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Podiumsdiskussion zum Thema "Sexuelle Selbstbestimmung"

Sonntag, 19. September 2010
Jugendgästehaus Köln Deutz

Veranstaltungsbericht (hpd)

Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Aber was bedeutet dies hinsichtlich der Sexualität in einer pluralen und multikulturellen Gesellschaft? Wie determiniert ist menschliches Sexualverhalten? Welches Verhalten ist legitim, welches ist pathologisch? Inwieweit handelt es sich hierbei um veränderliche kulturelle Normsetzungen und was wären wissenschaftlich definierte Grenzziehungen? Gibt es ein "natürliches" Sexualverhalten? Wie lassen sich pseudowissenschaftliche Legitimationsversuche einer ideologisch bestimmten Sexualpolitik identifizieren? Was dient der freien Entfaltung der Persönlichkeit und was stützt bzw. befördert Repression? Welche Aufgaben ergeben sich hieraus für eine emanzipatorische und geschlechtergerechte Verbändepolitik?

Einleitender Vortrag von Dr. Horst Groschopp mit dem Titel: "Sexuelle Selbstbestimmung - Geschichte, Gegenwart und Verbändepolitik".
Dr. Horst Groschopp Der Kulturwissenschaftler Dr. phil. habil. Horst Groschopp ist seit Januar 1994 im „Humanistischen Verband Deutschlands“ (HVD) aktiv und seit 2001 angestellt am „Institut für Humanistische Lebenskunde“ beim Landesverband Berlin.
1994 begann er mit seinen Arbeiten zur Vergangenheit und Kulturbedeutung atheistischer, freigeistiger, freidenkerischer und humanistischer Bewegungen und Ideen in Deutschland und zur Theorie und Geschichte des modernen Humanismus.

Neben Horst Groschopp diskutieren auf dem Podium:

Gisela Notz Gisela Notz, Dr. phil., Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, lebt und arbeitet in Berlin. Freidenkerin seit Geburt, bis Mai 2007 wissenschaftliche Referentin im Historischen Forschungszentrum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten. Verfasserin zahlreicher Bücher und Artikel zu Arbeitsmarkt-, Sozial- und Familienpolitik, Frauen- und Friedenspolitik, Geschichte der Arbeiter- und Frauenbewegung, Redakteurin LunaPark21.

Arzu Toker Arzu Toker, geb. 1952 in Halfeti, Ostanatolien/Türkei, lebt seit 1974 in Deutschland. Sie arbeitet als Sozialpädagogin, freiberufliche Autorin, politische Journalistin und Übersetzerin. Von 1985 bis1997 ist sie Mitglied im WDR Rundfunkrat. Seit 2001 arbeitet Arzu Toker außerdem als freiberufliche Moderatorin. Sie ist spezialsiert auf die Beratung interkultureller Teams und bildet Mediatoren aus. Arzu Toker hat zwei erwachsene Kinder und lebt und arbeitet meistens in Köln.

Manfred Bruns Manfred Bruns, Jahrgang 1934, verheiratet, drei erwachsene Kinder, vier Enkel, war bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1994 Bundesanwalt beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
Bruns bekennt sich in der Öffentlichkeit ganz bewusst zu seiner homosexuellen Orientierung und hat dabei viele gute Erfahrungen gemacht. Er hat sich in den vergangenen Jahren in zahlreichen Aufsätzen und Vorträgen für die Rechte der Homosexuellen und für Menschen mit HIV und AIDS engagiert. Er war Mitglied der Enquete-Kommission "AIDS" des Deutschen Bundestages und hat sich dort mit Erfolg für eine menschliche AIDS-Politik eingesetzt.
Bruns lebt heute mit seinem Lebenspartner in Karlsruhe. Er ist einer der Sprecher des "Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) e.V." und arbeitet bei der "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen (BASJ)" sowie bei der "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule und Lesbische Paare (SLP)" mit.

Thomas Junker Prof. Dr. Thomas Junker, 1983 Approbation als Apotheker, 1989 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Marburg, 2001 Habilitation, Verleihung der venia legendi für das Fach „Geschichte der Naturwissenschaften“ an der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen. Seit 2002 ist er stellvertretender Vorsitzender der AG Evolutionsbiologie im Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin (VBIO), seit 2003 Privatdozent und seit 2006 apl. Prof. an der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen.
2009 veröffentlichte er gemeinsam mit Sabine Paul das Buch "Der Darwin-Code: Die Evolution erklärt unser Leben"

Foto Thomas Junker © Evelin Frerk; alle anderen: privat