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Das Märchen von der sinkenden Kirchensteuer

Aus: IBKA Rundbrief Dezember 2003

Besonders deutlich machte am 25.9.03 ein Artikel der Frankfurter Neuen Presse, wie Kir­chen­propaganda funktioniert. In dem Artikel ging es laut Überschrift um massiven Einbruch bei der Kirchensteuer bei der evangelischen Kirche in Hessen. Liest man aber den Artikel genau, erkennt man, dass die Kirchensteuer­einnahmen lediglich im Verhältnis zu den viel zu überhöht angesetzten Plan­zahlen "sanken":

Mit laufenden Einnahmen von rund 450 Millionen Euro entspricht die EKHN einem gro­ßen, mittelständischen Unternehmen. Die Kirchen­steuer ist dabei mit rund 350 Millionen Euro der dickste Batzen. Auf der Ausgabenseite stehen Per­sonalkosten, die nach Angaben des Leiters der Fi­nanzabteilung der EKHN, Heinz Thomas Striegler, 77 Prozent der Bilanz ausmachen. Diese beiden Posten hätten sich in den vergangenen Jahren au­seinander entwickelt. Während die Personalkosten stetig stiegen, brachen die Einnahmen aus der Kirchensteuer ein. Statt der prognostizierten 384 gab es 2001 nur 371 Millionen Euro. 2002 waren es 371 Millionen Euro statt der eingeplanten 398. Für 2003 ging Striegler von 385 Millionen Euro aus, musste diese aber auf 370 Millionen reduzi­eren. 'Kommt die dritte Stufe der Steuerreform, dann werden es 2004 sogar nur 345 Millionen sein - eine Zinsabgeltungssteuer würde uns weitere 10 Millionen kosten.'

Also: 2001: 371 Millionen EURO evangelische Kirchensteuereinnahmen in Hessen; 2002: 371 Milli­onen EURO evangelische Kirchensteuer­einnahmen in Hessen; 2003: 370 Millionen EURO evangelische Kirchensteuereinnahmen in Hessen.

Die Verluste beziehen sich also nur auf die völlig überhöhten Einnahmesteigerungsplanzahlen. Real ist gleich viel in der Kasse. Da wird auf sehr hohem Niveau sehr wirkungsvoll gejammert und versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen!