Ausgewählte Texte

Texte nach Themen

Regionen und AGs

Presse

Andere Informationsquellen

Diskussion

Über diese Seiten

Kirche und Geld

IBKA fordert Ablösung der Staatsleistungen

Pressemitteilung vom 28.02.2002

Neue Studie zeigt, dass die Kirche das Geld des Staates nicht benötigt

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA e.V.) hat die Parteien des Deutschen Bundestages aufgefordert, sich für die sofortige Ablösung der Staatsleistungen einzusetzen. Es sei endlich an der Zeit, diesen Verfassungsauftrag zu erfüllen.

Dabei beruft sich der Vorsitzende René Hartmann auf eine jüngst erschienene Studie zu "Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland". Der Hamburger Politologe Carsten Frerk hat darin auf über 400 Seiten eine Bestandsaufnahme kirchlichen Eigentums vorgelegt. Daraus gehe nicht nur hervor, dass beide Kirchen über ein beachtliches Maß an Grundbesitz und Unternehmensbeteiligungen verfügen, sondern auch das "sichtbare" Geldvermögen sich in den letzten Jahren stetig erhöht hat - während die Kirchen öffentlich ihre Verarmung beklagten.

Besonders unverständlich sei, dass angesichts der Kassenlage des Staates dieser die Kirchen in der doppelten Höhe der Kirchensteuereinnahmen bezuschusse (ca. 20 Mrd Euro). Dies bedeute, dass jeder Erwerbstätige (auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften und Konfessionslose) mit einem Betrag von jährlich 557 Euro zur Finanzierung der Kirchen beitrage, also gewissermaßen "indirekte Kirchensteuer" entrichte. Zumindest die so genannten Staatsleistungen, die zumeist auf Jahrhunderte alte Rechtstitel zurückgehen und etwa 500 Mio. Euro betragen, könnten sofort eingestellt werden. Die Ablösung solle ohne Ausgleich erfolgen, da sie nach fast 200 Jahren als abgegolten angesehen werden könnten.

Praxis der Kirchensteuererhebung verfassungswidrig

"Praxis der Kirchensteuererhebung in der Bundesrepublik in wesentlichen Punkten verfassungswidrig"

Wasmuth, Johannes/ Schiller, Gernot:

Verfassungsrechtliche Problematik der Inpflichtnahme von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beim Kirchenlohnsteuereinzug

Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht (NVwZ) 2001, 852-859

Kirchgeld in NRW eingeführt

Aus: IBKA Rundbrief Mai 2001

In zweiter Lesung hat der nordrhein-westfälische Landtag am 14. Februar die Änderung des Kirchensteuergesetzes angenommen. Damit wird mit Beginn dieses Jahres in NRW das besondere Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe eingeführt (s. auch IBKA-Rundbrief Dez. 2000, S. 32).

"Aufklärung" und Gegenaufklärung

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2000

Das Erzbistum Köln hat neuerdings den Kabarettisten Konrad Beikircher engagiert, um im Internet dem Volk die Notwendigkeit der Kirchensteuer nahezubringen.

Besonderes Kirchgeld und Kirchensteuer

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2000

Neues gibt's in Sachen Kirchgeld aus NRW zu berichten. Nachdem die Koalition aus SPD und Grünen in der letzten Wahlperiode das Ansinnen der evangelischen Kirche auf Einführung des "besonderen Kirchgeldes in glaubensverschiedener Ehe" abgelehnt hatte, drängt die Kirche seit Mitte Oktober erneut auf eine dementsprechende Gesetzesvorlage, um möglichst schnell bei den Partnern der Nicht-Mitglieder abzukassieren. Anvisiert wurde bereits der 1. Januar 2001, was sich aber wohl trotz mächtigem Druck der Lobbyisten auf die Parteien nicht verwirklichen lässt.

Kirchensteuer kann zurückgefordert werden

Aus: IBKA Rundbrief Mai 2001

Die (ehemaligen) Kirchenmitglieder in Schleswig-Holstein können - zumindest für das Jahr 2000 - Kirchensteuer zurückverlangen. Dies ergibt sich aus einem Bescheid des Bundesverwaltungsgerichtes vom 11. Januar 2001 (BverwG 11B64.00).

Kirchgeld - wieso, weshalb ... und vor allem wann?

Einblicke in kirchliche Strategien

Aus: IBKA Rundbrief Juli 2000

Die Gemeinden der Evangelischen Kirche der Pfalz dürfen seit 1999 ein Ortskirchgeld kassieren. Dafür hatte sich die Landessynode ausgesprochen, denn die Kirche braucht bekanntlich Geld. Auf der Homepage der Landeskirche im Internet wird dies entsprechend ausführlich behandelt, denn, so heißt es dort, "das Thema 'Kirche und Geld' erfordert höchste Sensibilität im Umgang mit der Öffentlichkeit."

Einnahmen und Leistungen der Kirche

Aus: IBKA Rundbrief März 2000

Ende Dezember beklagte Bischof Lehmann mal wieder sinkende Einnahmen und sieht die sozialen Leistungen der Kirche in Gefahr. Darüber berichteten verschiedene Zeitungen am 27.12.99. Lehmann, der sogar den Rückzug aus dem Krankenhauswesen, welches überhaupt nicht von der Kirche finanziert wird, androhte, wird in der Rheinpfalz, Süddeutschen und Stuttgarter Zeitung wie folgt zitiert: "Scharf kritisierte Lehmann Menschen, die aus der Kirche austreten, aber deren Dienstleistungen nutzten. Wenn wohlhabende Bürger aus Steuergründen die Kirche verließen, ihre Kinder aber auf katholische Schulen schickten, halte er das für ‚moralisch ekelhaft‘". IBKA-Mitglied Fritz Köhler schrieb an die Zeitungen die passende Antwort:

Gieriger Klerus

Aus: IBKA Rundbrief März 2000

Auch die Zeitschrift FINANZtest ließ sich vom Jammern der Kirchen erbarmen und veröffentlichte 8/99 den Artikel "Kirchensteuer: Wen die Kirchen künftig zur Kasse bitten wollen". Der damalige Regionalbeauftragte des IBKA in Hessen, Rolf Heinrich, klärte die "Finanzexperten" über die Kirchenfinanzierung auf (veröffentlicht in FINANZtest 11/99):

Kirchgeld in NRW

Rudolf Ladwig

Kirchgeldinitiative in NRW vorerst [!] gescheitert

Aus: IBKA Rundbrief März 2000

Im Rundbrief September 1999 (Heidensteuer, S. 12) berichtete Matthias Krause über Versuche der evangelischen Kirche, in sämtlichen Bundesländern auf eine Änderung der jeweiligen Landeskirchensteuergesetze hinzuwirken. Überall sollte ein "Besonderes Kirchgeld bei glaubensverschiedener Ehe" neu eingeführt werden - so, wie ihnen dies politisch in bereits 11 Bundesländern gelang.