NRW-Atheisten für Säkularisierung der Feiertagsgesetze

Pressemitteilung vom 26.03.2013

(Overath) Der internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in NRW kritisiert die religiöse Ausrichtung des nordrhein-westfälischen Feiertagsgesetzes.

„Alle Bürgerinnen und Bürger haben ein Anrecht auf Erholung an arbeitsfreien Tagen neben dem regulären Urlaub. Hier ist es gerechtfertigt, dass an Sonn- und Feiertagen besondere gesetzliche Regelungen gelten, was zum Beispiel das Verursachen von Lärm angeht“, sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA in NRW.

„Der Gesetzgeber ist gefragt: So wie eine Einschränkung für Baustellenlärm gilt, muss dies im Rahmen der Gleichbehandlung aller auch für Glockengeläut umgesetzt werden. Doch anstatt 'Lärm' mit 'Lärm' gleichzusetzen, genießen Glaubensgemeinschaften an sogenannten 'Stillen Tagen' - wie Karfreitag und Allerheiligen - besondere Privilegien: So dürfen vom Vorabend 18:00 Uhr bis zum Folgetag um 6:00 Uhr selbst private Feiern, wie der Jahrestag einer Gartenkoloniegründung, nicht außerhalb der eigenen Wohnung stattfinden. Selbst dann nicht, wenn sie in geschlossenen Räumen stattfinden, ohne die Andacht der Gläubigen in irgendeiner Art zu stören.“

Buchvorstellung: Der Fall Maldaque - Ein Willkürakt mit Todesfolge

Elly Maldaque
Buchvorstellung im Guten Morgen Buchladen

  • Dienstag, 16. April 2013 um 19.00 Uhr
  • Bültenweg 87, Braunschweig (Karte)
  • mit dem Mitherausgeber Dr. Erwin Petzi

Ein Buch von Waltraud Bierwirth, Filmemacherin und Journalistin; Luise Gutmann, Lehrerin; Klaus Himmelstein, Dr. phil., Erziehungswissenschaftler mit Schwerpunkt historische Bildungsforschung; Erwin Petzi, Dr. phil., Literaturwissenschaftler und Schulbuchredakteur.

Erinnert wird an das dramatische Schicksal von Elly Maldaque (1893-1930), der ersten protestantischen Volksschullehrerin Regensburgs, die in der klerikal-konservativen "Ordnungszelle Bayern" der späten Weimarer Republik des Kommunismus und der Freidenkerei bezichtigt, mit Berufsverbot belegt, in eine "Irrenklinik" gesteckt und dort zu Tode gebracht wird.

IBKA Hessen unterstützt Forderung nach weltanschaulicher Neutralität in Egelsbach

Frankfurt, 26.01.2012

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Hessen begrüßt den Antrag des Egelsbacher Bürgers Peter M. Radebach-Opitz an die Gemeindeverwaltung, die an die Evangelische Kirche erteilte Erlaubnis zur Aufstellung von drei hölzernen Kreuzen auf dem Gelände der Gemeinde zurückzunehmen.

NRW-Atheisten: Für Verfassung ohne Gott

Pressemitteilung vom 23.12.2011

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) in Nordrhein-Westfalen begrüßt den Antrag der Linksfraktion im Landtag NRW, das Erziehungsziel "Ehrfurcht vor Gott" aus Artikel 7 der Landesverfassung zu streichen.

"Ehrfurcht vor Gott als Erziehungsziel degradiert die öffentliche Schule zu einer Umerziehungsanstalt für Atheisten und Mitglieder nichtreligiöser Weltanschauungen. Das hat mit demokratischer Bildung nichts zu tun", sagt dazu IBKA Sprecher Rainer Ponitka.

Atheisten kritisieren Leugnung des christlichen Fundamentalismus

Pressemitteilung vom 29.07.2011

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wendet sich scharf gegen die Aussage von Thomas Goppel (CSU), wonach es keine fundamentalistischen Christen geben könne.

"Goppel zeichnet ein idealisiertes Bild des Christentums, das mit der globalen Realität wenig zu tun hat", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.

Zensus 2011: Atheistenverband kritisiert Fragebogen

Pressemitteilung vom 03.05.2011

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert den Zensus hinsichtlich der Fragen nach dem weltanschaulichen Bekenntnis. Angehörige nichtreligiöser Weltanschauungen hätten hier unzureichende Antwortmöglichkeiten.

„Der Fragebogen der kommenden Volkszählung bietet Nichtreligiösen als Antwort auf die Frage nach der Religion oder Weltanschauung nur zwei Möglichkeiten. Diese haben lediglich die Wahl zwischen ‚Sonstige Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung‘ und ‚Keine Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung‘. Eine Differenzierung zwischen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen wird nicht angeboten“, beklagt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA.

NRW-Atheisten: Religionsfreie Zone am Karfreitag

Pressemitteilung vom 19.04.2011

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) Nordrhein-Westfalen veranstaltet am Karfreitag, dem 22.04.2011, eine Religionsfreie Zone im Kölner Filmhaus.

"Das nordrheinwestfälische Feiertagsgesetz schützt bestimmte "stille" Tage, die der christliche Glaube mit Trauer und Andacht verknüpft – besonders leidig für Menschen, die an rein gar nichts glauben. Auch ihnen sind am Karfreitag öffentliche Feiern außerhalb der eigenen Wohnung untersagt – selbst wenn solche Feiern die Andacht der Christen weder akustisch noch räumlich stören", sagt Rainer Ponitka, NRW-Sprecher des IBKA.