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IBKA

Stammtische und Treffen in Niedersachsen und Bremen 2017

Der IBKA-Landesverband Niedersachsen-Bremen lädt Mitglieder und Interessierte zu Stammtischen nichtreligiöser Menschen ein:

Nächster Stammtisch Hannover

  • am Freitag, den 02.02.2018
  • um 19:00 Uhr, Raum 2
  • im Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover (Karte)
  • Die Treffen in Hannover finden an jedem ersten Freitag im Monat statt.

Stammtisch Hildesheim

  • Donnerstag 13.04.2017 18:00 im Restaurant OS im Knochenhaueramtshaus, Marktplatz Hildesheim
  • Sonst Treffen nach Vereinbarung! Interessierte können sich unter 05121/1775763 anmelden.

Nächster Stammtisch Braunschweig

  • am Freitag, den 09.02.2018
  • um 19:00 Uhr
  • im Wirtshaus - Am Kohlmarkt, Kohlmarkt 10, Braunschweig (Karte)
  • weitere Termine in 2017:
    • ⋅ 08.12.17
    • Die Treffen in Braunschweig finden immer am zweiten Freitag im Monat statt.

MIZ 4/17 erschienen

MIZ 4/17 Cover
© MIZ

Die vom IBKA herausgegebene Zeitschrift MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit) hat das Heft 4/17 mit dem Schwerpunkt „Wunder, Heiler, Aberglauben – Spuren des Übersinnlichen“ veröffentlicht.

Glaube, so stellt Christoph Lammers im Editorial fest, nimmt gerade in diesen Zeiten, die von einem Rückgang des Glaubens gekennzeichnet sind, zu. Eine Paradoxie? Nein. Der Glaube verlagert sich, verharrt in Bereichen, die von der Kirche weitgehend aufgegeben worden sind, weil sie ihr peinlich wurden.

Bernd Harder lenkt den Blick hier auf das Phänomen der Stigmatisierten. Der Glaube erobert aber auch Felder, in denen die Wissenschaft eigentlich das Sagen hat, wie Christa Federspiel am Beispiel der Geistheilerei demonstriert. Dass dies der Irrationalität des medizinisch-industriellen Komplexes geschuldet ist, liegt nahe.

Aber reicht das aus, um die beharrliche Verbreitung von Glauben unter den Menschen zu erklären? Stuart Vyse geht der Frage nach, ob abergläubische Rituale vielleicht wirklich funktionieren (und kommt zu einem nicht unbedingt zu erwartenden Ergebnis). Und Rüdiger Vaas verweist darauf, dass Wissenschaft (seriöserweise) keine Letztbegründungen anbietet, viele Menschen aber gerade nach solchen suchen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse sowie Ihre Unterstützung des IBKA und wünschen Ihnen ein angenehmes Jahresende wie auch einen wunderbaren Start ins Jahr 2018!

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© Nico Meier/pixelio.de

Bitte unterstützen Sie auch künftig unsere Arbeit für Weltanschauungsfreiheit und die konsequente Trennung von Staat und Religion mit Ihrer Spende auf das Konto

IBKA e.V.
bei der Postbank Dortmund
IBAN: DE95 4401 0046 0003 9204 63
BIC: PBNKDEFF440

Spenden an gemeinnützige Organisationen und Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar.

Herzlichen Dank!

MIZ 3/17 erschienen

MIZ 3/17 Cover
© MIZ

Die vom IBKA herausgegebene Zeitschrift MIZ (Materialien und Informationen zur Zeit) hat das Heft 3/17 mit dem Schwerpunkt „Mein Körper gehört… – Das Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung“ veröffentlicht.

Der Schwerpunkt widmet sich der grundlegenden Einschätzung, dass es im Ermessen der Frau liegen muss, ob und wann sie Kinder haben möchte. Differenziert wird betrachtet, ob das Recht auf Selbstbestimmung auch dann greift, sobald eine gewollt schwangere Frau erfährt, dass ihr Kind mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit behindert zur Welt kommen wird und sie sich dann für den Abbruch der Schwangerschaft entscheidet.

Inbesonders wird die unterschwellige Botschaft aus religiösen Kreisen kritisiert: Die Abtreibung eines möglicherweise behinderten Kindes sei kein Ausdruck der Selbstbestimmung sondern eine Spielart der Behindertenfeindlichkeit.

Weitere Beiträge u.a. zum „Luderjahr“ werden beigesteuert von Nicole Thies und Karsten Krampitz; Heinke Först erklärt, wo in Frankreich das Gesetz aus 1905 zur Trennung von Staat und Kirche einfach keine Gültigkeit hat; Rainer Ponitka steuert unter dem Titel „Reli? … und tschüss!“ einen Artikel mit Fallbeispielen bei, wie Schulleitungen (nicht nur) in Nordrhein-Westfalen immer noch die Nichtteilnahme am grundsätzlich freiwilligen Religionsunterricht behindern wollen und Rüdiger Vaas erläutert im Artikel „Die Misere des Glaubens“, dass Religion kein himmlisches Mysterium, sondern ein sehr diesseitiges Phänomen ist.

Mitglieder des IBKA erhalten die MIZ kostenfrei.

Michael Schröter

Vorstandsbeisitzer

Porträtfoto Michael Schröter
Jahrgang 1976
Verwaltungsfachwirt
IBKA-Mitglied seit 2014. Mitglied des Vorstandes seit 2017.
Geboren und aufgewachsen im Emsland (Niedersachsen)

Wie es sich „gehörte“ wurde ich getauft - evangelisch - wodurch man im tiefkatholischen Emsland schon fast als Sonderling galt. Heute vermute ich, die damit im Kindes- und Jugendalter teilweise verbundene Ausgrenzung hat bei mir dazu geführt, Glaube und Religion sowie deren Riten und Gebräuche stärker zu hinterfragen.

Später, als die Religionszugehörigkeit in meinem täglichen Leben eigentlich keine Rolle mehr spielte, setzte sich auch bei mir endlich die Erkenntnis durch, dass es keines höheren Wesens bedarf, um die Welt zu erklären. In der Konsequenz erfolgte der Kirchaustritt im Alter von 25 Jahren - besser spät als nie!

In den IBKA bin ich eingetreten, weil dieser die Positionen religionsfreier Menschen aus meiner Sicht am konsequentesten vertritt. Die Abschaffung von ungerechtfertigten Kirchenprivilegien ist mir ein besonderes Anliegen. Die Schaffung eines Problembewusstseins durch Aufklärung und Information über diese Privilegien beginnt im persönlichen Umfeld.

Wolfgang Knoke

Porträt Wolfgang Knoke
Foto © DGHS / Dörthe Boxberg

Finanzleiter

Geboren 1955 in Paderborn und aufgewachsen in Altenbeken hat mich mein Berufsleben in den neunziger Jahren nach Greven (15 km nördlich von Münster) verschlagen. Politisch schon immer interessiert, hat mich mein Weg in der sozialliberalen Ära in die FDP der Dehlers und Flachs, der Maihofers und Hamm-Brüchers geführt. Als der Liberalismus in der FDP aber zunehmend nicht mehr stattfand (1998: FDP wählen, damit Kohl Kanzler bleibt) verstärkten sich die Zweifel, ob das noch meine Partei ist. Seit nunmehr zehn Jahren parteilos, aber politisch nach wie vor interessiert, verorte ich mich heute im linksliberalen Lager.

Nach sechszehn Jahren Bundeswehr, zuletzt als Angestellter, bin ich seit 1992 in der sog. Freien Wirtschaft (Maschinenbau/Finanzbuchhaltung) tätig. Zusätzlich seit 2010 im Betriebsrat (Gesamtbetriebsratsvorsitzender). Aktuell (ebenfalls seit 2010) in der DGHS ehrenamtlich engagiert. Seit einigen Monaten in Altersteilzeit.

Stand ich einer sogenannten christlichen Erziehung schon in jungen Jahren skeptisch gegenüber, verstärkte sich diese Einstellung zunehmend – auch durch das FDP-Kirchenpapier 1974. Ich stellte für mich fest, dass viele Religionen zwar das friedliche Zusammenleben der Menschen propagieren – aber nicht vorleben. Anstatt sich mit Respekt und Liebe zu begegnen, gehen Toleranz und Respekt verloren und gewinnen Rechthaberei, Macht und Geldgier die Überhand. Nicht zu vergessen die krude Auslegung einer Religion durch deren fanatische Anhängerschaft; darin unterscheiden sich die Kreuzzüge im Mittelalter in keiner Weise vom islamistischen Terror heute.

Tätigkeitsbericht des IBKA 2016

Für den IBKA war im Berichtszeitraum wie schon zuvor die wichtigste Aufgabe, die Themen des IBKA in die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu dienen neben WWW und Pressemitteilung auch die sog. sozialen Medien (Facebook, Twitter, Google+, YouTube). Daneben spielt auch die vom IBKA herausgegebene Vierteljahreszeitschrift MIZ eine wichtige Rolle.

Die Regionalverbände und korporativen Mitglieder des IBKA führten eine Reihe von lokalen Aktionen durch, um auf die Anliegen des IBKA aufmerksam zu machen.

In Schleswig-Holstein wandte sich der IBKA gegen den Versuch, einen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen. Hierzu wurden alle Abgeordneten angeschrieben.

Der Landesverband Hessen nahm mit einem Vertreter an einer Sitzung der Enquetekommission „Verfassungskonvent zur Änderung der Hessischen Verfassung“ teil und unterbreitete Änderungsvorschläge.

Der Exodus aus den Großkirchen hält weiterhin an. Bei den Parteien ist allerdings nicht viel davon zu bemerken, hieraus Konsequenzen zu ziehen. Eine Ausnahme waren kürzlich Bündnis 90/Die Grünen: Dort wurde von einer Kommission ein Papier „Weltanschauungen, Religionen und Staat“ erarbeitet, das einige aus säkularer Sicht bemerkenswerte Punkte enthält.

Am 4. April fand in Berlin ein Treffen säkularer Verbände mit dem Bundesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen statt, auf dem den Verbänden das Papier vorgestellt wurde. René Hartmann nahm für den IBKA daran teil. Eine Stellungnahme zum Papier wurde auf der IBKA-Website und im Rundbrief veröffentlicht.

Der IBKA ist Mitglied im KORSO (Koordinationsrat säkularer Verbände). An der KORSO-Strategietagung im Sommer 2016 nahmen Vertreter des IBKA teil.

In einer Pressemitteilung vom 23.02.2016 wandte sich der IBKA gegen mehr Religion in der Entwicklungspolitik.

Neue korporative Mitglieder

Der IBKA begrüßt den Düsseldorfer Aufklärungsdienst und die Richard Dawkins Foundation Deutschland als neue korporative Mitglieder. (07.10.2016)

Tätigkeitsbericht des IBKA 2015

Internationale Konferenz

Das wichtigste Ereignis im Berichtszeitraum war die internationale atheistische Konferenz in Köln unter dem Motto „Give peace a chance“ mit Referenten aus Deutschland, den USA, Nigeria, der Schweiz, Irland, Frankreich, der Türkei, Großbritannien und Kroatien. Im Rahmen der Konferenz erfolgte die Verleihung des IBKA-Preises 'Sapio' an den Sänger und Evolutionsbiologen Greg Graffin.

Kirchenfinanzierung/Kirchensteuer

Anlässlich des Falles des Franzosen Thomas Bores, der in Deutschland wegen seiner katholischen Taufe als Kind Kirchensteuer zahlen musste, obwohl bei seiner Einreise keine Konfession angegeben hatte, fand eine gemeinsame Pressekonferenz von IBKA und Fédération Nationale de la Libre Pensée (FNLP) in Berlin statt mit Thomas Bores, Carsten Frerk, Claude Singer und Heinke Först auf dem Podium. In einer Pressemitteilung vom 06.03.2015 berichtete der IBKA über die Pressekonferenz.

Für das Magazin Idée Libre der FNLP verfasste der Erste Vorsitzende René Hartmann einen Artikel über die Kirchenfinanzen in Deutschland.

Selbstbestimmung

Der IBKA tritt ein für individuelle Selbstbestimmung, was die Selbstbestimmung über den eigenen Tod einschließt. Gemeinsam mit der Giordano-Bruno-Stiftung, der DGHS und weiteren Organisationen beteiligt sich der IBKA an dem Bündnis für ein selbstbestimmtes Lebensende sowie an der Kampagne „Letzte Hilfe“.

In einer Pressemitteilung vom 10.11.2015 „Bundestagsentscheidung zur Sterbehilfe missachtet Recht auf Selbstbestimmung“ kritisierte er die Entscheidung des Bundestags, geschäftsmäßige Sterbehilfe zum Straftatbestand zu machen.

Kirchlicher Lobbyismus

Dieter Scribelka

Stellv. Landessprecher Niedersachsen/Bremen

Dieter Scribelka

Nach meiner Geburt wurde ich, wie es 1955 üblich war, getauft und war so, ohne gefragt zu werden, Mitglied der ev.-luth. Kirche. Ich hatte dann das Glück, unreligiös erzogen zu werden und die Freiheit, mich ohne äußeren Druck mit dem Thema Religion zu beschäftigen. Irgendwann gegen Ende meines Elektrotechnikstudiums habe ich dann den bewussten Schritt getan und bin aus der Kirche ausgetreten.

Mit Sorge beobachte ich, wie die Freiheiten, die unsere Vorfahren im Rahmen der Aufklärung erkämpft haben, zurückgedrängt werden und das Religiöse weltweit auf dem Vormarsch ist. Hier sehe ich nicht nur den Islam, sondern auch die christlichen Kirchen. Letztlich ist es mir egal, ob jemand an Götter oder Engel glaubt, hier ist mir die Religionsfreiheit ein Wert unserer freiheitlichen Demokratie, jedoch dieser Glaube und seine Wertvorstellungen gehören ins Private. Wer sein Leben nach religiösen Vorgaben einschränken möchte, soll dies tun, aber diese Vorgaben dürfen nicht das öffentliche Leben beeinflussen. Religionsfreiheit bedeutet auch die Freiheit, nicht religiös zu sein und so wie religiöse Menschen Respekt vor ihrer Religion erwarten, so erwarte ich umgekehrt auch den Respekt vor meiner Nicht-Religiosität und meiner damit verbundenen Sicht der Welt.

Seit April 2016 bin ich stv. Landessprecher und hoffe, weitere Mitstreiter zu finden, die gegen die Einschränkungen des Feiertagsgesetzes und den Blasphemieparagrafen demonstrieren und sich gegen den Einfluss von Kirchenvertretern in Ethikräten und politischen Kommissionen wenden.