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Religion und Weltanschauung

Die Antwort des Atheismus

Von Joachim Kahl, freiberuflicher Philosoph, Marburg

Atheist wurde ich durch mein Theologiestudium. Bereits als Ungläubiger schloß ich es mit der Promotion zum Dr. theol. ab. Unmittelbar danach trat ich – Vernunft- und Gewissensgründen folgend – aus der evangelischen Kirche aus, der ich anfänglich als Pfarrer hatte dienen wollen. Der Atheismus, für den ich in diesem Diskussionsbeitrag schreibe, ist in seiner persönlichen Färbung das Ergebnis meiner etwa dreißigjährigen Reflexion. In seiner inhaltlichen Substanz speist er sich aus einer jahrtausendelangen Überlieferungsgeschichte der Religionskritik von den Anfängen der Philosophie bis heute.

Die Drohbotschaft

Eine "echt christliche Schrift", das "große Trost- und Mahnbuch der Kirche"*

"Heil dem, der deine Kinder packt und sie an einem Felsen zerschmettert!"
Psalm 137, Verse 8; 9

Frauenfeind Kirche

"...würde es nur Erbrechen verursachen, Weiber anzuschauen... Da wir nicht einmal mit den äußersten Fingerspitzen Kot und Schleim anrühren mögen, warum begehren wir so eifrig das Schmutzgefäß selbs zu umfassen?"
Der heilige Odo (878-942)

Was kluge Leute sagen und denken

Was kluge Leute denken... Denker aus vielen Jahrhunderten gegen Kirche und Religion

"Wird man es für möglich halten, daß es bei den Papisten Gerichtshöfe gegeben hat, die so schwachsinnig, niederträchtig und barbarisch waren, arme Bürger zum Tode zu verurteilen, die kein anderes Verbrechen begangen hatten, als in der Fastenzeit Pferdefleisch gegessen zu haben?"
Voltaire (1694-1778)

Horst Groschopp: Dissidenten

Freigeistige Kultur in Deutschland

Eine ausgezeichneten kulturgeschichtlichen Überblick über die Entwicklung säkularistischer Strömungen in Deutschland bietet:

Horst Groschopp: DISSIDENTEN. Freidenkerei und Kultur in Deutschland.

Dietz-Verlag, Berlin 1997, 448 Seiten ( DM 48.-)

Der Autor, Kulturwissenschaftler, bis 1996 am Institut für Kulturwissenschaften der Humbold-Universität, Berlin, seit 1990 befaßt mit Forschung und Lehre zum kulturellen Wandel in Ostdeutschland, zur deutschen Freidenkerei und zur Geschichte von Kulturpolitik und Kulturarbeit in Deutschland, beschreibt die Wurzeln, die gesellschaftliche Bedeutung und die vielfältigen Verästelungen freidenkerischer Kultur im Deutschland des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zurückgreifend bis zu dem 1759 erschienenen Freydenker-Lexicon von Johann Anton Trinius geht er den Motiven, Organisationen und Aktionen der "Dissidenten", also der von staatlich gestützter Konfessionalität Abtrünnigen, nach. Das Buch zeigt, wie sich freidenkerische Kulturauffassungen, Kunst, praktische Kulturarbeit, Kulturpädagogik und Jugendpflege zwischen Vormärz und Novemberrevolution formten und politisches Handeln begründeten. Seine Kristallisation fand die Entwicklung im "Weimarer Kartell" der deutschen Freidenkerei, das 1907 begründet worden war. In ihm sammelten sich Vereinigungen, Bünde und Ortsgruppen von Vereinen, die vornehmlich kulturpolitisch tätig wurden - allerdings nicht als Gesamtverband - koordiniert von einem ständigen Ausschuß. Zu dieser illustren Versammlung von geistigen Individualisten und weltanschauöichen Gruppierungen, wo "Selbstständigkeit und Eigenart jedes einzelnen Vereins unangetastet" bleiben sollten, gehörten u.a.: die Deutsche Gesellschaft für Ethische Kultur, der Deutsche Monistenbund, der Deutsche Bund für Mutterschutz, der Deutsche Bund für weltliche Schule und Moralunterricht, der Deutsche Freidenkerverband. Als "verwandte" Organisationen galten u.a. der Bund freireligiöser Gemeinden Deutschlands, der Zentralverband der proletarischen Freidenker Deutschlands, der Freimaurerbund Zur Aufgehenden Sonne.

H. Groschopp behandelt auch die sich mit dem ersten Weltkrieg abzeichnenden tiefen Zerwürfnisse und Auflösungstendenzen, u.a. als sich eine pazifistisch gesonnene Minderheit den deutschnationalen Tendenzen widersetzte, als die Verfassung von 1918 das Ende der Staatskirche verfügte und schließlich die "Deutschgläubigkeit" zu einer der ideologischen Stützen des heraufziehenden Naziregimes wurde und "völkische" gegen "sozialistische" Politisierung stand. Tendenzen und Differenzen in der freidenkerischen Tradition der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg behandelt ein Schlußkapitel, das nicht den Anspruch einer Studie erhebt und nach differenzierter Fortführung verlangt.

Hubert Schleichert: Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren.

Anleitung zum subversiven Denken.

München 1997. C.H.Beck; 200 Seiten, kart. DM 29,80, ISBN 3-406-41989-5

Wer hat noch nicht erlebt, daß kontroverse Diskussionen gelegentlich stecken bleiben? Von der Bindung katholischer Gläubiger an ihre Kirche kann man unverhofft bei verschiedenen Trinitätsdogmen landen; von der physikalischen Altersbestimmung des Turiner "Grab"tuches ist es nur ein kurzer Schritt zu diffizilen Radiokarbonmethode; aus dem Inquisitionsprozeß wird überraschend eine Kritik der Galilei'schen Gezeitentheorie. Man hat sich verrannt. Der Wille zum Rechthaben führte mit hohem Aufwand zu einem miserablen Ergebnis. Die Partie endetet, bestenfalls mit Patt. Das Interesse der Zuhörer ist erloschen.

Das "einhellige" oder scheinheilige "Urteil der Wissenschaft"?

Hermann Josef Schmidt

Nachdenkliches zur Seriosität aktueller katholischer Überprüfungsversuche der »Kriminalgeschichte des Christentums« Karlheinz Deschners

Aus: MIZ 1/94 und 2/94

Buchbesprechung: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Franz Buggle: Denn sie wissen nicht, was sie glauben. Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann.

Aus: MIZ 4/92

Rowohlt Verlag, Reinbek 1992, 480 Seiten, DM 48,-

Aus der mittlerweile doch recht beachtlichen Fülle literarischer Streitschriften gegen Religion und Kirche, die der Buchmarkt alljährlich hervortreibt, exponiert sich in diesem Jahr besonders eine Publikation aus dem Rowohlt Verlag, die durch drei bemerkenswerte Umstände gekennzeichnet ist.

Kriminalgeschichte des Christentums

"Kriminalgeschichte des Christentums" -
Neuerscheinung von Karlheinz Deschner

Aus: MIZ 4/86

(Abbildung 5,7K)

Berliner Volksuniversität '85: Die Theologie der Befreiung als weiteres Beispiel für den Unsinn jedweder Theologie

Aus: MIZ 3/85

Auf der Berliner Volksuniversität 1985 hielt Günter Kehrer, Religionssoziologe aus Tübingen, einen Vortrag über das Thema "Die 'Theologie der Befreiung' als weiteres Beispiel für den Unsinn jedweder Theologie".