht die individuellen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger nach seelischer Erhebung gleichzuschalten, indem sie am Karfreitag nichtreligiöse Menschen bevormundet und auch ihnen christliche Besinnlichkeit vorschreibt", sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA in NRW.
"Das Gesetz stellt Unterhaltung unter Strafe – obwohl laut Meinungsumfragen über 50% der Menschen in NRW ein selbstbestimmtes Leben führen, frei von dem Glauben an einen Gott."

Ponitka weiter: "Da die Politik die gesellschaftliche Realität verkennt, hoffen wir auf ein Verbot unserer Veranstaltung. Dann werden wir gegen das Feiertagsgesetz klagen."

Religionsfreie Zone 2014 im Filmhauskino Köln

Kein Tanzverbot an Feiertagen!

Religionsfreie Zone

Am Freitag, 18. April 2014 lud der IBKA NRW im siebten Jahr in Folge ab 18:00 Uhr zur 'Religionsfreien Zone' im Kölner Filmhaus.

Das Grundgesetz sagt in Artikel 140/ Artikel 139 WRV: "Die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe ... gesetzlich geschützt."
Am Karfreitag besonders ist vor allem christliche Besinnlichkeit Pflicht. Das nordrheinwestfälische Feiertagsgesetz schützt bestimmte „stille“ Tage, die der christliche Glaube mit Trauer und Andacht verknüpft – besonders leidig für Menschen, die an rein gar nichts glauben. Auch ihnen sind am Karfreitag öffentliche Feiern außerhalb der eigenen Wohnung untersagt – selbst wenn solche Feiern die Andacht der Christen weder akustisch noch räumlich stören.

Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht von Gunnar Schedel findet sich beim Humanistischen Pressedienst.