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Soziale Grundrechte statt Almosensysteme

Werner Hager

Wessen Aufgabe ist es, Sozialsysteme zu betreiben? Dass Sozialsysteme unter den Bedingungen des industriellen Kapitalismus notwendig sind, darüber herrscht seit mehreren Jahrhunderten weitgehender Konsens. Ob diese jedoch ein Anspruch des Einzelnen gegenüber der Gesellschaft sind oder ob dieser vom Gutwillen von Spenderinnen oder Spendern oder einem ausgebauten Stiftungswesen abhängt, ist damit noch nicht geklärt. In Deutschland ist ein Großteil des Sozialsystems den Kirchen übertragen, obwohl der Betrieb selbst wiederum staatlich finanziert wird.

Zwei Systeme stehen sich hier gegenüber: Das Charitysystem – zu dem Caritas und Diakonie historisch gehören – in dem Menschen altruistisch entweder Geld oder Zeit freiwillig zur Verfügung stellen und ein sozialstaatliches System, welches steuerfinanziert Leistungen anbietet, auf die der Einzelne einen Anspruch hat.

NRW-Atheisten: Sozialstaat statt Charity

Pressemitteilung vom 4. Dezember 2016

(Overath) Der Landesvorstand NRW des IBKA (Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten) sprach sich auf seiner konstituierenden Sitzung für eine Stärkung des Sozialstaates und gegen den Trend zu Charity- Systemen aus.

"Es ist eine originäre Aufgabe des Staates die sozialen Grundrechte seiner Bürger zu sichern und die entsprechende Infrastruktur in Eigenregie bereitzustellen. Künftig müssen Bildung, Mobilität und Kommunikation zusätzlich zu Lebensunterhalt und Gesundheitsfürsorge für alle Bürger gewährleistet sein", sagt Rainer Ponitka, Sprecher des IBKA in NRW.

Es sei gerade zum Ende eines jeden Jahres zu beobachten, wie caritative Organisationen und andere private Hilfsprojekte ihre Spendenaufrufe zum Sichern der sozialen Infrastruktur verdoppeln um schliesslich sich selbst als edel, hilfreich und gut darzustellen.

Blogger Power!

Vortragsveranstaltung m. anschließender Diskussion

Donnerstag, 1. Dezember 2016 - 18:00 Uhr
Welthaus Aachen, An der Schanz 1, 52064 Aachen
Eintritt frei

In jüngster Geschichte hat sich die Macht des politischen Bloggings verstärkt. Gleichzeitig ist die Gefährdung derjenigen Menschen dramatisch gestiegen, die sich dem kritischen Blogging widmen.

Blogger PowerIn Bangladesch zum Beispiel wurden Blogger und Bloggerinnen, Aktivisten und Aktivistinnen brutal ermordet oder müssen um ihr Leben fürchten, weil sie sich für die Einhaltung der Menschenrechte und Toleranz in ihrem so genannten säkularen Staat einsetzen.

Heute leben im deutschen und weltweiten Exil viele dieser mutigen Menschen, wo sie häufig weiterhin politisch aktiv ihre Blogtätigkeit weiterführen können. Wie sieht die Situation für diese politischen Blogger und Bloggerinnen in Bangladesch aktuell aus, für welche politischen Forderungen kämpfen sie im Internet? Wie kann ihre politische Arbeit auch im Exil unterstützt werden?

Arzu Toker las aus "Kein Schritt zurück"

Werner Hager

Die Autorin, Journalistin und Übersetzerin Arzu Toker las am Donnerstag, dem 3. November im Rathaus der Stadt Bergisch Gladbach auf Einladung dreier säkularer Arbeitskreise aus SPD, Grünen und Linkspartei sowie dem IBKA aus ihrem Buch „Kein Schritt zurück“.

Arzu Toker

Der Abend drehte sich um die Rolle der Frau im Islam, Emanzipation und Integration. Schonungslos berichtete sie über Ehre, Morde und die Rückkehr partriarchialer Herrschaftsmechanismen.

Tokers Kritik richtete sich insbesondere gegen Wolfgang Schäubles Islamkonferenz und eine Integrationspolitik, die den gerade von Saudi-Arabien bestimmten Islamismus hoffähig gemacht habe.

In der an die Lesung anschließenden munteren Diskussion forderte sie Migrantinnen und Migranten auf, den Vorrang des weltlichen Rechtes (wie bspw. des Grundgesetzes) vor einem religiösem „Recht“ unbedingt anzuerkennen. Eine angebliche Integration über Moscheegemeinden stünde dem diametral entgegen.

Arzu Toker ist Mitglied des Beirates des IBKA.

Ein Video-Mitschnitt der Lesung findet sich auf dem IBKA-YouTube-Channel.

Säkulares oder klerikales Arbeitsrecht?

Vortrag von Ingrid Matthäus-Maier

Sonntag, 20. November 2016Ingrid Matthäus-Maier (c) Evelin Frerk
11:00 Uhr
Die Linke - KV Rhein-Sieg
Mühlenstraße 46

53721 Siegburg

Eintritt frei

Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegerinnen und -pfleger wie andere Berufsgruppen in kirchlichen Einrichtungen sind vom ansonsten geltenden Arbeitsrecht ausgeschlossen, verfügen über kein
Streikrecht und kein Recht, echte Betriebsräte zu gründen. Wie können wir zusammen mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für echte Mitbestimmung eintreten?

Kein Schritt zurück

Lesung mit IBKA-Beirätin Arzu Toker

Donnerstag, 3. November 2016Arzu Toker
19:00 Uhr

Rathaus Bergisch-Gladbach
Rathaus Stadtmitte
Konrad-Adenauer-Platz 1

51465 Bergisch Gladbach

Eintritt frei

Was bedeutet Ehre im Islam? Um wessen Ehre geht es? Arzu Toker setzt sich literarisch mit dem Verständnis von „Ehre“ auseinander.

In verschiedenen Texten beschreibt sie den tiefen Konflikt junger Migrantinnen in Deutschland, einerseits frei leben zu wollen und gleichzeitig den traditionellen Anforderungen ihrer Herkunftsfamilien ausgeliefert zu sein.

Ketzerstammtisch in Aachen

Offene Gesprächsrunde für alle religions- und kirchenkritischen Menschen.

Am Mittwoch, den 26.10.2011 um 19:00 Uhr,
im "SoWiSo"
Pontstraße 164-166, 52062 Aachen.

Anmeldungen zum Stammtisch werden erbeten unter: aachenSpamschutzBitteEntfernen@ibka.org

Sind Christen bessere Menschen?

Was Lesben und Schwule tun müssen, um in den Himmel zu kommen

Vortrag mit anschl. Diskussion im Rahmen des QUEER-LIFE Duisburg
Referent: der Autor, Publizist und Journalist Dr. Carsten Frerk (Berlin)

Freitag, 14. November 2014 – 19:00 Uhr
AStA-Keller | Uni Duisburg | Gebäude LF | Raum 030
Lotharstr. 65 | 47057 Duisburg (Neudorf)
Eintritt: frei

IBKA-Lesereise mit Carsten Frerk

Wie der Staat die Kirchen finanziert –
Violettbuch reloaded

Carsten Frerk (c)Evelin FrerkIn die Frage der Öffentlichkeit von Kirchenfinanzen ist in den vergangen zwei Jahren Bewegung geraten. Nicht nur der „Protz-Bischof“ Tebartz van Elst, der es gar nicht war, hat Öffentlichkeit, Kirchenvolk und Medien aufgerüttelt, auch die (vorgebliche) Transparenz in der Veröffentlichung des Vermögens von Bistümern und Bischöflichen Stühlen werden Thema sein. Es wird im Vortrag viel Platz für Informationen und Erläuterungen sein, aber auch ein gerüttelt Spaß, den kirchlichen Finanz-Gralshütern dabei zuzusehen, wie sie meinen, etwas publik zu machen, was sie aber gar nicht tun und auch nicht wollen.

Carsten Frerk ist Autor, Publizist und Journalist. Neben anderen Werken veröffentlichte er u.a. „Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland“ (2002), „Caritas und Diakonie in Deutschland“ (2005), „Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert.“ (2010) und „Gottes Werk und unser Beitrag. Kirchenfinanzierung in Österreich“ (2012).

Fünf Termine im November in NRW und Niedersachsen: