IBKA Landesverband Berlin-Brandenburg

Diskussion über das Berliner Neutralitätsgesetz

im Rahmen der Veranstaltung "Zuviel Identität"

Am Sonnabend, dem 10. November, veranstalten mehrere säkulare Vereine in den Räumen der Humboldt-Uni zu Berlin, Unter den Linden 6, ein öffentliches Dialogforum. Ab 13:00 können sich die Besucher an Gruppendiskussionen ("Dialogtischen") zu ausgewählten Themen beteiligen. Interessierte können bereits ab 10:00 findet Hörsaal 2094 eine Podiumsdiskussion besuchen (Themen und Teilnehmer siehe https://humanistisch.de/x/akademie-bb/termine/2018113588). Der Eintritt ist frei.

Der IBKA e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg betreut den Dialogtisch

Die Zukunft des Berliner Neutralitätsgesetzes

LehrerInnen, RichterInnen und PolizistInnen dürfen während ihres Dienstes keine religiösen Symbole tragen. So die Kurzfassung des Berliner Neutralitätsgesetzes. Konservative Musliminnen, die Lehrerin an einer allgemeinbildenden Schule in Berlin werden wollen, sehen in dem Gesetz einen Verstoß gegen ihre Religionsfreiheit. Manche Gegner meinen gar, es wäre verfassungswidrig. Befürworter des Neutralitätsgesetzes hingegen begrüßen, dass es die religiöse Beeinflussung von Kindern einschränkt und den Schulfrieden schützt sowie die richterliche Unabhängigkeit zeigt.

Um das Berliner Neutralitätsgesetz wird heftig gestritten. Aber was genau besagt es eigentlich? Ist es verfassungskonform oder schränkt es die Religionsfreiheit einiger unzulässig ein? Erleichtert es das Zusammenleben in unserer Gesellschaft mit vielen unterschiedlichen Sozialisationen und Weltanschauungen oder schafft es neue Benachteiligungen? Sollte es abgeschafft werden oder ist es so integrationsförderlich, dass es in allen Bundesländern eingeführt werden sollte? Wer sind die Gegner? Was spricht dafür?

Diese und weitere Fragen können Sie im Rahmen des Dialogtisches „Zukunft des Neutralitätsgesetzes“ diskutieren. Für das Impulsreferat und die Moderation zeichnen  zwei Persönlichkeiten verantwortlich, die sich mit dem Thema bestens auskennen und die sich in der Initiative Pro Berliner Neutralitätsgesetz engagieren.

In welchem Seminarraum diese Diskussion stattfindet, wird am Veranstaltungstag per Aushang bekanntgegeben.

Unsere nächsten Treffen

Wir treffen uns ab Januar wieder jeweils am letzten Donnerstag des Monats gemeinsam mit den Evolutionären Humanisten gbs-berlin.org Gäste sind willkommen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Näheres erfahren möchten. Informationen dazu finden Sie auf der Kontaktseite.

Offener Brief zur Neutralitätsdebatte

Wir haben an die Linksfraktion und die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin sowie den Justizsenator und den Kultursenator einen offenen Brief gesandt, in dem wir den Erhalt des Neutralitätsgesetzes fordern. Antworten kamen vom Justizsenator und von den Grünen. Sie lassen befürchten, dass um das Neutralitätsgesetz von Neuem gekämpft werden muss. mehr

Selbstbestimmte Lebensgestaltung kontra religiöse "Lebensschützer"

Jedes Jahr im September ziehen religiös motivierte Abtreibungsgegner durch Berlin, um mit verlogenen Argumenten ein erneutes Verbot des Schwangerschaftsabbruchs zu erreichen. Nicht nur durch Berlin - sie touren auch durch Frankfurt, Münster etc. Dem wollen wir etwas entgegensetzen, denn es betrifft nicht nur die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen, sondern die gesamte Lebensplanung - auch der Männer.
siehe auch http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de

Kindermissionierung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

Stimmt es, dass Fernsehen bildet? Dies hält der Kinderkanal für unsere Kleinen bereit: der elfjährige Tahsin in der Türkei freut sich auf‘s Beschnittenwerden, weil er danach ein echter Mann sein soll. Safiya, 13, aus Berlin freut sich darauf, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen, weil ihr die Gebote ihres Gottes Allah sehr wichtig sind. Und der mongolische Junge Baljaa, Enkel eines Schamanen, begegnet dem Geist seines Opas und verbrennt sein Lieblingsbuch, um es dem Opa im Jenseits zu schenken. mehr

Weitere Informationen finden Sie hier:

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