Ausgewählte Texte

Texte nach Themen

Regionen und AGs

Presse

Andere Informationsquellen

Diskussion

Über diese Seiten

Schule

Ein offener Brief zum Neutralitätsgesetz

Der Landesverband Berlin-Brandenburg des IBKA hat an die Linksfraktion und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin sowie den Justizsenator und den Kultursenator einen offenen Brief gesandt, in dem wir den Erhalt des Neutralitätsgesetzes fordern. Antworten kamen vom Justizsenator und von den Grünen. Sie lassen befürchten, dass um das Neutralitätsgesetz von Neuem gekämpft werden muss.

Dabei handelt es sich bei diesem Gesetz keinesfalls um ein pauschales Verbot bestimmter religiöser Symbole oder gar des Glaubens, sondern fordert lediglich, dass Lehrer/innen stundenweise darauf verzichten, in Grund- und weiterführenden Schulen für ihren Glauben zu demonstrieren. Dies gilt für alle Glaubensrichtungen und Weltanschauungen gleichermaßen, diskriminiert also niemanden. Wer unbedingt im Unterricht religiöse Symbole tragen möchte, kann dies an Berufsschulen tun, ist also auch nicht an der Berufsausübung gehindert. Von "Verstaatlichung der Persönlichkeit" oder einem Glaubensverbot kann nicht die Rede sein.

Offenbar wollen die betroffenen Lehrerinnen aber die Erlaubnis durchsetzen, Kinder bereits in der Schulanfangsphase zu missionieren. Sie möchten das Denken der Kinder möglichst frühzeitig beeinträchtigen und ignorieren dabei das Recht der Kinder auf Religionsfreiheit.

Dass der Senat, dass Linke und Grüne sie dabei unterstützen, ist bestürzend. Die jetzt aktiven Politiker haben offensichtlich nicht begriffen, welchen Wert das Neutralitätsgesetz für unser aller Zusammenleben hat - in einer Stadt mit etwa 250 Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und einem Anteil Konfessionsfreier von zwei Dritteln an der Gesamteinwohnerschaft.

Verhandlungen mit Ditib zum Islamunterricht beenden

Pressemitteilung vom 09.08.2016

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) fordert die Beendigung jeglicher staatlicher Zusammenarbeit und weiterer Verhandlungen mit dem Verein Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion) zum Islamunterricht.

"Die Bundesländer haben beträchtliche Anstrengungen zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts unternommen. Über die Ditib erhält der türkische Ministerpräsident – der Menschenrechte und Pressefreiheit mit Füßen tritt – ein Mitbestimmungsrecht über die Unterrichtsinhalte in deutschen Klassenzimmern. Dies steht exemplarisch für eine grundsätzlich verfehlte Bildungspolitik zu Religions- und Weltanschauungsfragen" sagt Rainer Ponitka, Sprecher der AG Schule des IBKA.

Vortrag "Religion ist kein Unterricht"

Sonntag, 3. Mai 2015
13:30 Uhr
Kreisgeschäftsstelle der Partei "DIE LINKE"
Zülpicher Str. 58
50674 Köln

Rainer Ponitka liest aus "Konfessionslos in der Schule – ein Ratgeber" mit anschliessender Diskussion.

Veranstalter: Landesarbeitsgemeinschaft Laizismus der Partei DIE LINKE in NRW,
Regionalgruppe Köln/Bonn.

Glaubensvermittlung versus Bildungsauftrag – Gehört bekenntnisorientierter Religionsunterricht in die Schule?

Podiumsdiskussion

am 15. April 2015 um 20:00 Uhr
im SAALBAU Südbahnhof (Kleiner Saal), Hedderichstraße 51, 60594 Frankfurt am Main.
Veranstalter: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen und ihre Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne

Es diskutieren:

    Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender und Bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Hessischen Landtag

    Ismail Tipi, Mitglied der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Vorsitzender des Landesfachausschusses Integration

    Christina Wöstemeyer, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theologie und Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover

    Rainer Ponitka, Sprecher der Kampagne „Reli Adieu!“, Herausgeber des Buches „Konfessionslos in der Schule – Ein Ratgeber“

Moderation: Marcus Bocklet, MdL, Sozialpolitischer Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Vorsitzender der Enquetekommission "Kein Kind zurücklassen - Rahmenbedingungen, Chancen und Zukunft schulischer Bildung in Hessen"

Atheisten: Kopftuch-Urteil kein Grund zum Jubeln

Pressemitteilung vom 24. März 2015

(Overath) Der internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten warnt vor negativen Konsequenzen des BVerfG-Beschlusses zum islamischen Kopftuch und bekräftigt sein Eintreten für eine weltanschaulich neutrale Schule.

"Die individuelle Freiheit, die Kleidung gemäß religiösen Vorschriften zu wählen, wurde durch das Bundesverfassungsgericht gestärkt", sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. "Säkular orientierte Migranten aus islamisch geprägten Ländern haben aber Grund dazu, sich durch das Urteil im Stich gelassen zu fühlen. Sie könnten sich in Zukunft einem wachsendem Druck ausgesetzt sehen, sich einem religiös geprägten Umfeld anzupassen.

Bildungspolitik muss säkular sein

Unter dem Titel veröffentlichte Rainer Ponitka, Pressesprecher des IBKA, auf dem Portal "Die Freiheitsliebe" einen Debattenbeitrag zur sukzessiven Einführung des islamischen Religionsunterrichtes. Er verdeutlicht, dass der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ein aus den Taschen aller Steuerbürger finanziertes Privileg der Religionsgemeinschaften ist und dass die Erweiterung dieses Privilegs – anstelle seiner Abschaffung – einen Rückschritt in den Feudalstaat "von Gottes Gnaden" bedeutet.

Schulkampagne "Reli-Adieu!"

Postkarte 'Reli und tschüss'

Neue Materialien zur Unterstützung

Seit August 2013 läuft nun Kampagne "ReliAdieu!" mit der Kern-Forderung, den Grundsatz der Trennung von Staat und Religion konsequent auf das gesamte öffentliche Schulwesen anzuwenden. Noch 2013 wurde der Ratgeber "Konfessionslos in der Schule" an die Bildungspolitiker aller Landesparlamente versendet. Zum "Bundesweiten Aktionstag für säkulare Politik" wurden einige Tausend Flyer verteilt. Neben der Website mit unter anderem den länderspezifischen Gesetzgebungen und Erlasslagen zum Spannungsfeld Schule und Religion gibt es eine Facebookgruppe.

Zur Unterstützung des Anliegens können Flyer (z.B. zum Verteilen vor Schulen), Buttons, Postkarten und auch Aufkleber bestellt werden. Die Materialien finden sich auf der Kampagnenseite unter Materialien.

Reli Adieu!

Flyer-Aktion in Düsseldorf

Gabi Bokeloh

Das Ziel der "Reli Adieu!"-Kampagne ist die Aufklärung über die allgegenwärtige Missachtung der Religionsfreiheit an Schulen. Die Kampagne zeigt Möglichkeiten auf, wie sich der Einzelne gegen derartige Missachtung der persönlichen Freiheit zur Wehr setzten kann. Es wird u.a. über Rechte und Wege zur Beschwerde aufgeklärt.

Reli-Adieu! - FlyeraktionWährend der letzten sechs Monate haben wir "Reli Adieu!" Flyer an drei verschiedenen Gymnasien in Düsseldorf, am Schulschluss verteilt. Weiterhin an zwei Gymnasien vor Beginn der Eltern-Abende zur Einschulung 2016.
Die Entscheidung für die Flyerverteilung an Gymnasien basiert auf der Überlegung, dass die meisten Schüler in den Gymnasien über 14 Jahre alt sind und daher selbst entscheiden können, ob sie am Religionsunterricht teilnehmen wollen oder nicht. Für die jüngeren Schüler entscheiden nach wie vor die Eltern.

Alle Aktionen wurden bei der NRW Polizei (als Versammlung unter freiem Himmel) angemeldet und bewilligt. Das hat sich in einem Fall als besonders nützlich erwiesen.

Es war interessant, die Reaktionen der Schüler in den verschiedenen Gymnasien zu beobachten, denn abhängig vom Standort der Gymnasien waren die Reaktionen unterschiedlich.

Atheistenverband: Ethikunterricht verhindert Gleichberechtigung

Pressemitteilung vom 17. April 2014

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) begrüßt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 16.04.2014. Das Gericht verneinte eine verfassungsrechtliche Verpflichtung zur Einrichtung eines Schulfachs Ethik in der Grundschule. Die Klägerin behauptete, die Nichterteilung des Faches Ethik bedeute eine Benachteiligung der Konfessionslosen.

"Konfessionslose Schülerinnen und Schüler werden durch die Nichterteilung eines Ethik-Unterrichtes keineswegs benachteiligt. Am freiwilligen Religionsunterricht Teilnehmende erhalten gute Noten für das Nachbeten von Glaubensinhalten. Dieser augenscheinliche Vorteil ist durch einen Ersatzunterricht 'Ethik' nicht auszugleichen, da diesem Fakten – und keine Glaubenssätze – zugrunde liegen", sagt Rainer Ponitka, Sprecher der AG Schule des IBKA.

"Der Ethikunterricht als Zwangsersatzfach erschwert für Lernende die Entscheidung, ob sie am Religionsunterricht teilnehmen wollen, oder eben nicht. Ebenfalls wertet er den Religionsunterricht auf, der einzig den Sinn hat, die Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft als bestehende Wahrheit zu vermitteln. Die Installation des Ersatzfaches vermittelt den Eindruck, Konfessionslose müssten einen Makel kompensieren."

Staatliche Waldorfschule in Hamburg

Aus: IBKA Rundbrief Winter 2013/14

Die Waldorfschule steht bei vielen schlecht informierten Zeitgenossen als Alternative zur staatlichen Regelschule hoch im Kurs, bedient sie doch ein weitverbreitetes Bedürfnis nach „Ganzheitlichkeit“. Wer sich jedoch schon einmal mit Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen und der sog. Anthroposophie, befasst hat, dem stehen angesichts der kruden Esoterik und des hanebüchenen Unsinns, der einem aus Steiners Werken entgegenschlägt, die Haare zu Berge.