Elly-Heuss-Knapp-Schule, die Zweite

Einschränkung von Grundrechten an staatlichem Berufskolleg in Düsseldorf

30. Januar 2018

Im Dezember schrieb die AG Schule einen offenen Brief an den Schulleiter Ludger Traud der Elly-Heuss-Knapp Schule in Düsseldorf. Er erhielt die Chance zur Äußerung, ob und wie er in seiner Einrichtung die absolute Freiwilligkeit der Teilnahme am konfessionellen Religionsunterricht gewährleistet.

Traud bat per E-Mail um mehr Zeit für die Beantwortung - der ursprünglich ihm gesetzte Termin war der 8. Januar 2018. Ihm wurde eine Fristverlängerung bis zum 23. Januar gewährt, die er aber ungenutzt verstreichen ließ.

Reli? ... und tschüss!

Religion ist kein Unterricht!

 

An etlichen Schulen in Deutschland ist der klare Protest von Schülern und Eltern nötig, denn es gibt immer noch Schulleiter, die – teilweise offensichtlich absichtlich – gegen die bestehende Rechtsprechung verstoßen und Schülern, die sich vom Religionsunterricht abmelden wollen, Steine in den Weg legen. Rainer Ponitka schildert in seinem Artikel in der MIZ 3/17 einige Beispiele und zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu widersetzen.

Religionsunterricht am Berufskolleg in NRW

Erschwernisse bei der Abmeldung von einem freiwilligen Fach

Seit nunmehr zehn Jahren liegt der Schwerpunkt der Arbeit der AG Schule des IBKA in der Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern, wenn es im der Schule Probleme mit der Nichtteilnahme am konfessionellen Religionsunterricht geht.

Die meisten Beratungen waren und sind notwendig in der Primarstufe (Grundschule) sowie der Sekundarstufe I (bis incl. Klasse 10).

Miteinander lernen im Religionsunterricht?

Die SPD-Fraktionsbeauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften Kerstin Griese hält gegenüber dem Deutschlandfunk den Religionsunterricht für wichtig, damit Kinder „miteinander und voneinander lernen“.

Da stellt sich doch die Frage, wie dafür ein Unterricht besonders geeignet sein soll, der die Kinder nach Konfessionen trennt? „Miteinander und voneinander lernen“ ist eigentlich nur möglich, wenn Kinder verschiedener Konfessionen gemeinsam über Religionene und Weltanschauungen unterrichtet werden.

Ein offener Brief zum Neutralitätsgesetz

Der Landesverband Berlin-Brandenburg des IBKA hat an die Linksfraktion und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin sowie den Justizsenator und den Kultursenator einen offenen Brief gesandt, in dem wir den Erhalt des Neutralitätsgesetzes fordern. Antworten kamen vom Justizsenator und von den Grünen. Sie lassen befürchten, dass um das Neutralitätsgesetz von Neuem gekämpft werden muss.

Verhandlungen mit Ditib zum Islamunterricht beenden

Pressemitteilung vom 09.08.2016

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) fordert die Beendigung jeglicher staatlicher Zusammenarbeit und weiterer Verhandlungen mit dem Verein Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) zum Islamunterricht.

"Die Bundesländer haben beträchtliche Anstrengungen zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts unternommen. Über die Ditib erhält der türkische Ministerpräsident – der Menschenrechte und Pressefreiheit mit Füßen tritt – ein Mitbestimmungsrecht über die Unterrichtsinhalte in deutschen Klassenzimmern. Dies steht exemplarisch für eine grundsätzlich verfehlte Bildungspolitik zu Religions- und Weltanschauungsfragen" sagt Rainer Ponitka, Sprecher der AG Schule des IBKA.