Atheisten kritisieren Aachener Finanzierung des "Interreligiösen Dialogs"

Pressemitteilung vom 3. September 2018

(Aachen) Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert die Finanzierung des Aachener "Intereligiösen Dialogs" aus den Haushaltsmitteln für Integration.
"Laut den Unterlagen für Kommunalpolitik erhält der 'Intereligiöse Dialog' jährlich € 3000,-- aus den Mitteln für Integration", sagt Karl Dvorak, IBKA-Sprecher der Städte Region Aachen. "Um in Deutschland lebende Migranten zu integrieren benötigen sie zur Teilhabe am täglichen Leben zuallererst Sprachkurse sowie die Vermittlung der Grundsätze des demokratischen Miteinanders."
Religiöse Vorstellungen wiedersprächen häufig den Werten der modernen Gesellschaft und erzeugten Parallelgesellschaften, statt zu integrieren.
Dvorak weiter: "So liegt der Schluss nahe, der Aachener Integrations-Haushalt mutiert zu einem interreligiösen Selbstbedienungsladen."

Hintergrund:

Der Dialog der Religionen in Aachen hat Ende Juni Grundsätze zur Zusammenarbeit vereinbart, die am kommenden Mittwoch, 5. September dem Aachener Integrationsrat vorgestellt werden.

Über den IBKA:

Im IBKA haben sich nichtreligiöse Menschen zusammengeschlossen, um die allgemeinen Menschenrechte – insbesondere die Weltanschauungsfreiheit – und die konsequente Trennung von Staat und Religion durchzusetzen. Wir treten ein für individuelle Selbstbestimmung, wollen vernunftgeleitetes Denken fördern und über die gesellschaftliche Rolle von Religion aufklären.

Ansprechpartner:

Werner Hager
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