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Giordano-Bruno-Denkmal

02.03.2008, Berlin:

Eine sechs Meter hohe Skulptur des Bildhauers Alexander Polzin, der sein Atelier in Berlin-Pankow hat, wurde am 2. März 2008 im Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin aufgestellt, www.bruno-denkmal.de.

So löblich die Absicht der Giordano-Bruno-Stiftung, so schlicht indes die Enthüllungsfeier:

Die vier Reden von Dr. Andre Zeug, dem Vorstandsvorsitzenden der Bahn Station&Service AG, des Schriftstellers Durs Grünbein, von Dr. Ernst Salcher, einem Vorstandsmitglied der Giordano- Bruno-Stiftung, und des italienischen Botschafters in Deutschland, Antonio Purini, waren leider kaum hörbar für die über 100 Umstehenden im zugigen Bahnhofsportal.

Und leider völlig daneben liegt der Künstler mit seiner Skulptur: Brunos Forschergeist in Bezug auf unseren Planeten, seine "Erdverbundenheit" also, versucht er dadurch auszudrücken, dass er die Figur auf den Kopf stellt, den Schädel halb im Boden versunken. Wie denn?: Als Symbolfigur der Renaissance, der Aufklärung, ausgerechnet einer, der seinen Kopf in den Sand steckt?? Giordano Bruno habe das Weltbild seiner Zeit auf den Kopf gestellt, heißt es dazu erklärend -- eben: nicht sich, sondern das Weltbild der anderen! Trotzdem: Initiator Schmidt-Salomon, GBS, blickte zufrieden. Glückwunsch! Der Standort zumindest ist Spitze! (mfz)