Konfessionlose an den Schulen in NRW

NRW-Atheisten: Schulrundschreiben 2009 verschickt

Wie zu den vergangenen beiden Schuljahreswechseln verschickte der Landesverband NRW sein Schulrundschreiben an die öffentlichen Schulen des Landes.
Es mahnt die Einhaltung der Erlasse und Gesetze zur Wahrung der Rechte der konfessionslosen Schüler an. So wird an Schulen immer noch die Teilnahme an Gottesdiensten für obligatorisch erklärt, die Abmeldung vom Religionsunterricht erschwert, nichtgläubige Schüler werden durch das Abhalten von Schulgebeten ausgegrenzt.

Schulrundschreiben NRW

Rainer Ponitka

04. August 2009

Seit dem Schuljahreswechsel 2007/2008 informiert der Landesverband NRW des IBKA die Schüler und Lehrer der öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen über die Rechte der konfessionslosen Schüler bezüglich der Teilnahme an Religionsunterricht und Schulgottesdienst und fordert deren Einhaltung ein.

NRW-Atheisten: Reli abschaffen statt Islamunterricht einführen

Pressemitteilung vom 29.07.2009

Die geplante Einführung eines weiteren Religionsunterrichts kritisiert der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA).
"Die nach Konfession getrennten Schülerinnen und Schüler reden im Unterricht jetzt schon über- und nicht miteinander. Die Einführung eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts potenziert das Problem und löst es nicht", sagt Landessprecher Rainer Ponitka.

Staatliche Schule mit christlicher Ausrichtung stößt auf Protest

Im thüringischen Worbis will die CDU eine staatliche Grundschule mit christlicher Ausrichtung einrichten – ein klarer Verstoß gegen den Grundsatz der weltanschaulichen Neutralität, der an staatlichen Schulen außerhalb des Religionsunterrichts zu gelten hat. Gegen diese Pläne hat sich eine Initiative für eine weltanschaulich und religiös neutrale Schule formiert. (27.05.2009)

Pro Reli gescheitert – Ethik in Berlin weiter für alle

Der Versuch von Pro Reli, das integrative Fach Ethik in Berlin zu kippen und den konfessionellen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach zu installieren, ist trotz gewaltigen Aufwands und einer mit fragwürdigen Parolen geführten Kampagne fehlgeschlagen.

Pro Reli blieb nicht nur weit unter den erforderlichen 611.000 Ja-Stimmen, sondern es haben auch von den Teilnehmern der Abstimmung mehr mit Nein gestimmt (51,3%) als mit Ja (48,5%).

Der Ethikunterricht für alle ist von kirchennahen Kräften seit seiner Einführung im Jahr 2006 bekämpft worden. Ein solcher Unterricht verletze die Religionsfreiheit, so die Argumentation. Wenn Schüler/innen Religionsunterricht nicht anstelle von Ethik, sondern nur zusätzlich belegen könnten, sei dies eine unzumutbare Mehrbelastung.

Nachdem man bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen war, aber eine Niederlage kassiert hatte (BVerfG, 1 BvR 2780/06), wurde die Initiative Pro Reli ins Leben gerufen, um per Volksentscheid den konfessionsgebundenen Religionsunterricht wie in anderen Bundesländern zum ordentlichen Lehrfach zu machen und eine Wahlpflicht zwischen Ethik und Religion einzuführen. Eine der Konsequenzen wäre eine Trennung der Schülerinnen und Schüler nach der Glaubenszugehörigkeit gewesen. Genau um dies zu vermeiden, war angesichts der besonderen Situation in Berlin der verpflichtende Ethikunterricht eingeführt worden.

Zu den Befürwortern von Pro Reli zählten neben den Kirchen, der CDU und der FDP auch große Teile der SPD. So verglich Bundestags-Vizepräsident und ZdK-Mitglied Thierse den Berliner Ethikunterricht mit dem "staatlich verordneter Weltanschauungsunterricht" der DDR, und Kanzlerkandidat Steinmeier unterschrieb für Pro Reli. Bei der Berliner SPD sorgte dies für Irritationen, man ließ sich dort aber in der Frage des Ethikunterrichts nicht beirren.

Konfessionslosenverband kritisiert Pläne zum Islamunterricht

Pressemitteilung vom 10.02.2009

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) äußert sich kritisch zur Absicht von Kultusministerin Henzler, einen islamischen Religionsunterricht an hessischen Schulen einzurichten. "Es ist ein absurder Gedanke, dass ein nach Religionen getrennter Unterricht zur besseren Integration beitragen könnte", sagte der IBKA-Regionalbeauftragte Hessen, René Hartmann.