Religionspolitischer Sprecher der SPD: Ablösung der Staatsleistungen ist „Unsinn“

Grafik: Jacques Tilly

Der kirchen- und religionspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Castellucci, hat sich gegen eine Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen ausgesprochen. (idea-Meldung vom 02.05.2018)

Neben der falschen Darstellung der historischen Fakten (auf dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 sind keineswegs zeitlich unbegrenzte Zahlungen vereinbart worden, das geschah erst einige Zeit später) erstaunt die Dreistigkeit, mit der Entschädigungszahlungen auf Ewigkeit als etwas Selbstverständliches dargestellt werden. Wo gibt es so etwas, außer dort, wo die Kirchen die Empfänger sind? Dass die Ablösung vom Grundgesetz gefordert wird, wird ebenso unter den Teppich gekehrt.

Siehe auch: Staatsleistungen an die Kirchen: Bundesregierung verweigert Verfassungsauftrag