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Ketzerstammtisch Münster

Nächster Termin: 14.07.2017, 19:00 Uhr

Der Ketzerstammtisch Münster ist eine offene, lockere Gesprächsrunde für Atheisten, Agnostiker, Freidenker, Skeptiker und alle sonstigen religions- und kirchenkritischen Menschen - oder solche, die es werden wollen. In der Regel findet der Stammtisch am 2. Freitag in jedem ungeraden Monat um 19:00 Uhr statt im Café Malik, Schlossplatz 44 (ehemals Hindenburgplatz 20), 48143 Münster.

Ketzerstammtisch Aachen am 28. September

Der IBKA in Aachen lädt am 28. September 2017 um 19 : 00 in die Gaststätte "Im alten Zollhaus" - Friedlandstr. 22-24, 52064 Aachen zum "Aachener Ketzerstammtisch" ein.

„Ateizm Derneği“ erhält IBKA-Preis „Sapio 2017“

Preisverleihung im Kölner Comedia Theater

Am 3. Juni 2017 wurde der IBKA-Preis „Sapio“ erneut an einen internationalen Preisträger verliehen. Vertreter des türkischen „Ateizm Derneği“ – korporatives Mitglied im IBKA – nahmen den Preis im grünen Saal des Kölner Comedia Theater entgegen.

Veranstaltungsbericht (hpd)

Zehra Pala
Die Vorsitzende des „Ateizm Derneği“, Zehra Pala 2015 auf der
Atheistischen Convention „Give Peace A Chance“ in Köln
Foto © IBKA/Evelin Frerk

Der Preisträger

„Ateizm Derneği“ wurde im April 2014 gegründet und ist der erste und einzige atheistische Verein in der Türkei und überhaupt im Nahen Osten. Derzeit werden in der Türkei die Rechte der Einzelnen beschnitten oder einfach ignoriert. Entsprechend leistet der Verein juristische Unterstützung, wenn Atheisten vor Gericht stehen – in der Türkei wird selbst die Aussage „Ich bin Atheist“ schon als eine Beleidigung des Glaubens aufgefasst.

Interview mit Zehra Pala: „Wir sind kein Vieh“

Karl Dvorak

Porträtfoto Karl DvorakBeauftragter für die Städte-Region-Aachen

Schule und Studium der Physik und E-Technik an der RWTH-Aachen. Mitgründer der Säkularen Sozialdemokraten in NRW. Seit Juli 2009 beim IBKA.

Seit dem Kindergarten katholischer Weltsicht als Atheist in Aachen ausgesetzt, habe ich die christliche Toleranz hautnah verspühren können. Erfahrung härtet, sollte aber niemals dümmer machen.

Walter Warstatt

Porträtfoto Walter WarstattRegionalbeauftragter Ostwestfalen/Lippe

Ich bin 1948 geboren und katholisch erzogen. Allerdings hatte sich das mit 16 Jahren bereits weitestgehend erledigt. Seit dem 21. Lebensjahr bin ich nicht mehr Mitglied einer Kirche, obwohl man sagt „einmal Kathole, immer Kathole“.

Ich habe zweimal geheiratet, jedoch keine Kinder.

Auf den IBKA bin ich zunächst aufmerksam geworden, als ich Argumente suchte, um im Rahmen der Parteiarbeit die vollständige Säkularisierung gemäß unserer Gesetze durchzusetzen. Dabei sind dicke Bretter zu bohren.

Gunnar Teriet

Porträtfoto Gunnar TerietRegionalbeauftragter Ruhrgebiet

geb. 1978 u.Z. in Dortmund

Wahrgenommen habe ich Religion erstmals in der städtischen Grundschule; im Unterricht als ungetaufter Sonderling, oder in der Pause als "Heide". In dem zarten Alter wirkte mir diese Ausgrenzung schon sehr befremdlich – meine Skepsis wuchs. Seit der Realschule und spätestens nach einer sehr schwierigen Lebensphase vor einigen Jahren bin ich agnostischer Polyatheist oder gottlos glücklich. Mein säkulares Outing und die Bitte um Rücksichtnahme stieß aber auch weiterhin oft auf wenig Gegenliebe. Inzwischen sehe ich allerdings, dass es mich bereits in einem kirchlichen Kindergarten oder später bei einer Jobsuche unter kirchlichem Arbeitsrecht auch härter hätte treffen können – von der Situation in anderen Erdteilen mal ganz zu schweigen.

Carlos Zydorek

Porträtfoto Carlos ZydorekStellvertretender Regionalbeauftragter Münster

Geboren 1989 in Hildesheim. Meine gesamte Schullaufbahn habe ich an katholischen Schulen verbracht, und so musste ich mich in meiner Kindheit und Jugend zwangsläufig mit der Religion auseinandersetzen. Da mich der Religionsunterricht nie wirklich überzeugte, stand ich ihr die meiste Zeit mit Gleichgültigkeit gegenüber. Erst als ich mich abseits des Religionsunterrichts, dessen Aufgabe es ist, Glaubensinhalte als bestehende Wahrheiten zu vermitteln, informierte, stellte ich für mich persönlich fest: Dieses Weltbild lehne ich entschieden ab.

Folgerichtig trat ich gleich nach meinem Abitur aus der katholischen Kirche aus. Doch damit war das Thema für mich noch nicht abgeschlossen – denn je mehr ich mich mit der gesellschaftlichen und politischen Situation befasste, desto mehr wurde mir klar, wie stark der Staat und die Kirchen in Deutschland verflochten sind. Deshalb entschied ich mich 2011, dem IBKA beizutreten.

IBKA-Preis „Sapio“ geht an türkischen atheistischen Verein „Ateizm Dernegi“

Preisverleihung am 3. Juni 2017 in Köln

Pressemitteilung vom 10. Februar 2017

(Overath) Der Preis „Sapio“ des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wird 2017 im Rahmen eines Festaktes zum 40jährigen Bestehen des IBKA erneut an einen internationalen Preisträger verliehen: Vertreter des türkischen Verbands Ateizm Derneği – korporatives Mitglied im IBKA – nehmen am Samstag, dem 3. Juni den Preis im Kölner Comedia-Theater entgegen.
„Tag für Tag werden in der Türkei Rechte des Einzelnen abgeschafft oder einfach ignoriert. Menschen, die ihre Grundrechte in Anspruch nehmen, werden verklagt, festgenommen und zum Opfer gemacht. Wir leben in diesem Land und wir sind aktiv in diesem Land, in dem nichts sicher ist, in dem wir nicht wissen, was in der nächsten Stunde passieren wird. Wir verteilen im Winter Suppe für Obdachlose, ohne zu wissen, was uns an der nächsten Ecke uns erwartet. Wir sind überhäuft von Klagen gegen unsere Mitglieder“, sagt Zehra Pala, die Vorsitzende des Ateizm Derneği.

Arzu Toker las aus "Kein Schritt zurück"

Werner Hager

Die Autorin, Journalistin und Übersetzerin Arzu Toker las am Donnerstag, dem 3. November im Rathaus der Stadt Bergisch Gladbach auf Einladung dreier säkularer Arbeitskreise aus SPD, Grünen und Linkspartei sowie dem IBKA aus ihrem Buch „Kein Schritt zurück“.

Arzu Toker

Der Abend drehte sich um die Rolle der Frau im Islam, Emanzipation und Integration. Schonungslos berichtete sie über Ehre, Morde und die Rückkehr partriarchialer Herrschaftsmechanismen.

Tokers Kritik richtete sich insbesondere gegen Wolfgang Schäubles Islamkonferenz und eine Integrationspolitik, die den gerade von Saudi-Arabien bestimmten Islamismus hoffähig gemacht habe.

In der an die Lesung anschließenden munteren Diskussion forderte sie Migrantinnen und Migranten auf, den Vorrang des weltlichen Rechtes (wie bspw. des Grundgesetzes) vor einem religiösem „Recht“ unbedingt anzuerkennen. Eine angebliche Integration über Moscheegemeinden stünde dem diametral entgegen.

Arzu Toker ist Mitglied des Beirates des IBKA.

Ein Video-Mitschnitt der Lesung findet sich auf dem IBKA-YouTube-Channel.

Säkulares oder klerikales Arbeitsrecht?

Vortrag von Ingrid Matthäus-Maier

Sonntag, 20. November 2016Ingrid Matthäus-Maier (c) Evelin Frerk
11:00 Uhr
Die Linke - KV Rhein-Sieg
Mühlenstraße 46

53721 Siegburg

Eintritt frei

Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegerinnen und -pfleger wie andere Berufsgruppen in kirchlichen Einrichtungen sind vom ansonsten geltenden Arbeitsrecht ausgeschlossen, verfügen über kein
Streikrecht und kein Recht, echte Betriebsräte zu gründen. Wie können wir zusammen mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für echte Mitbestimmung eintreten?