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Nachruf auf Ingrid Kämmerer

Der IBKA e.V. gedenkt seines Beiratsmitgliedes

Dr. Ingrid Kämmerer

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2001

(Foto Ingrid Kämmerer)Ihr Engagement und Kampf, speziell gegen den §218, waren sehr vielseitig:

Sie war Berliner Sprecherin von Amnesty International, betrieb die alternative (Demo-)Verletzten-Versorgung der 68er Zeit, betreute Sozialprojekte beim Bundesgesundheitsamt, z.B. für Contergan-behandelte Frauen, war an der (ersten!) Frauenzeitschrift COURAGE beteiligt, hat in Berlin-Kreuzberg Frauengesundheitszentren, u.a. Schwangerenberatung speziell für türkische Frauen, mitinitiiert, sie half, mit dem "Autonomen Frauenhaus" erstmalig eine Fluchtburg für verfolgte Frauen zu schaffen, hatte einen Lehrauftrag über Sozialarbeit und -medizin; sie war Vorsitzende des Berliner PRO-FAMILIA-Landesverbands in den 80er Jahren (mit all den Kämpfen gegen die staatlich versuchte Ruinierung dieser so wichtigen Institution), war Mitglied der Grünen, Gründungsmitglied des IBKA und MIZ-Redakteurin der ersten 10 Jahre.

Dr. Ingrid Kämmerer starb am 21. Juni 2001 an einem Gehirntumor. Sie hat unzähligen Frauen in Not geholfen; dass sie sich am Schluss nicht selbst helfen konnte, hat sie bekümmert.