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1991 - Meldungen 1535-1589

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  • (1585) Rio de Janeiro. Am Rande des Papstbesuchs in Brasilien wurde publik, daß die Hälfte der 298 aktiven Bischöfe vom jetzigen Papst eingesetzt wurden, so daß die Reformer dort inzwischen deutlich in der Minderheit sind. Der FAZ-Korrespondent brachte die Situation der Kirche auf folgenden Nenner:

    "Die katholische Kirche hat viele idealistische, unruhige Geister verloren, die wesentlich dazu beitrugen, daß sie zur Opposition gegen die Militärdiktatur wurde. Ohne die Generäle läßt sich etwa der Erfolg der politisierten linken "Basisgemeinden" nicht begreifen. Die Politik wurde inzwischen wieder Sache der Parteien und Gewerkschaften. Die Kirche schrumpfte zur Gemeinschaft der Gläubigen. Durch die erzwungene Rückbesinnung auf die zentrale Mission der Kirche wird nun überdeutlich, wie klein der Kreis der praktizierenden Katholiken geworden ist." Die Befreiungstheologie existiere faktisch nur noch innerhalb kleiner Kreise engagierter kirchlicher Außenseiter.

    Die Ausgrenzung fortschrittlicher Priester führte jedoch zur Verschärfung des Priestermangels; 1988 gab es mit 13.892 Klerikern praktisch genausoviel wie 1970, obwohl die Gesamtbevölkerung um 50 Millionen zunahm (die der Katholiken allerdings in geringerem Maße). Auch das Ansehen des Klerus ist gesunken: Umfragen zufolge glaubt nur ein Prozent der Bevölkerung, daß der Zölibat eingehalten wird.

    Gegenüber dem ersten Papstbesuch 1980 ging die Zuschauerzahl bei der jetzigen Tournee von 50 auf 6 Millionen zurück. (Frankfurter Allgemeine, 12. u. 21.10.91; vgl. auch MIZ 4/91, Meldung 1529)

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