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Staat und Religion allgemein

Kinder, Grundrechte, Religionsfreiheit

Irene Nickel

Aus: MIZ 2/94

"Kinder sind (...) Menschen. D.h. ihre Würde ist prinzipiell gegeben und soweit zu achten und zu schützen, und sie sind von Anfang an Träger aller Grundrechte", so schreibt Professor Dr. Heinhard Steiger1. - Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.

Konkordat mit der Kirche und Verfolgung von Freidenkern

Aus: MIZ 3/93

(Ausbürgerungsliste 96K)

Während in Berlin und Rom der genaue Text des Reichskonkordates ausgehandelt wurde, hatte die Offensive der Nationalsozialisten gegen den freien Geist längst begonnen.

Nein zu Gott im Grundgesetz!

Anderes Umfeld gebietet Verfassungsrevision

Erwin Fischer

Aus: MIZ 2/93

Seitdem Wolfgang Ullmann vor der Bonner Verfassungskommission beantragt hat, in der Verfassung auf "Gott" zu verzichten, weil er da nicht hingehört, ist Bewegung in die Auseinandersetzung zwischen Staat und Religion (Kirche) gekommen, zunächst weil dem berechtigten Antrag Ullmanns - "sinnvolle Rückbesinnung zum echten Christentum ohne Machtmonopol" - unsachlich und erkenntnislos entgegengetreten wurde, insbesondere soweit es sich um den evangelischen Kirchenpräses Jürgen Schmude (SPD) gehandelt hat. Gestört hat vor allem, daß Ullmann sich gegen die Privilegien für die großen Kirchen wendet, die sich aus der durch Art. 140 GG in das Grundgesetz eingefügten Kirchenartikel der Weimarer Reichsverfassung vom 11. 8.1919 ergeben.

Konkurrenz im Supermarkt der Religionen

Gunnar Schedel

Editorial aus MIZ 1/93

Wer mit dem Zug nach Aschaffenburg kommt - vielleicht zum Seminar des Antiklerikalen Arbeitskreises über den §166 StGB -, dem fällt noch in der Passage von den Gleisen zum Bahnhofsgebäude eine Vitrine auf, die eine besondere Ware anpreist. Zwischen Zinngeschirr verspricht ein Plakat die Erweckung des "Inneren Lichtes", die über eine Würzburger Postfachadresse zu bekommen sei (leider ohne Preisschildchen).

Erwin Fischer: Volkskirche ade!

Trennung von Staat und Kirche -
Die Gefährdung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland.

Aus: MIZ 2/93

4. völlig neu bearbeitete Auflage. Berlin - Aschaffenburg 1993. IBDK Verlag, 224 Seiten, kartoniert, 36,-DM, ISBN 3-922601-17-0

Neun Jahre sind es her, daß Erwin Fischer, Altmeister eines alternativen "Staatskirchen­rechts" (Religionsverfassungsrechts), die dritte Auflage seines Maßstäbe setzenden Werkes "Trennung von Staat und Kirche" vorlegte. Es wurde auch in den Reihen der meist konservativ-kirchlichen "Staatskirchenrechtler", soweit man es nicht einfach totschwieg, mit Respekt bedacht. Erst in den letzten Jahren wird es zunehmend öfter zitiert. Das mag Ausdruck eines allmählichen Wandels sein. So steht zu hoffen, daß Erwin Fischer, wenn er nun nochmals eine größere Arbeit vorlegt, mehr Gehör findet.

Plädoyer für einen weltanschaulich neutralen Staat

Prof. Dipl.-Ing. Edgar Baeger

Festvortrag anläßlich des 80jährigen Bestehens des Bundes für Geistesfreiheft (bfg) Augsburg, am 7. Juni 1991

Aus: MIZ 3/91

Entwurf einer Neuregelung der verfassungsrechtlichen Bestimmungen betreffend das Verhältnis von Staat und Kirche

Aus: MIZ 1/90

Der folgende Entwurf wurde von Rechtsanwalt Erwin Fischer erstmals auf einer Podiumsdiskussion des IBKA am 17. Mai 1990 in Berlin vorgestellt (im Podium u.a. die Professoren und ehemaligen Theologen Johannes Neumann und Horst Herrmann sowie Verena Krieger von den GRÜNEN). Verena Krieger kündigte auf dieser Veranstaltung an, das Thema Trennung von Staat und Kirche in der Bundespartei zur Diskussion zu stellen.

Kirchenrecht als Staatsdoktrin? Der katholische Codex Iuris Canonici

Aus: MIZ 2/87

Der Präsident der Freidenker-Vereinigung der Schweiz, Adolf Bossart, wies uns kürzlich auf ein ihm zugänglich gemachtes, bisher unveröffentlichtes Manuskript über das neue katholische Kirchengesetzbuch, den "Codex Iuris Canonici" (im folgenden Codex), hin. Der Autor, ein angesehener Schweizer Jurist und Kirchenkritiker, ist der MIZ-Redaktion bekannt. Wir veröffentlichen den Beitrag in leicht redigierter Fassung mit freundlicher Genehmigung des Verfassers, der nicht genannt werden will.

Bürger und Christ?

Leben wir in einem quasi-christlichen Staat?

von Rechtsanwalt Erwin Fischer, Ulm

Aus: MIZ 2/86

Am 6. Juni 1986 hielt Erwin Fischer aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Bundes für Geistesfreiheit Augsburg ein Grundsatzreferat zum Verhältnis von Bürger und Christ/Staat und Kirche in der Bundesrepublik Deutschland. Wir veröffentlichen den Vortrag nachstehend ungekürzt. In diesem Zusammenhang verweisen wir nachdrücklich auf Erwin Fischers Standardwerk Trennung von Staat und Kirche - Die Gefährdung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit in der BRD (Europäische Verlags-Anstalt 1984; siehe auch ausführliche Buchbesprechung in MIZ Nr. 1/86). - Die halbfetten Zwischenüberschriften sind von uns nachträglich dem Redetext hinzugefügt worden.