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"Aufklärung" und Gegenaufklärung

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2000

Das Erzbistum Köln hat neuerdings den Kabarettisten Konrad Beikircher engagiert, um im Internet dem Volk die Notwendigkeit der Kirchensteuer nahezubringen.

"Was macht ihr eigentlich mit meinen Jröschelchen?" fragt das Kölner Original unter "www.kirchensteuer-koeln.de". Und meint gleich selber dazu: "Der is ja vör nix fies. - werden Sie vielleicht denken: Beikircher macht Werbung für die Kirchensteuer."

Aber dann macht er wirklich Werbung, erklärt die Historie der Steuer und betreibt "Aufklärung" über deren Verwendung. Immer aus Sicht der Kirchen natürlich und immer knapp an der Wahrheit vorbei. Z.B. verbreitet Beikircher die längst widerlegte Behauptung, dass u.a. Krankenhäuser und Altenheime über die Kirchensteuer mitfinanziert werden.

Kritische Argumente zur Kirchenfinanzierung veröffentlicht dagegen ein neues Projekt des Internetmagazins Der Humanist. Unter dem einprägsamen Namen "www.kirchensteuer.de" werden u.a. Nachrichten zu Kirche und Geld dokumentiert und mit der Mär der kirchlichen Finanzierung von Krankenhäusern aufgeräumt. Übrigens - die Betreiber des Internetmagazins erhielten vor einiger Zeit von einer PR-Agentur eine Anfrage bezüglich des Domain-Namens. Den hätten sie sich gerne für einen kirchlichen Kunden gesichert.

Wie sagt man so schön: Wer zu spät kommt ...